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Kundenrezension

95 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atemloser Survival-Trip, 30. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Grey - Unter Wölfen [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin ja immer wieder verwundert, wie einige Filme sehen und bewerten, und auch "The Grey - Unter Wölfen" kommt meiner Meinung nach mit gerademal 3 Sternen im Schnitt hier deutlich zu schlecht weg. Wieso manche hier gar mit einer 1-Sternebewertung aufwarten, erschließt sich mir überhaupt nicht, ist für mich zudem völlig unverständlich und entspricht in keinstem, dem was ich gesehen hab.
Und das war ein absolut stimmungsvoller und sehr spannender Ausflug in die Wildnis von Alaska, dazu ein rau in Szene gesetztes, geradliniges Survival-Drama mit Horror-Touch und dezenter philosophischer Note. Darüberhinaus einen Liam Neeson in der Hauptrolle, der mich als tougher Action-Held, aber auch als echter Charakterdarsteller, wieder mal komplett überzeugt hat und keineswegs, wie ich es hier auch schon las, enttäuscht.
Kurz den Inhalt wiedergegeben, geht es in "The Grey", um den Biologen John Ottway (Liam Neeson), der nach dem Tod seiner Frau psychisch schwer gebrochen ist und den eigentlich nur sein Job als Jäger im Dienste einer Ölraffiniere in der eisigen Einöde Alaskas noch am Leben hält. Als er dann zusammen mit einer Gruppe von Kollegen mitten in die Schnee-Hölle von Alaska abstürzt, beginnt sein Kampf ums nackte Überleben mit eigentlich keinerlei Aussicht auf Rettung, wo sie dann auch noch ohne Proviant und bei klirrender Kälte einem hungrigen Wolfsrudel ausgesetzt sind.
Klar kann bei der Inszinierung jetzt auch Kritik üben, da wäre ich der letzte, der das nicht akzeptiert, und natürlich gibt es, wie in fast jedem Film, auch hier einige Logiklöcher und auch die CGI-Wölfe fand dich nicht immer sauber getrickst, aber im großen und ganzen erlebt man in diesem Film einen Kampf Mensch gegen Natur im eisigen Nichts von Alaska, der dieses Feeling hervorragend ins warme Wohnzimmer transportiert. Dieses Gefühl hatte auf jeden Fall ich, die auswegslose Situation der Protagonisten sowie die bittere Kälte, verursachten zumindest bei mir immer wieder beklemmende Gefühle, die wieder und wieder prägnanten und blutigen Attacken der Wölfe dann dazu passend den lupenreinen Nervenkitzel. Dabei fand ich die Kameraführung, die ich hier auch schon schwach und als Handykamera las, im Gegenteil stark, wobei sie auch, meiner Meinung nach, bewußt unruhig und wirbelnd einen Zustand der Orientierungslosigkeit auslösen soll, um das Szenario auch auf mich als Zuschauer zu übertragen, was bei mir zumindest wunderbar funktioniert hat.
Ebenso beeindruckend fand ich dann auch zu beobachten, wie echte Männer sukzessive vom Alphatier zum Betamännchen zusammenschrumpfen und nur noch zum Spielball der Natur degradiert werden. Ab dann herrschte bei mir wirklich nur noch Ehrfurcht, die sich aus der Ambivalenz der Natur speiste, in der Schönheit und Schrecken Hand in Hand gehen, denn die atemberaubenden fotographierten Landschaften werden hier zur eindrucksvollen Kulisse des Sterbens.
Zu der Charakterisierung der Wölfe will ich jetzt noch ein Wort verlieren, da man ihre Darstellung als unerbittliche Jäger, wie ich finde, gar nicht so überwerten sollte, denn mit den eigentlichen Verhaltensweisen von Wölfen in der Natur, hat der Film eigentlich wenig am Hut (im übrigen porträtiert ja auch "Der weiße Hai" nicht die wahre Natur von Haien), es geht dann doch hauptsächlich darum, eine stets präsente, förmlich greifbare und dennoch immer auch dämonisch unnahbare Bedrohung aufzubauen, die die Gruppendynamik und den Story-Fortgang mächtig anheizt.
Das fand ich dann auch wirklich gut gelungen, der Adrenalinpegel stieg bei mir ab dem furchterregenden Flugzeugabsturz immer weiter und beständig an.
Und auch Liam Neeson als unkaputtbare Überlebensmaschine war für mich, wie schon so oft in vielen seiner großartigen Rollen (Schindlers Liste, 96 Hours etc.) eine Offenbarung und entwickelt sich im Laufe des Films wunderbar vom depressiven Zeitgenossen zum furchtlosen Anführer und sein Überlebenskampf entwickelt sich mehr und mehr zur großen Entscheidungsfrage, ob der emotionalen Genesung bei Überleben dieser Hölle.
Bei der Umsetzung auf Blu-ray, die eigentlich recht ordentlich ausgefallen ist, will ich vorallem die hervorragende Soundkulisse hervorheben, die die bedrohliche Stimmung akkustisch absolut erfahrbar macht und eine sehr starke Signalortung bietet. Das Bild kann da zwar nicht ganz mithalten, bringt aber eigentlich dennoch die raue Qualität des Inhalts technisch und ästhetisch sehr stringend rüber, und das hauptsächlich mit kalten Farben und ständig präsentem Korn.
Bei den Extras, das geb ich zu, hätte ich mir dagegen eine etwas liebevollere Gestaltung gewünscht, allerdings trübt es meinen sehr guten Gesamteindruck der Scheibe nicht sonderlich.
Schlußendlich empfehl ich auf jeden Fall jedem selber sich ein Bild von "The Grey" zu machen und sich auch erst gar nicht von den hier sehr schwachen Bewertungen beeinflussen zu lassen. Denn wenn man sich auf diesen spannenden Survival-Trip ins ewige Eis von Alaska einläßt und ohne Vorurteile an den Film herangeht, wird man auch auf keinen Fall enttäuscht.
Und eines ist nach Ansehen auch gewiß: Man wird auf jeden Fall froh gewesen sein, daheim im warmen Wohnzimmer gesessen zu haben !
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.01.2013, 20:02:23 GMT+1
Aerin meint:
Super Kommentar, damit kann man was mit anfangen. Danke!

Veröffentlicht am 22.05.2013, 17:25:21 GMT+2
Mr. Blonde meint:
Tolle Kritik, sehr gut begründet und nicht so hingerotzt, wie so manche 1-Stern-Bewertung.

Ein kleiner Verbesserungsvorschlag: Du meinst CGI und nicht GSI-Wölfe. ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.05.2013, 23:56:07 GMT+2
Danke für den Hinweis, war ein Fehler meinerseits, der mir gar nicht aufgefallen war. Werde es natürlich gleich korrigieren. An ihrem Beispiel sieht man aber wenigstens, das es noch Leute gibt, die auch drauf achten, was sie lesen, und nicht einfach überfliegen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.05.2013, 14:31:37 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 23.05.2013, 14:36:59 GMT+2
Mr. Blonde meint:
Gerngeschehen. Und an Ihrer Filmkritik sieht man, dass es noch Leute gibt, die nicht nach zehn Minuten dichtmachen, wenn in einem Film nicht ständig irgendwas explodiert.

Ich sehe das komplett wie Sie. Der Streifen ist ein, in der Zeichnung der Wölfe als bloße Todesengel, unrealistischer, aber sehr atmosphärischer und auch auf eine furchtbare Weise wunderschöner Film. Wie Sie ja bereits angesprochen haben, hat der Film nicht nur einen leichten, philosophischen Einschlag, sondern auch poetische Qualitäten. Das alles macht die Mischung perfekt. Es hätte ja auch "nur" ein einfacher Survival-Film werden können, stattdessen steckt aber so viel mehr in "The Grey" und ich finde es sehr schade, dass viele zu hart mit dem Film ins Gericht gehen, nur, weil es sich dabei um einen Film handelt, der die üblichen Sehgewohnheiten auf die Probe stellt.

Die stärkste Szene ist meiner Meinung nach der Moment, als Ottway Gott anschreit, er solle sich seinen Glauben verdienen und dieser ihn nicht erhört. Das zeigt eigentlich perfekt auf, wie verzweifelt manche Menschen sein können. Ottway, der eigentlich weniger der gläubige Mensch ist, will einfach alle Register gezogen haben und kommt glücklicherweise ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. "God's away on Business" würde Tom Waits sagen. :)

Wo viele den "schlechtesten Film aller Zeiten" gesehen haben wollen, kann ich nicht zu einem Prozent nachvollziehen. Es spricht eher gegen die Rezensenten, als gegen den Film, wenn man etwas mit Worthülsen wie "langweilig" oder "unrealistisch" abstraft. Naja, jedem das seine, aber ohne mich! Ich sehe auch, dass Sie Filme wie "Drive" und "7 Psychos" ebenfalls gut finden, dass erklärt ja einiges. Wer sowas wie "Drive" mag, kann auch "The Grey" ins Herz schließen. Tja, und "Cabin in the Woods" ist für mich schlichtweg die beste Horrorhommage- und Parodie seit vielen Jahren. Also, Daumen hoch. ;)

Die Blu-ray habe ich vor wenigen Tagen für schlanke 7 Euro in einem Elektromarkt mitgenommen, freue mich schon sehr, den Film zum nunmehr dritten Mal zu sehen.

Veröffentlicht am 11.06.2014, 12:18:34 GMT+2
J.Grünhagen meint:
Dieser Rezension ist nichts hinzu zu fügen.
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