Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Inspiration Shop Learn More Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Priest schaffen den Durchbruch, 8. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sin After Sin (Audio CD)
... und haben mit Sin After Sin 1977 direkt nach dem epischen Vorgänger "Sad Wings Of Destiny" einen weiteren Zenith ihres frühen Schaffens erreicht. Produziert wurde das Album vom ehemaligen (und jetzt wieder) Deep Purple / Rainbow-Bassisten Roger Glover und im Vergleich zu den anderen Priest Alben aus den 70er halte ich Sin After Sin für die Scheibe mit dem besten Sound. Stellenweise ist überlappen sich so viele Gesangs-/Gitarren- und auch Schlagzeugspuren, dass sich Assoziationen zu frühen Queen aufdrängen. Session Schlagzeuger Simon Philipps liefert hier das filigranste Drumming ab, was man auf einer Priest Scheibe finden kann. Rhythmisch dominierte in den 80ern da ja eher der Autopilot unter Dave Holland. Philipps aber versteht es, hier viele interessante rhythmische Akzente zu setzen, ohne die Songs zu zerfahren wirken zu lassen.

Eine Einzelbewertung der Songs spare ich mir an dieser Stelle mal, aber hervorzuheben sind ausgerechnet die Songs, die von Priest danach so gut wie nie live gespielt wurden. Let Us Prey / Call Of The Priest hätte zumindest beim Intro durchaus Platz auf "A Night At The Opera" von Queen gefunden, wandelt sich danach aber in eine interessante Speed-Metal Hymne mit herrlichen Gitarrenduellen und einem Double-Bassgewitter ähnlich wie bei Kill The King von Rainbow etwa zur gleichen Zeit. Für mich eines der Highlights des Albums neben den üblichen Verdächtigen "Sinner" oder "Diamonds And Rust" oder "Starbreaker". Die düstere und sehr schaurige Ballade "Here Comes The Tears" knüpft an "Drem Deciever" vom Vorgängeralbum an und bildet eine Brücke zum legendären "Beyond The Realms Of Death" vom Nachfolgeralbum Stained Class. Hier ist es das ausserordentlich extatisch kulminierende Gitarrenspiel und die sehr dramatisch düstere Grundstimmung, die den Song so interessant machen und durchaus das vorweg nehmen, was Queensryche später in den 80ern so erfolgreich gemacht haben. Metal mit Gefühl, ohne kitschig zu sein. Auch der brachiale Klopper "Dissident Agressor", der wohl härteste und brutalste Judas Priest Song der 70er sticht hervor, dessen Brutalität im Rhythmus und im Riffing begründet liegt, dennoch aber durch raffinierte Melodieführungen zu überzeugen weiss. Nicht umsonst wurde dieser Song später auch von Slayer gecovert.

Als Bonustrack aus der damaligen Schaffenszeit überzeugt mich "Race With The Devil" sehr, da er mit einem Paukenschlag beginnt, unbekümmert drauf los rockt und durch schöne und einprägsame Melodiebögen besticht. Aufgenommen wurde er während der Stained Class Sessions und wäre auf dem Album nicht negativ aufgefallen.

Alles in Allem fällt es mir sehr schwer, mich festzulegen, welche Priest Scheibe aus den 70ern ich vorziehe. Mal ist es Stained Class, mal ist es Sin After Sin, mal Sad Wings Of Destiny. Allen drei Alben ist gemein, dass sie mit S anfangen und kompositorisch Priest auf dem absoluten Höhepunkt ihres Schaffens zeigen. Später in den 80ern waren mir ihre SOngs oft zu simpel, zu plakativ und zu sehr auf die Gitarren fixiert, während es kaum ins Gewicht gefallen wäre, Schlagzeuger Dave Holland und Bassist Ian Hill durch einen Drumcomputer zu ersetzen. In den 70ern klingen Priest noch organisch, nachvollziehbar und nicht so extrem überproduziert. Härte ist eben auch im Metal nicht Alles. Gute Songs muss man schreiben können und Priest verstanden sich auf diese Tugend in den 70ern sehr. Kleine Rock-Opern, die nicht prätentiös wirken und dennoch eine dezent progressive Schlagseite aufweisen, die sie mit Härte gekonnt verknüpfen.

Sin After Sin lässt sich als eine der wenigen Priest Alben nicht nur bei Tempo 180 auf der Autobahn oder beim Grillen im Garten mit Bier geniessen, sondern auch mit Kopfhörern am Abend und man entdeckt viele faszinierende Details, was sicher auch der Produktion von Glover geschuldet ist.

Volle Kaufempfehlung
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]

Kommentare

Kommentare per E-Mail verfolgen

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.05.2014 20:02:29 GMT+02:00
Carsten Braun meint:
Bravo! Hervorragend geschrieben & ich stimme inhaltlich vollkommen zu: in den 70ern waren Priest und Metal/Hardrock allgemein noch nicht an irgendwelchen Schemata orientiert wie ab den 80ern. Sehr treffend auch der Vergleich mit Rainbow. Nicht nur zeitlich liegt "Sin…" genau zwischen "Rising" und "Long live…". Hätte sich keine der beiden Bands danach "weiterentwickelt" - ich hätte mich nicht beschwert ;-)
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Top-Rezensenten Rang: 95.729