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Kundenrezension

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Viel Rauch um nichts, 23. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Versteckt. Verschollen. Vergraben: Pharaonenschätze, die noch zu finden sind (Taschenbuch)
Ein Buch aus dem parawissenschaftlichen Bereich ist der vorliegende Band, auch wenn der Titel zunächst einmal keine Beziehungen zu den sogenannten Parawissenschaften (die mit Wissenschaft rein gar nichts zu tun haben) vermuten lässt. Es geht dem Autor um Schätze, die im alten Ägypten noch ihrer Entdeckung harren. Gewiss, hier gibt es genug, was den Inhalt eines Buches füllen kann und auch von dem Autor angesprochen wird. Zu nennen ist hier nur die Erforschung des Grabes von Pharao Sethos I. im Tal der Könige. Auch das Grab der Ramses-Söhne KV 5, das vor einigen Jahren von Kent Weeks im Tal der Könige entdeckt wurde, könnte noch für Überraschungen sorgen. So weit, so gut. Wer allerdings das Buch aufmerksam liest, bemerkt schnell, dass der Autor unter der Überschrift "Der Cheops-Skandal" den nicht endenden Spekulationen nachgeht, in der Cheops-Pyramide befänden sich noch unerforschte Kammern. Nun ist das noch kein Grund, das Buch dem parawissenschaftlichen Spektrum zuzuordnen, doch ändert sich das sehr schnell bei der Lektüre des betreffenden Kapitels (S. 45 ff.). Der Autor bekennt sich gleich zu Beginn des betreffenden Kapitels dazu, ein "angeblicher Pyramidenmystiker" zu sein, der sich an der Suche nach geheimen und unerforschten Kammern beteiligt, um dort auf bislang unentdeckte Schätze zu stoßen. Das steht natürlich in einem klaren Widerspruch zu den Aussagen der Ägyptologen, die die Cheops-Pyramide und ihr Umfeld untersucht haben und bislang keine unentdeckten Kammern mit entsprechenden Schätzen nachweisen konnten ' mit einer Ausnahme: 1927 wurde außerhalb der Pyramide von George A. Reisner eine Kammer am Ende eines 20 Meter tiefen Schachtes ausgegraben, in der sich der Schatz der Hetepheres befand; Hetepheres gilt als Mutter von Cheops. In der Cheops-Pyramide selbst gibt es aber ein Kammersystem, das von seinem Grundprinzip her dem anderer Pyramiden entspricht und das nach der Bestattung des Königs vor über 2500 Jahren vermutlich mit Schätzen angefüllt war, die dann aber spätestens in den Wirren der 1. Zwischenzeit nach dem Ende des Alten Reiches von Grabräubern aus der Pyramide gestohlen wurden. Bislang wurde von Seiten der Ägyptologie noch keine Entdeckungen gemacht, die diesem Befund widersprächen. Und hier hakt Stanglmeier ein: Für ihn öffnet die Fahrt des vom Münchner Ingenieur Rudolf Gantenbrink konstruierten Roboters Upuaut 2 im Jahr 1993 die Türe zu bislang unentdeckten Kammern mit geheimnisvollen Schätzen. Damals wurde ein Blockierstein am Ende des Südschachtes der Königinnenkammer entdeckt, und seitdem kursieren in parawissenschaftlichen Kreisen Spekulationen über eine angebliche Geheimkammer hinter diesem Blockierstein. Stanglmeier behauptet nun, diese Entdeckung habe jäh eine Fortsetzung der Mission verhindert, und er liefert unter Berufung auf den in parawissenschaftlichen Kreisen wohlbekannten Autor Luc Bürgin auch gleich die Erklärung dafür (S. 49): schließlich lasse die heutige Lehrmeinung keinen Platz für unbekannte Hohlräume in der Cheops-Pyramide zu. Stanglmeier mag sich zwar wundern, warum Gantenbrink keine weitere Erforschung mehr erlaubt wurde (S. 50), doch hat dieser sich selbst ins Abseits gestellt und durfte daher, wie Millionen anderer auch, nur als Fernsehzuschauer im September 2002 der Öffnung des Blockiersteines durch ein amerikanisches Team beiwohnen. Dahinter befand sich übrigens nichts als das Kernmauerwerk der Pyramide, aber keine Kammer mit Schätzen, ja nicht einmal einem verstaubten Papyrus. Das hindert natürlich Gantenbrink und ihm folgend Stanglmeier nicht an Spekulationen ganz eigener Art (S. 53 ff.): Die Mumie der Hetepheres befand sich nicht in der Kammer, die Reisner 1927 entdeckte. Wo ist sie geblieben? Gantenbrink glaubt, in einer Kammer am Ende des besagten Südschachtes der Königinnenkammer. Dort, wo eindeutig das Kernmauerwerk der Pyramide erkennbar ist, sieht Gantenbrink einen weiteren Blockierstein, und dahinter soll sich die Grabkammer der Königsmutter befinden. Reine Spekulation, denn wer hätte diese Kammer betreten sollen? Der Schacht selbst hatte nur eine Breite und Höhe von 20.5 cm. Da spricht doch sehr viel mehr dafür, dass der Schacht entweder als Seelenkorridor diente (Stadelmann) oder eine bautechnische Funktion hatte (Haase). Übrigens bezeichnet niemand in der Fachwelt den Südschacht als "Gantenbrink-Schacht" (S. 127 f.). Diese Bezeichnung kursiert nur in den Parawissenschaften. Letztlich ist die Tatsache, dass es in der Cheops-Pyramide kein weiteres bislang geheimes Kammersystem gibt, eine Erkenntnis, der sich Parawissenschaftlern auf immer verschließen wird, und so werden wir sicherlich auch weiterhin mit Geschichten über Geheimkammern in der Cheops-Pyramide versorgt werden, denn schließlich darf ein solch gigantisches Bauwerk nicht einem solch profanen Zweck wie der Bestattung eines einzigen Königs gedient haben. Parawissenschaftliche Autoren überbieten sich beinahe bei der Spekulation um Geheimkammern, immer auf der Suche nach den Schätzen, von denen arabische Chronisten des Mittelalters berichten. Nur zwei Fragen können diese Autoren - auch Stanglmeier - nicht beantworten: Wo soll sich eigentlich der Eingang zu diesem Kammersystem befinden? Und warum sollten die altägyptischen Architekten und Baumeister das Können und die Technik ihrer Zeit darauf verwenden, das bekannte Kammersystem anzulegen, nur um eine großangelegte Täuschung vorzunehmen? So hätte man sich beispielsweise die Mühe sparen können, aus einem Granitblock den Sarkophag des Cheops herauszumeißeln und zu bohren. Nur zum Vergleich: Der technologische Aufwand, der beim Bau des Kammersystems und der Pyramide betrieben wurde, entspricht - auf die heutige Zeit übertragen - der Entwicklung des amerikanischen Mondflugprogramms in den sechziger Jahren. Die Informationen, die Stanglmeier in seinem Pyramidenkapitel vermittelt, sind bestenfalls Halbwahrheiten und tragen nichts zur Beantwortung der offenen Fragen bei, die es aus Sicht der Ägyptologen im Blick auf die ägyptischen Pyramiden immer noch gibt. Auffallend ist am gesamten Buch das für parawissenschaftliche Bücher so typische Aufstellen von Behauptungen ohne Quellenangaben: Der geneigte Leser soll es bitteschön glauben, ohne selbst das Behauptete nachzuprüfen. Wer allerdings nach weitergehenden Informationen und Bestätigungen für Stanglmeiers Behauptungen sucht, wird enttäuscht werden.
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