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Kundenrezension

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frickel-Pop mit Stil, 30. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heaven & Earth (Digipak) (Audio CD)
Nehmt euch Zeit für dieses Album, es ist eines der absonderlichsten von Yes... ich habe es nach knapp zwei Wochen Dauerhören (Yes muss man immer reichlich Chancen geben) tatsächlich doch noch schätzen gelernt. Es ist wahrlich kein Relayer und Tales From Topographic Oceans, also kein Großwerk des Progressive-Rock, es ist auch kein Big Generator und kein Talk, also ein Art-Rock-Großwerk der zweiten Yes-Generation...

... es ist - Pop. Aber auch das muss man können. Im hohen Alter machen die Progressive-Großmeister Yes auf Frickel-Pop mit Stil. Ohne sich einem Zeitgeist anzubiedern, ohne die Seele zu verkaufen. Aber Vorsicht - acht hartnäckige Ohrwürmer im Gehörgang können ganz schön belasten.

Und eigentlich ist doch alles dabei, was man an Yes liebt, nur kompakter, fokussierter... Die verschlungenen Gitarrenläufe von Steve Howe, der eigenwillig-melodiös umherspringende Bass von Chris Squire, die Kunst der Verzierung mit Tasteninstrumenten, diesmal von Geoff Downes, die spannend arrangierten Harmoniegesänge. Der neue Sänger Jon Davison, der fleißig und gut mitkomponiert hat, ist stimmlich zu wenig eigenständig und erinnert etwas zu sehr an den großen Jon Anderson (mit dem die Band immer noch über Kreuz liegt). Den kann der Davison nicht ersetzen. Aber den Gesamteindruck des Albums trübt das auch nicht.

Nein, es gibt, keine langen waghalsigen Instrumental-Passagen. Stattdessen vertrackte Arrangements, die dann aber kaum weniger ausgeklügelt sind, als man das etwa bei Steely Dan schätzt. In A World Of Our Own klingt ein wenig beatlesque. One Step Beyond ist der vielleicht hartnäckigste Ohrwurm von allen. Subway Walls wird allgemein als das progigste Stück gepriesen. Aber das ist relativ. Progressiv ist hier gar nix - doch es gibt in der Tiefe der Lieder einiges zu entdecken.

Nach dem arg glatten Fly From Here zeigen Yes mit Heaven And Earth nicht mehr und nicht weniger, dass sie nach wie vor eigenwillige Melodien, Harmonien und Rhythmen abliefern können. Und man kann der Band wirklich nicht vorwerfen, dass sie sich wiederholt. Yes haben uns so viele Besetzungswechsel und Inkarnationen beschert und auch in den vergangenen 20 Jahren - als andere wie Pink Floyd und Genesis längst aufgegeben hatten - noch immerhin würdige Spätwerke wie Magnification und The Ladder. Auch dieses 21. Album bietet eine frische Version der Rock-Institution: It's Only Pop, But I Like it.

Fünf Punkte sind zwar im Vergleich mit den ganz großen Yes-Alben - neben den oben erwähnten natürlich noch zum Beispiel Drama, Close To The Edge, 90125 und Fragile - übertrieben. Aber ich vergebe sie dennoch mal, um die Werbetrommel zu rühren, um zu demonstrieren: Diese Musik ist trotzdem echt, macht Spaß und tut der Seele gut.
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1-10 von 18 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.07.2014, 10:59:00 GMT+2
D. Brueckner meint:
Hahaha! Peter, ich hätte sehr viel geld darauf wetten können, dass du "H&E" am Ende lieben würdest! Eins nur: wieso schreiben alle, das wäre Pop? In letzter Zeit mal Pop gehört? Wenn, dann ist das doch eher Folk, meinste nicht?

Veröffentlicht am 30.07.2014, 12:30:07 GMT+2
Ein Kunde meint:
Diese Rezi ist doch auch nur wieder eine dieser Aufforderungen zum "Schön-Hören" eines "die-hard-fans" mit manipulierter Punkte-Vergabe. Und an welcher Stelle hörst Du was "Frickeln?"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2014, 13:17:29 GMT+2
D. Brueckner meint:
Naja, so frickelig halt, wie "man das etwa bei Steely Dan schätzt".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2014, 14:01:26 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 30.07.2014, 14:01:46 GMT+2
Ja, ich bin ein großer Fan, sonst hätte ich das Album gar nicht so hartnäckig gehört - und dann doch noch entdeckt. Was die Punkervergabe betrifft - offener kann man die Karten ja nicht legen. Die Punktevergabe ist doch hier eh eine Farce, viel zu positiv. Die fünf Punkte sollte man im Grunde eher selten vergeben, hier bei Amazon ist es wohl die häufigste Punktzahl. Ich wollte diesmal damit nur ein Zeichen setzen, Heaven and Earth eine Chance zu geben. Was frickeln betrifft, das muss ja nicht immer so klingen, dass es einen vom Stuhl haut, wie bei Relayer oder Big Generator. Es geht auch dezenter, so wie hier, das ist doch - wenn auch songdienlich - ganz schön vertrackt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2014, 14:07:21 GMT+2
Und mich wundert es nicht, dass es eine Reaktion von Dir gibt :-) Pop scheint mir zwar wirklich der Oberbegriff zu sein. Aber das ist ja ein weites Feld Und nein, mit aktuellem Pop hat es nichts zu tun, zum Glück. Doch ich schrieb eben auch, sie biedern sich nicht dem Zeitgeist an. Aber Folk ist gar keine üble Spezifizierung. Folk war ja immer schon eine Inspiration für Yes, hier vielleicht noch auf eigenwillige Weise ein bisschen mehr.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2014, 15:00:27 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 30.07.2014, 15:25:45 GMT+2
D. Brueckner meint:
"Folk war ja immer schon eine Inspiration für Yes": Yep, Peter, so seh ich's auch. Schön, von Dir zu lesen! Grüßle!

(P. S.: Was die Chancen angeht, die hatte das Album auch bei mir, sogar am Freitag noch. Hab's auf der Autobahn gehört - und nach ein paar Stücken hab ich prompt mein Gaspedal nicht mehr gefunden...)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2014, 17:15:39 GMT+2
Weil es eher ruhig ist? Mir macht auch das nichts aus. Das ist dann eben der Charakter dieses Albums. Nächstes mal dürfen sie aber gerne rocken - oder auch die Geschichte des Progressive Rock um ein spannendes Kapitel erweitern. Oder... Hauptsache es ist yesish.

Ebenso, gut Dich zu lesen, ich melde mich die Tage auf einem anderen Kanal, Peter

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2014, 19:48:27 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 30.07.2014, 19:49:11 GMT+2
D. Brueckner meint:
"Eher ruhig", ja, so kann man das vermutlich auch nennen. Wenn "Relayer" drei Dosen Relentless entspricht, dann entspricht "H&E"... - was? Dem Jenseits? Nein, da muss es noch etwas geben noch weiter hinter dem Jenseits. Denn das Jenseits hat uns so wunderbare Alben geschenkt wie "A Passion Play". Aber darüber haste sicher <em>woanders</em> schon gelesen?!? ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.07.2014, 22:52:55 GMT+2
Wie jesacht, in diesem so scheinbar verwunschenen Dornröschen-Garten ist Leben, wenn man sich etwas umhört. Passion Play ist sicher interessant, aber ich kann nun mal mit Jethro Tull als Prog nich so viel anfangen. Bei mir geht es los mit Songs From The Wood und Heavy Horses, zwei Folk-Rock-Perlen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.07.2014, 10:49:55 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 31.07.2014, 11:41:09 GMT+2
D. Brueckner meint:
Haha! Über "Songs From The Wood" und "Heavy Horses" wird anderwo noch ausführlich zu reden sein. Das ist wieder so ein festgeklopftes Dogma, das irgendwann ein Musikjournalist in die Welt gesetzt hat, und das seither unhinterfragt geglaubt wird: Die beiden Alben seien Folk-Alben. Tatsächlich enthalten sie kaum weniger Prog als die Alben der angeblichen Progphase Tulls. Die Tatsache, dass mehr Akustikgitarre eingesetzt wird, macht ein Album nicht gleich unproggig. Aber wem erkläre ich das, Peter, du weißt eh, dass der gemeine Rockhörer halt sehr soundorientiert hört.
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