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Kundenrezension

am 28. Januar 2014
Seit frühester Jugend ein Leser der Geschichten von Arthur Conan Doyle, ein Fan der alten Basil Rathbonefilme mutierte ich mit den Jahren zu einem Sammler mit der Idee so ziemlich alles zu besitzen was mit Mr. Holmes zu tun hat. Das geht natürlich nicht; zu viele Filme und Serien gibt es mit dem Meisterdetektiv aber dennoch für einen Kontinentaleuropäer ist meine Kollektion dank Amazon und ebay recht beachtlich.

Darum war ich auch vor einigen Jahren überrascht und skeptisch; eine Serie mit Holmes und Watson in der Gegenwart. Noch dazu mit dem kleinen Kerl den ich bis jetzt nur aus Komödien wie dem Ali G. film kannte .Holmes mit Mobiltelefon und Computer im Zeitalter von YouTube. Skeptisch aber dennoch gekauft.Und war überrascht; „Sherlock“ ist brilliant. Die Macher spielen gekonnt mit Zitaten aus den Geschichten, Sherlock Holmes wird modern und bleibt dem Original doch treu.

Hinzu kommt, dass die beiden Hauptdarsteller ihre Sache großartig machen. Martin Freeman ist ein sympathischer Dr. Watson, der so einiges mitmachen muss, der aber Holmes einfach mag, mit ihm arbeitet und sein Freund wird. Sein einziger Freund, denn da Holmes sich selbst gerne als ein „high functioning sociopath“ bezeichnet ist er ein sehr schwieriger Mensch und man benötigt wohl Engelsgeduld um mit ihm auszukommen. Benedict Cumberbatch geht in der Rolle völlig auf; ist schon dank seines Aussehens und der Stimme ein idealer Holmes und wird durch hohe vom Theater geschulte Schauspielkunst zu einem überragenden Sherlock. (Hat der junge Mann es doch tatsächlich geschafft Basil Rathbone auf meiner persönlichen „Wer ist der beste Holmes Darsteller“ auf den DRITTEN Platz zu schieben. Platz 1 immer noch unangefochten Jeremy Brett. Daran wird sich bis zum Ende der Welt nicht mehr ändern; Jeremy Brett IST Sherlock Holmes. Quasi ein Naturgesetz.)

Die Serie lebt auch in erster Linie von der Beziehung dieser beiden Männer. Eine ungewöhnliche, stellenweise berührende Freundschaft zweier Männer, die unterschiedlicher nicht sein können, und nebenbei auch mal nette Kriminalfälle lösen.

Als Fan der ersten Stunde hab ich mir auch die dritte Staffel gleich von amazon.uk vorbestellt, denn so lange bis die DVD bei uns rauskommt kann ich nun wirklich nicht warten.

Prompte Lieferung, sofort angesehen; und hat sich das Warten gelohnt? Ja, hat sich.

Die Staffel besteht wie auch zuvor leider nur aus drei, immerhin abendfüllenden Filmen.

„THE EMPTY HEARSE“ schildert die Rückkehr unseres Helden, der zwei ganze Jahre für tot angesehen wurde, damit er einen Terroranschlag auf London verhindern kann. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk der Geschichte dankenswerterweise wieder auf Watson und Holmes.
Denn anders als in der Originalerzählung „The empty house“ in der Holmes wieder auftaucht, Watson kurz in Ohnmacht fällt und sie kurz darauf wieder fröhlich auf Verbrecherjagd gehen, vergeht hier viel Zeit bis Watson davon absieht seinen Freund ins Gesicht zu schlagen oder zu würgen.

Hier geht es um zwei Charaktere; Holmes, der ein Genie ist , jedoch menschliche Gefühle nicht richtig zeigen oder deuten kann, der aber versteht, dass er Watson braucht; mehr als Freund denn als Partner, um nicht völlig zu vereinsamen und Watson, der verletzt und gekränkt ist, Holmes immer noch respektiert und bewundert und letztendlich wie immer nachgibt, da er versteht, dass Holmes eben ist wie er ist.
Ein netter Fall über einen Bombenanschlag aber in erster Linie eine menschliche Geschichte über Freundschaft.

In der zweiten Geschichte „THE SIGN OF THREE“ werden wir Zeuge wie Holmes „mind Palace“ funktioniert. Visuell beeindruckend und witzig zugleich. Und Watson heiratet, wobei Holmes in der Rolle des Trauzeugen wirklich überzeugen kann. Die Drehbuchschreiber werfen wieder freudig mit einigen Originalzitaten und Hinweise aus den Doylegeschichten um sich, aber vom Roman „THE SIGN OF THE FOUR“ bleibt bis auf die Namen zweier Charaktere wenig über. Dennoch eine der besten Folgen der ganzen Serie.

Bei „HIS LAST VOW“ bin ich mir nicht sicher ob es nicht DIE beste Sherlockfolge ist. (Ich tendiere allerdings immer noch zur allerersten „A STUDY IN PINK“) WAS für ein Antagonist für ein Staffelende. Die Autoren nehmen den ohnehin schon faszinierenden Charles Augustus Milverton aus der Kurzgeschichte „THE MASTER BLACKMAILER“ versetzen ihn in die Gegenwart und machen aus ihn, auch dank des großartigen dänischen Schauspieler Lars Mikkelsen einen der besten Bösewichte, den würdigsten Gegner für Sherlock Holmes.

Spitzenfolge, Watson und Holmes in Bestform, einige leider vorhersehbare aber doch nette Handlungstwists und nochmals mit Herrn Mikkelsen als erpresserischen Zeitungsmogul Charles Augustus Magnussen DEN besten Gegenspieler von Holmes ALLER Zeiten (Und ich kenn doch einige, muss aber zugeben, dass ich nie wirklich mit der Omnipräsenz von Moriaty in den Filmen einverstanden war)

Da ich nur die englische DVD habe kann ich auch nur dieses Produkt beschreiben. Es gibt hier also nur eine Tonspur, die ist Englisch, und es gibt Untertitel; englische.

Die BBC presst uns noch drei Extras rein; „Fan, Villains &Speculations“, „Shooting Sherlock“ und „The Fall“; das übliche Making off also mit Interviews von Machern, Schauspielern und Produzenten; kann man sich ansehen, muss man aber nicht.

Die Staffel selbst ist grandios, beste Unterhaltung, mit drei Filmen wieder viel zu kurz, aber der obligate Cliffhanger am Schluss lässt hoffen, dass vielleicht noch eine vierte Staffel entstehen könnte. Das liegt allerdings in erster Linie bei den beiden Hauptdarstellern und ob die beiden auch in Zukunft Zeit finden neben ihren kleinen Kinoprojekten ala „The Hobbit“, „Star Trek“ und „Star Wars“ noch beste Fernsehunterhaltung zu drehen.

Denn genau das ist „Sherlock“; beste Fernsehunterhaltung.
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