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Kundenrezension

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erzählerisch schwach, aber ungemein atmosphärisch !, 19. April 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Risen (Computerspiel)
In gut einer Woche dürfen wir "Risen"-Fans uns freuen, denn dann steht mit "Risen 2 : Dark Waters" der zweite Teil des neuen Rollenspiel-Franchises des beliebten deutschen Entwicklers "Piranha Bytes" endlich in den Startlöchern und es darf fröhlich drauflos gezockt werden.
Grund genug, um den Vorgängertitel von 2009 noch einmal hervorzuholen und von Neuem ein Abenteuer zu erleben.

Doch wie sieht es mit dem Vorgänger aus ?
Hat dieser überhaupt einen Nachfolger verdient oder war Teil 1 dermaßen gut, das ein Teil 2 nie an die Klasse des Vorgängers heranreichen würde ?

Nun, die Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen, denn "Risen" ist vor allem eins, nämlich ziemlich altmodisch :

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Klassischer geht's nicht mehr
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Da sind wir nun ! Schiffbrüchig, ohne Geld, Waffen, Nahrung ! Aber wo sind wir überhaupt ? Die Antwort lautet Faranga. Diese kleine, aber feine Insel stellt die Spielwelt von "Risen" dar und wird prompt auch schon fast zum Grab unseres Helden, denn zusammen mit einer weiteren blinden Passagierin, die das Schiffunglück ebenfalls überlebt hat, machen wir uns auf die Suche nach Zivilisation.

Die ersten Schritte sind zwar keinesfalls neu, aber machen dennoch Spaß.
Die ersten Kämpfe dagegen sind aber knackig und bieten ordentlich Frustpotenzial, was aber an dem eher mauen Kampfsystem für Nahkämpfer liegt, dass einfach nicht für Kämpfe gegen mehrere Gegner gleichzeitig ausgelegt wurde.
Dazu gesellen sich verwaschene Texturen, hackelige Animationen und eine stellenweise schlechte Performance.
Schade, aber trotzdem wirkt die Grafik in sich stimmig und vor allem atmosphärisch.

Bald darauf finden sich auch die ersten Anzeichen von Zivilisation und man darf sich entscheiden, wen man sich denn anschließen möchte :
Kristallfestung/Inquisition, Banditenlager oder besuche ich erst die Hafenstadt !

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Ja wohin denn nun ?
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Je nachdem für welche Option man sich entscheidet, ändert sich der weitere Spielverlauf grundlegend.
Wer sich für das Banditenlager entscheidet und sich im Banditenlager - nebenbei bemerkt liegt dieses im Sumpf - einen Namen macht, der wird zum starken Nahkämpfer mit dem Schwert, der Axt oder einer Kombination aus Schild und Schwert.

Hat man die ersten einfachen Quests im Lager erledigt steigt nicht nur der Ruf bei den Banditen, sondern auch der erste Levelaufstieg lässt nicht lange auf sich warten. Dabei erhählt der Spieler 10 Lernpunkte, die er bei verschiedenen Lehrern in der Spielwelt zusammen mit Gold in hilfreiche Talente verwandeln darf.
So gibt es z.B. für 5 Lernpunkte die ersten 3 Stufen für Schwert- oder Axtkampf.

Entscheidet man sich für die Kristallfestung bzw. die Inquisition investiert man zu anfangs erst in den Stabkampf.
Wer Eifer mitbringt und sich als treu erweist, der kann sogar zum Magier ausgebildet werden.
Dort darf man dann zwei Arten der Magie wirken : Die kampforientierte Kristallmagie und die taktisch ausgelegte Runenmagie, die auch bei diversen Rätseln wichtig ist.
Auch Nahkämpfer dürfen diese Runenmagie benutzen allerdings nur als Schriftrollen, die nach einmaligen Gebrauch verschwinden.
Ist der Vorrat an Schriftrollen aufgebraucht kann man diese mit einem speziellem Talent, einem Runentisch und speziellen Zutaten nachfertigen.

Man hat ebenfalls die Möglichkeit zuerst der Hafenstadt - die größte und einzige Siedlung der Insel - einen Besuch abzustatten.
Wer sich dafür allerdings entscheidet, darf aber erst heraus, wenn er sich für eine der beiden Seiten entschieden hat, denn auf Verordnung des Inquisitors (mit dessen Schiff wir hier gelandet sind) müssen alle Bewohner der Insel in der Hafenstadt bleiben zu ihrer eigenen Sicherheit.

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Der Weg zum Held
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Die Grundausbildung der beiden Parteien Inquisition und Banditen teilt sich in folgende zwei Bereiche : allgemeine Ausbildung vor Ort und ein Besuch der Hafenstadt.
In welcher Reihenfolge man diese beiden Abschnitte erledigt ist einem selber überlassen.
Fest steht jedenfalls, dass es danach endlich richtig zur Sache geht !

Nach der Ausbildung darf man nämlich als "Schützling" des Inquisitors, der uns für seine eigenen Pläne benötigt, die Insel querbeetein erkunden.
Truhen, Monster, Quests und das alles in solider bis hoher Qualität.
Die Spielwelt von Risen wirkt einfach lebendig und wunderschön !
So schön, dass man den Faden der recht dünnen Handlung locker verliert und lieber die komplette Insel abgrast, während man nebenbei ordentliche Aufträge erledigt.
So z.B. dürfen wir erfahren, was es mit dem Gyrger auf sich hat und man darf das Geheimnis der 6, auf Faranga verstreuten, Burgherren lösen.
Generell sind die Quests in Risen klassisch, aber mit einer eigenen Note.
Selten weichen die Entwickler nämlich vom Schema F ab (Töte das!, bringe das ! usw.) wissen aber durch originelle Storys und einige Rätseleinlagen Langeweile zu vermeiden.
Zudem darf man einige Quests mit Partnern bestreiten.

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Wo ist die Spannung ?
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Allerdings trifft das nicht wirklich auf die Story/Hauptquest zu, da diese einfach nicht fesselt.
Die Geschichte rund um die Bedrohung durch die Titanen und das alte Echsenvolk ist einfach viel zu fade inszeniert. Keine Zwischensequenzen, keine epischen Kämpfe, keine abwechslungsreichen Quests.
Schlicht und ergreifend nur ellenlange Dialoge, frustrierende Kämpfe gegen viel zu starke Gegner und ständige Such- und Kämpfquests.

Vor allem gegen Ende verwandelt sich "Risen" in eine wahres Schnetzelmonster, das uns von einer Ruine sprich Dungeon in das Nächste führt.
Zwar bauen die Entwickler immer wieder nette Hebelrätsel ein und verstecken einige Easter Eggs, die gefunden werden wollen, aber auch diese Zwischenschübe werden zu oft und zu platt wiederholt, als dass sie der lahmen Artefaktsucherei auch nur einen Funken Spannung entlocken könnten.

Die Charaktere helfen hier ebenfalls nicht wirklich weiter, denn außer Patty, Kapitän Romanov und Stadthalter Carlos baut man zu nahezu keinem NPC Sympathie auf, selbst der ach so schreckliche Inquisitor bleibt für viele Spielstunden allzu sehr im Hintergrund.

Zudem macht sich gegen Ende auch schlechtes Balancing bemerkbar, denn während der magieferne Bandit fast keine Chance gegen die überstarken Echsen hat und mit drei Schlägen zu Grunde geht hat der Magier allzu leichtes Spiel.
Dieser wirft nämlich einfach nur einen Feuerball und verwandelt die Gegner in brennende Asche oder friert diese ein, je nach Wahl des Kristalls.
Ein derartiges Ungleichgewicht wirkt sich extrem störend auf den Frustgehalt der Spieler aus und dürfte einigen sauer aufstoßen, die den Weg des reinen Nahkämpfers gewählt haben.

Doch die größte Enttäuschung ist der Endboss !
Als einfaches Minispiel überzeugt der letzte Kampf aufgrund eines lachhaften Titans und eines gähnend langweiligen Spielprinzips nicht wirklich. Gerade Magier dürften jetzt stöhnen, denn all die hart erlernten Talente werden nun nicht mehr benötigt.
Einzig und allein eine massive Rüstung und eine Titanenaxt reichen nun aus.

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Fazit
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Auch wenn "Risen" erzählerisch so ziemlich das Schwächste ist was man derzeit in Rollenspielen finden kann und auch wenn viele der Spielmechaniken direkt aus Gothic übernommen worden zu sein scheinen ,so gefällt der Titel vor allem durch seine tolle Spielwelt, dem hohen Entdeckerdrang und einer sich ändernden Spielwelt.
Dem gegenüber steht allerdings auch noch eine schwache Technik, die aber viele nicht stören dürfte, da die Grafik in sich mehr als stimmig ist.

Im Großen und Ganzen ist "Risen" definitiv ein guter Titel, dem es aber noch am Feinschliff fehlt.
Nach den bereits veröffentlichten Infos rund um "Risen 2" scheinen sich die Entwickler aber der Kritik angenommen zu haben und spendieren dem Spiel endlich Zwischensequenzen und eine anspruchsvollere Story.

Wer also nicht direkt in "Risen 2 : Dark Waters" geworfen werden will, oder wer einfach nur ein spielerisch anspruchsvolles Rollenspiel sucht, der ist mit "Risen" bestens bedient.
Fans von "Mass Effect", "Dragon Age" und co. sollten aber einen großen Bogen um den Titel machen !
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