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Kundenrezension

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mord und Revolution made in 1781!!, 6. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Räuber (Taschenbuch)
Mannheim 1782: man freut sich auf einen entspannten Theaterabend. "Die Räuber" soll gespielt werden, ein Stück des noch relativ unbekannten Friedrich Schiller. Und dann das!! Damen gesetzteren Alters schwinden die Sinne, würdevolle Herren springen ob des Geschehens auf der Bühne auf und tun lautstark ihren Unmut kund. Was ist passiert, was hat diesen Aufruhr verursacht?

Schon Akt 1, Szene 1 lässt den Zuschauern kalte Schauer des Unglaubens über den Rücken laufen. Franz, jüngster Sohn des Graf von Moor, schmettert sein Motto "Frisch also! mutig ans Werk! - Ich will alles um mich her/ausrotten, was mich einschränkt, dass ich nicht Herr bin./Herr muss ich sein, dass ich das mit Gewalt ertrotze,/wozu mir die Liebenswürdigleit gebricht." So einen krass formulierten Ahteismus a la Machiavelli kannte man bisher nur aus Werken wie "Richard III" oder "King Lear" von Shakespeare. Aber von einem Deutschen? Niemals.

Und auch der ältere Bruder von Franz, der hinterlistig betrogene Karl, lässt sich nicht viel besser an. Da schimpft er über das "tintenklecksende Saekulum" und das "Kastratenjahrhundert" und vollkündet dann doch tatsächlich "Stelle mich vor ein Heer Kerls wie ich, und aus Deutsch/land soll eine Republik werden" (Akt 1, Szene 2). Das kam ja Hochverrat gleich, ein direkter Angriff auf die gottgewollte Obrigkeit.
Und das ist erst der Anfang. Noch in derselben Szene ruft Karl: "Mein Geist dürstet nach Taten, mein Atem nach Freiheit". Und in Akt 2, Szene 3 fügt er hinzu "Ich fühle eine Armee in meiner Faust - Tod oder Freiheit!" Auch dies ein Affront. Eigene Ambitionen waren in einer Ordnung mit einem direkt von Gott eingesetzten absoluten Monarchen tabu. Jeder hatte seine von Geburt an festgelegte Stellung in der Gesellschaft, die er nicht zu verlassen hatte.

Die Taten der Räuberbande, deren Hauptmann, Karl ist, führten der Gesellschaft ihre schlimmsten Albträume vor Augen: Brennende Städte, ermordete Frauen und Kinder und sogar vergewaltigte Nonnen! Ungeheheurlich! Da nutzte es auch wenig, dass gegen Ende des Stückes alles wieder so halbwegs in die gewohnten Bahnen der gottgewollten Ordnung zurückkehrte. Viele waren entweder gar nicht mehr im Theater oder einfach noch zu schockiert von dem eben Gesehenen.

"Die Räuber", eines der Gründungswerke der Sturm und Drang Zeit, hat auch in den folgenden Jahrhunderten nichts von seiner Sprengkraft verloren. Im Vorfeld der Revolution von 1848 war es Lieblingslektüre vieler nach Freiheit strebender National- und Verfassungsstaatler. Und noch 120 Jahre später zitierten die rebellierenden Studenten die "Armee in [ihrer] Faust".

Fazit: die Vokabel "unvergänglich" wird des öfteren im Zusammenhang mit literarischen Werken genannt. "Die Räuber" fällt auf jeden Fall unter diese Kategorie!
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