Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle MusicUnlimitedMikeSinger BundesligaLive wint17

Kundenrezension

am 17. November 2010
Als Fan der Urklassiker (mit Teil eins und zwei bin ich quasi aufgewachsen) bin ich angesichts der neuen Reihe von Telltale Games etwas ambivalent. Einerseits bin ich froh, dass es endlich eine halbwegs würdige Fortsetzung gibt, andererseits passt die Episodenform für meinen Geschmack nicht ideal zu Monkey Island.

Bislang hatte ich bei Telltale den Eindruck: je mehr eine Spielvorlage Humor und Wortwitz zulässt, desto kreativer und ausgefallener die Umsetzung. Die passablen Episoden rund um das trockene "Wallace & Gromit" waren aus meiner Sicht z.B. nie wirklich gut, das Duo von "Sam & Max" explodierte hingegen oft vor Witz und Ideen. "Tales of Monkey Island" siedle ich dazwischen an und deutlich näher am tierischen Ermittlerteam.

In Summe finde ich die witzigen "Tales of Monkey Island" recht gut, wobei das Niveau der einzelnen Episoden schwankt. Auch weil der Anspruch an "Monkey Island" angesichts früherer Klassiker hoch ist, waren zum Teil gespaltene Reviews in der Fachpresse die logische Konsequenz (die meisten Wertungen lagen zwischen 70 und 81% - was meine Einschätzung trifft). Durch das Episodenformat wirkt die Handlung manchmal zerhackt. Ein gemeinsamer Bogen spannt sich nur langsam ums bunte Treiben. Trotzdem bleibt die Story interessant und profitiert von Humor und witzigen Rätseln.

Die Entwickler scheuen sich nicht, altvertraute Figuren quasi mal so zwischendurch "nett" zu "verstümmeln". Stück für Stück passt Telltale "Monkey Island" an sich an und macht es sich zueigen - und nicht umgekehrt. Das geht zwangsläufig mit einer Entfernung von der Urvorlage einher. Ob das positiv oder negativ ist, wird jeder für sich entscheiden. Desweiteren mögen dramaturgische Cliffhanger und andere serientypische Stilmittel zum Weiterspielen motivieren, sie entsprechen aber nicht dem Geist der Originale. Um "Tales of Monkey Island" zu mögen, muss man auch in der Lage gravierende Änderungen zu akzeptieren. Das betrifft auch Optik und Steuerung.

Ich persönlich mag die Grafik, wobei sich über den Telltales-Stil streiten lässt - wie darüber, inwieweit die Figuren (v.a. Guybrush) dem Orginal gerecht werden (sofern einem eine solche Diskussion nicht zu dämlich ist). Ich denke, die zentralen Charaktere wirken sympathisch, auch dank der Synchronisation. Selbst die deutsche Übersetzung sitzt halbwegs gut und reicht nahe ans tolle englische Original heran. Neben der Sprachausgabe, kann auch die musikalische Untermalung überzeugen! Die Macher scheinen wie immer bemüht, die Systemanforderungen klein zu halten (wohl damit die Zielgruppe maximal groß bleibt). Schon mit 1,6Ghz und 1GB Ram ist man dabei (und was die Grafikkarte angeht, dürften 64Mb reichen).

Die Spieldauer der einzelnen Episoden liegt wohl zwischen zwei und vier Stunden, wobei der Schwierigkeitsgrad zwischen leicht und Durchschnitt pendelt. Jede Episode beginnt mit einer einfachen Eingewöhnungsaufgabe - für Leute, die zwischen den Episoden mehrere Wochen warten musste, ist so eine Aufwärmübung wahrscheinlich keine schlechte Sache, um zurück in die Story zu finden - als All-In-One Spiel ist es nicht immer ideal. Telltale versucht zumindest das Haupträtsel jeder Episode abwechslungsreich und kreativ zu gestalten. Das gelingt nicht schlecht, so innovativ wie bei manchen "Sam & Max" Episoden wird es lange nicht. Die Steuerung ist typisch Telltale - für PC Abenteurer kann die konsolenartige Spielweise anfangs gewöhnungsbedürftig sein (sofern man die bisherigen Spiele nicht kennt), doch mit etwas Übung ist auch das keine Hürde.

Fazit: Es gibt an diesem witzig gelungenen Episodenabenteuer eigentlich nichts, was ich mies fand, aber ebenso wenig gab es viel, was mich total völlig begeistert hätte. Die Reihe bewegt sich auf recht gutem Niveau. Nur kann sie der Urtrilogie nicht das Wasser reichen - den vierten Teil schnupft es aber mit Links. Macht dennoch Lust auf mehr (auch zumal von Lucas Arts ja leider nichts Neues zu erwarten ist.
44 Kommentare| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden| Permalink
Was ist das?

Was sind Produktlinks?

Im Text Ihrer Bewertung können Sie mit einem Link direkt zu einem beliebigen auf Amazon.com angebotenen Produkt leiten. Befolgen Sie diese Schritte, um einen Produktlink einzufügen:
1. Das Produkt, zu dem der Link führen soll, auf Amazon.com suchen
2. Internetadresse des Produkts kopieren
3. Klicken Produktlink einfügen
4. Die Internetadresse in das Kästchen einfügen
5. Klicken Auswählen
6. Wenn Sie den angezeigten Artikel auswählen, erscheint ein Text wie dieser: [[ASIN:014312854XHamlet (The Pelican Shakespeare)]]
7. Sobald Ihre Bewertung auf Amazon.com erscheint, wird dieser Text in einen solchen Hyperlink umgewandelt:Hamlet (The Pelican Shakespeare)

Ihre Bewertung ist auf 10 Produktlinks beschränkt, und der Linktext darf maximal 256 Zeichen betragen.