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Kundenrezension

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Recht unbekannter Italo-Western, 27. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Knie nieder und friss Staub (DVD)
Ein recht unbekannter Italo-Western von Aldo Florio (Die unerbittlichen Fünf) aus dem Jahr 1971.

Die Sträflinge Roy (Fabio Testi) und Emiliano (Massimo Serato) entkommen aus dem Straflager. Völlig entkräftet stirbt Emiliano auf der Flucht, vertraut Roy aber noch ein Geheimnis an. Roy erreicht schließlich einen Ort der von einigen Halunken kontrolliert wird. Es sind dies Redfield (Eduardo Fajardo), Lawrens (Ben Carra) und Newman (Romano Puppo) mit ihren Pistoleros. Sie lassen Mexikaner in einer Goldmine für sich schuften und kaufen das gefundene Gold zu einem Spottpreis durch die ihnen gehörende örtliche Bank auf. Zusätzlich halten sie die junge Jessica (Charo Lopez) gefangen, die ihnen als Magd und Bettgefährtin dient. Roy, der unglaublich schnell und präzise schießt, wird schließlich von Redfield angeheuert, nachdem er im Ort neben einigen anderen Personen auch den für die Halunken arbeitenden Sheriff erschossen hat. Sowohl Redfield als auch Roy haben jedoch ihre eigenen Pläne.

Verhältnismäßig sorgfältig inszenierter sehr harter Italo-Western, entstanden zu einer Zeit als ernste Western schon langsam von den "Halleluja" Filmen abgelöst wurden. In einigen Internet-Rezensionen und auch in der im DVD Umschlag enthaltenen Hintergrundinformation wird die Handlung sogar mit "Für eine Handvoll Dollar" verglichen bzw. ein Leone Feeling angemerkt. Das sehe ich nicht so, der Film hat eine eigenständige Geschichte die sich deutlich vom genannten Referenztitel unterscheidet. Allerdings erinnert das Schlussduell, bei dem Roy aus einer großen Staubwolke hervortritt und sich gleich sechs(!) Gegnern stellt - ich denke durchaus gewollt - ein wenig an "Für eine Handvoll Dollar". Es ist stimmungsvoll choreografiert, erreicht aber nicht das Niveau seines Vorbilds, was auch daran liegt dass Roy ein "ebenbürtiger" Endgegner fehlt.

Hintergrund der Geschichte entwickelt sich in Rückblenden. Ganz offensichtlich war Emiliano das Opfer eines Komplotts. Weswegen Roy im Straflager war, ob zu Recht oder Unrecht, bleibt allerdings ein Geheimnis. Jedenfalls hat Roy keine Scheu von der Waffe gebrauch zu machen und ist auch sonst nicht sonderlich zimperlich. Weder zu sich selbst (als er gefoltert wird) noch anderen gegenüber als er z.B. keine Anstalten macht eine Vergewaltigung zu verhindern. Mit der im Film gezeigten Unterdrückung und Ausbeutung der Mexikaner sollte wohl auch ein wenig Sozialkritik im Film einfließen.

Roys Stimme klingt sehr vertraut, was daran liegt dass es in der deutschen Fassung der gleiche Synchronsprecher wie für Eastwood ist. In einer Nebenrolle gefällt Jose Calvo als Mexikaner Joselito. Die von Bruno Nicolai stammende Filmmusik ist recht gut und erinnert ein wenig an Morricone.

Das Bild wurde überarbeitet und ist, wie von KOCH-MEDIA gewohnt, sehr sauber und scharf. Gute Tonqualität. Bisher fehlende Szenen wurden wieder eingefügt, allerdings in Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Der FSK 16 Hinweis ist vernünftigerweise auf der Plastikverpackung angebracht und verunziert somit nach dem Entfernen nicht das DVD-Cover.

DVD Extras:
*Featurette "Der Preis der Freiheit" 35:00 Minuten
*Trailer & deutscher Vorspann (hier sieht man wie schlecht das Bild ohne Überarbeitung wäre)
*Bildergalerie
Die Featurette beinhaltet ein Interview mit Aldo Florio und ist, wie bei KOCH-MEDIA üblich, auch sehr interessant. Sehr gut und informativ ist auch die im DVD Umschlag enthaltene Hintergrundinformation.

Aufgrund der verhältnismäßig guten Inszenierung sowie der wieder vorbildlichen Aufbereitung durch KOCH-Media verdient die DVD 4 Sterne. Mehr aber auch wieder nicht, denn mit den "Klassikern" des Genres kann der Film doch nicht mithalten.

Resümee: Recht unbekannter harter Italo-Western von Aldo Florio (Die unerbittlichen Fünf) aus dem Jahr 1971. Verhältnismäßig sorgfältig inszeniert mit guten Darstellern und ansprechender Filmmusik von Bruno Nicolai. Mit den "Klassikern" des Genres kann der Film zwar nicht mithalten, ist aber doch ein über dem Durchschnitt des Genres zu bewertender Italo-Western dessen Anschaffung sich für Freunde des Genres allemal lohnt. DVD in gewohnter KOCH-Media Qualität.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.08.2009, 20:52:29 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 22.08.2009, 21:19:23 GMT+2
Nexus.6 meint:
Recht interessante Rezi. Die Ähnlichkeit von Nicolais Score zu denen Morricones (Zitat: "Die von Bruno Nicolai stammende Filmmusik ist recht gut und erinnert ein wenig an Morricone.") kommt nicht von ungefähr. Sie arbeiteten was Komposition, das Arrangement, einen Song zum Film oder selbst das Dirigat der Einspielung mit dem Orchester betraf des öfteren eng zusammen, ohne daß stets beide Erwähnung auf dem Filmplakat fanden. Z.B. in "Der Gehetzte der Sierra Madre" (1966), "El Mercenario - Der Gefürchtete" (1968), "Die gefürchteten Zwei" (1968), "Lauf um dein Leben" (1968), sowie auch außerhalb des Italo-Genres, wie z.B. in "Toll trieben es die alten Germanen" (1972) um nur einige wenige zu nennen. Meist findet lediglich der "eigentliche" Komponist auf dem Filmcover Erwähnung. Lediglich in den Filmkredits wird die nicht ganz unwichtige Arbeit des anderen, meist kleiner gedruckt unter dem Komponisten oder eine Texttafel später berücksichtigt.

Daß sie sich, auch wenn sie unabhängig von einander arbeiteten (wie im vorliegenden Fall) stilistisch annäherten ist verständlich. Niemand vermag über Jahre hinweg mit jemandem immer wieder zusammen zu arbeiten, dessen Werk er weder schätzt noch versteht, geschweige den nicht von ihm profitieren würde. Von der menschlichen Ebene einmal ganz abgesehen.

Kompliment, daß Ihnen das aufgefallen ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.08.2009, 11:15:25 GMT+2
Chaldroi meint:
@Byron
Danke für den ergänzenden Kommentar!
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