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Kundenrezension

am 25. Februar 2013
Ende September 1942 werden Überlebende des Afrikafeldzugs nach Stalingrad verlagert: Leutnant Hans von Wetzland, Obergefreiter Fritz Reiser, Unteroffizier Manfred Rohleder, genannt „Rollo”, und Oberleutnant Wulff, genannt „Lupo”, der allerdings schon im Rollstuhl sitzt. Rollo beschreibt die Stimmung: „lumpige Stadt, das machen wir in drei Tagen, und dann hauen wir uns auf die Krim. Da gibt's Tartarenmärchen ...”. Einzig Hans von Wetzland passt nicht in die Landseridylle: er hat politische und humanitäre Bedenken. Hans wird zum Prototyp der sauberen Wehrmacht. Hauptmann Musk lobt ihn als Meisterschützen: „Er hatte sicher und schnell getötet. Seine Opfer hatten nicht gelitten.” Denn die deutsche Wehrmacht führt den Kampf tapfer und ehrenvoll, im Gegensatz zu den Russen. Doch Wetzland erkennt bald, dass seine Ideale an der Front nichts gelten. Die Schlacht um Stalingrad macht aus allen Schlächter. So toben sich die Deutschen – getrieben vom Gröfaz und der eigenen Hybris – in die Agonie.
Manche Szenen erzählt der Autor grossartig, ob sie glaubwürdig sind (Fritz rebelliert gegen das Scheusal von Vorgesetzten Haller), ist fraglich. Am plausibelsten sind die Episoden, in den der Irrsinn des Kriegs zutage tritt, so wenn Hans, Fritz, Rollo und Gross einen Weg freischaufeln, der sofort wieder zugeweht wird und den eh niemand benutzt. Da kommt Stalingrad an Joseph Heller: "Catch-22" heran. Grossartig gelang dem Autor auch das Erschießungskommando der Wehrmacht.
Der Erzähler im Roman kann sich der Idee der sauberen Wehrmacht nicht ganz entziehen. Das Morden an der Front sieht er als harte und unerbittliche Auslese. Manches gerät zu pathetisch und theatralisch.
Die nahezu 500 Seiten bestehen aus Gefechtsbeschreibungen, Psychologie in der Truppenhierarchie und im Innenleben der Protagonisten. Das ist zeitweise ergreifend, wirkt mit der Zeit aber eintönig. Da hätte ein Perspektivenwechsel mit der Heimat (dreitägige Staatstrauer nach dem Fiasko in Stalingrad), dem Oberkommando, den Russen oder Allierten aufgelockert.
Kann ein Nachgeborener authentisch über Stalingrad schreiben? Man entscheide selbst, mir kam es oft aus heutigem Blickwinkel geschrieben vor. Ich war aber selbst auch nicht dabei.
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