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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 25. August 2013
Steve Johnson reiht sich mit diesem Buch in die Liga brillant schreibender Wissenschaftsjournalisten wie etwa Malcom Gladwell ein. Was soll man lang herumreden: "Wo die Ideen herkommen - eine kurze Geschichte der Innovation" gehört zu den seltenen Büchern, deren Inhalt hält, was der Titel verspricht. In sieben ausgezeichnete recherchierten Kapiteln beantwortet der Autor seine Titelfrage anhand inspirierender Geschichten und klug zusammengestellter wissenschaftlicher Belege. Dies alles ist klar formuliert und packend geschrieben.

Johnson belegt überzeugend, dass kreative Durchbrüche nicht Ergebnis einsam vor sich hinschaffender Genies sind, sondern passender Umgebungen und entwickelter sozialer sowie kultureller Netzwerke. Mag es auch für Landbewohner kränkend sein - laut Johnson ist der Durchschnittsbürger einer Fünfmillionenstadt dreimal kreativer als der Durchschnittseinwohner einer Stadt mit 100000 Einwohnern. Und dies aus einem einfachen Grund: Die Mischung von Nationalitäten, unterschiedlichen Begabungen, die verdichtete soziale Vielfalt schafft einfach mehr Verbindungsmöglichkeiten und Gelegenheiten. Fünf Millionen??? Man merkt, Johnson ist Amerikaner. Trostpflaster. In Zeiten des Internet ist man nicht unbedingt auf die Stadt angewiesen und kann seine Anregungen auch aus dem Netz und virtuellen Gemeinschaften ziehen. Wie dem auch sei: Es kommt auf die Mischung an!

Mögen die Botschaften der folgenden Kapitel auch simpel erscheinen, so treffen sie doch wesentliche Aspekte. Zum Beispiel:
- die meisten neuen Ideen entstehen in alten Gebäuden (weil man hier keine hohen Kosten hat und sich originelle Typen treffen)
- die Entwicklung von Ideen braucht freie Zeit
- studiert durchaus unsystematisch Vieles, aber schreibt es sofort auf und schafft ein System, dass ihr die Notizen kombinieren könnt (Johnson schlägt dafür eine Software vor), denn Ideen kristallisieren sich erst mit der Zeit aus Ideensammlungen
- prüfe das Nächstmögliche und suche nach Kombinationsmöglichkeiten (Innovationen entstehen oft aus der Kombination von Bekanntem)
- überwinde Grenzen und Trennungen (etwa Fachsystematiken und begebe Dich in anregende und irritierende Umfelder
- Nutze die Möglichkeiten der Nischenbildung (er analysiert das Korallenriff als Beispiel, wie Vielfalt unter ungünstigen Bedingungen enstehen kann)
- Bilde kreative Kollektive, suche Anschluss an Gleichgesinnte, vor allem aber an Andersdenkende, denn fast alle Erfindungen sind bei genauerer Betracht kollektive Erfindungen
- lass Dich von Deiner Idee begeistern und vermeide es Dich zu früh an Marktzwängen zu orientieren (die meisten Erfindungen entstehen abseits ökonomischer Interessen)
- suche offene Umgebungen (Beispiel Kaffeehaus oder der Salon im 19.JH - heute vielleicht Open Space Konferenzen oder TED-Veranstaltungen.)

Johnson gibt viele Belege dafür, dass kreative Durchbrüche Ausdruck spezifisch gestalteter sozialer und kultureller Umgebungen sind (Beispiel: Silicon Valley). Ähnlich wie Keith Swayer setzt er auf die kollektive Intelligenz bzw. den "Group Genius". Sawyer bestätigt ja Johnsons Thesen indirekt, wenn er von "invisible cooperation" spricht; Die meisten Entdeckungen, die wir als Ergebnis eines einsamen Genies phantasieren, erweisen sich bei genauerer Betrachtung als Ergebnis "unsichtbarer Kooperation."Group Genius: The Creative Power of Collaboration

Und hier liegt eine der Stärken von Johnsons Darstellung: Er dekonstruiert nicht nur den Mythos des einsamen Genies, sondern er gibt - ganz im Sinne meiner Theorie des Kreativen Feldes Ich bin gut, wir sind besser: Erfolgsmodelle kreativer Gruppen - viele Hinweise wie man kreativitätsförderliche Umgebungen schaffen kann, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass gute Ideen entstehen und umgesetzt werden.

Fazit: Dies Buch ist Muss für jeden, der Innovationen fördern will.

Prof.Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel
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