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Kundenrezension

am 31. Mai 2014
"American Hustle" basiert nicht auf einer wahren Geschichte, es sind lediglich manche Darstellungen des Films wahr. Mir war beim Lesen dieser Zeilen im Vorspann nicht klar, worin der Unterschied besteht aber im Nachhinein bilde ich mir ein eine Erklärung gefunden zu haben. "American Hustle" hat nämlich keine Geschichte, sondern besteht aus einer Hinternanderreihung von Szenen, die teilweise so willkürlich sind, dass erst im Montagestudio klar wurde, woraus die Handlung besteht.

Die Aufmachung und Schauspieler (bis auf Jennifer Lawrence) gefallen zunächst und lassen Hoffnung auf mehr aufkommen. Christian Bale verschmiltzt geradezu in der Rolle als kleinkrimineller Trauerklos Irving Rosenfeld, Amy Adams überzeugt als Verwandlungskünstlerin Sydney Prosser, die tiefe Gefühle für ihren Angebeteten hat, Bradley Cooper ist ein schmieriger, skrupelloser, eiteler FBI-Agent Richie DiMaso und Jennifer Lawrence kann einem nur Leid tun. Die Ausgangslage: Zwei Ganoven gespielt von Bale und Adams schwatzen Kleinanlegern Geld ab. FBI-Agent DiMaso (Cooper) kommt ihnen auf die Spur und stellt sie vor die Wahl: Entweder sie gehen ins Gefängnis oder sie bringen ihm ihr Betrügerspiel bei um korrupte Politiker wie Jeremy Renner's Bürgermeister Carmine Polito zu überführen.

Hier tun sich bereits zwei Probleme auf beginnend mit dem Modus Operandi von Rosenfeld und Prosser. Einerseits behaupten sie, ihre Operation wäre klein gehalten, anderseits wird nie gezeigt oder erwähnt, dass sie versprochene Beträge wieder auszahlen. Spricht sich das nicht rum? Wie also kommen sie an zufünktige Opfer ran? Dies mag sehr penibel klingen, aber da der Film auf der Prämisse basiert, Rosenfeld und Prosser wären geniale Trickbetrüger, der Film das aber nur behauptet und nie zeigt, hatte ich bereits nach fünf Minuten Probleme die Handlung ernst zu nehmen. Tatsächlich war mir auch nicht klar, warum die beiden für die spätere Überführung der Politiker notwendig waren, da FBI-Agent DiMaso meistens sowieso ihre Ratschläge ignoriert hat. Wie ein roter Faden zieht sich dieses Desinteresse für Hintergründe und Handlung durch den Film. Regisseur David Russel wird oft damit zitiert, dass ihm die Handlung egal ist und er sich hauptsächlich für die Figuren interessiert. Er lässt allerdings völlig außer acht, dass die willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit des Zuschauers stark auf die Probe gestellt wird, wenn dem Zuschauer die Figuren weniger als integraler Bestandteil einer übergreifenden Geschichte vorkommen sondern stattdessen wie die letzten Überlebenden eines Improvisationswettbewerbs.

Das zweite Problem ist die Figur von Jennifer Lawrence, für die in der Kurzzusammenfassung aus gutem Grund kein Platz war. Wenn ich raten müsste würde ich denken sie sei zu einer Verkleidungsparty am Set von Russel erschienen und durfte danach einfach nicht mehr gehen. Die Figur ist nicht für die Handlung notwendig, was sowohl Lawrence als auch Russel merken und mit Überspielen verdeckt werden soll. Der 23-jährigen Lawrence (an sich eine sehr gute Schauspielerin) nehme ich die Rolle einer 30-jährigen Hausfrau einfach nicht ab und geradezu peinlich anmutende Szenen wie die der explodierenden Mikrowelle oder des manischen Putzanfalls gesetzt zu "Live and Let Die" sind völlig unnötig und stören den Fluss des Films. Faktisch überall wo Lawrence auftaucht reist sie die Aufmerksamkeit an sich und nicht auf eine gute Weise.

Aber selbst ohne Geschichte und ohne Lawrence wird schnell klar, dass der Film nicht hält was er verspricht. Ich erhoffte mir 70er Coolness, schnelle, sarkastische Dialogue und vielleicht auch ein wenig Spannung. Auf die letzten beiden konnte ich vergeblich warten und spätestens nach einer halben Stunde konnte ich das übriggebliebene Posieren nicht mehr ertragen. "American Hustle" kann am ehesten Schauspielern gefallen, denn gespielt wird (mit der traurigen Ausnahme von Lawrence) zweifellos grandios. Man sollte sich aber nicht zu sehr von der Namhaftigkeit der Beteiligten blenden lassen, bei den Oscars ist der Film schlussendlich auch nicht gut angekommen...
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