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Kundenrezension

am 7. April 2014
Kann mir das mal einer erklären? In beiden großen Tageszeitungen meiner Heimatregion haben sich die Verfasser darüber beklagt, daß "High Hopes" wieder (?) nicht das erwartete (?) Alterswerk geworden ist. Kommt mal wieder runter, Leute! Ich meine, hat Bruce Springsteen jemals irgendwo geäußert, ein solches machen zu wollen? Und was sind die Merkmale eines "Alterswerks"?
Die Antwort erübrigt sich, weil das 18. Studiowerk vom Boss strenggenommen nicht einen neuen Song, sondern überwiegend Coverversionen und Neuaufnahmen enthält. Der Titelsong "High Hopes" wurde ursprünglich vor 19 Jahren veröffentlicht! Ob der Grund für diesen Release in der Erfüllung des Mega-Deals mit Sony zu suchen ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber es wäre immerhin möglich. Springsteen selbst schreibt in den Linernotes: "This is music I always felt needed to be released." Die Typen, die in den 12 Songs auftauchen, "verdienten eine Heimat und gehört zu werden."
Das sehe ich mittlerweile auch so, doch der Weg dahin war lang. "High Hopes" ist kein Hitalbum, sondern eine Liedersammlung, die erarbeitet werden muß. Songs wie das eigentlich für "The Rising" vorgesehene "Harry's Place", das ein gewisses DIRE STRAITS-Flair besitzt (inklusive Genuschel à la Mark Knopfler, mit dem es Springsteen auf dieser Platte allerdings mächtig übertreibt), "Heaven's Wall" mit seinem Gospelcharakter oder die zurückhaltende, ja zögerliche Erzählung "The Wall" wirken zunächst sehr unscheinbar. Der Kritiker der ZEIT hat mit seiner Schelte also durchaus recht, aber nur an einigen Stellen. Er hat sich viel zu sehr darin gefallen, das Album niederzumachen, nach dem Motto: "Seht her, ich pinkle dem Boss ans Bein!"
Im Grunde alles dummes Geschwätz, denn eines zeigt "High Hopes" ganz klar: Wenn Springsteen und seine Mitmusiker beseelt und voller Inbrunst loslegen, entstehen dabei auch nach 40 Jahren noch Kompositionen bzw. Interpretationen, die einem durch Mark und Bein gehen. Von wegen "Bitte aufhören, Boss!"! Allein wegen "American Skin", dem heimlichen Highlight "Down In The Hole" (noch ein Überbleibsel von "The Rising") und der Rockversion von "The Ghost Of Tom Joad" MUSSTE dieses Album veröffentlicht werden. Bei Letzterem legt Tom Morello (RAGE AGAINST THE MACHINE, AUDIOSLAVE), die treibende Kraft hinter diesem Output, mit einer Intensität los, wie ich sie seit "The Kingdom Of Heaven" von Melissa Etheridge nicht mehr erlebt habe. Vielleicht ist "Drei Soli für die Ewigkeit", wie manche Springsteen-Jünger schwärmen, ein wenig zu hoch gegriffen, aber das Teil ist Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn! Allerdings muß ich dabei, im Gegensatz zu "Kingdom", nicht heulen...
Es ist ganz klar, daß dieses Level nicht über 56 Minuten zu halten ist. Das führt zu einem qualitativen Gefälle, mit dem man erst mal klarkommen muß. Ist man über diesen Punkt hinaus, mag man "High Hopes" nicht mehr missen.
Wer sich dennoch grämt, hier nicht den Mainstream-Springsteen präsentiert zu bekommen, wird sich um so mehr an der Bonus-DVD erfreuen. Diese bietet 66 Minuten des Konzertes im Londoner Olympic Park vom 30.6.2013, und zwar das komplette "Born In The U.S.A."-Klassikerwerk. Der Gig ist für Springsteen-Verhältnisse zwar "nur" gut, aber "Glory Days" und "Dancing In The Dark" zünden immer!
Und wer nun immer noch ein "Alterswerk" will, sollte sich mal "Hunter Of Invisible Game" anhören. Überhaupt: Knorrig, knurrig und knarzig genug ist das Ding, vor allem auf Vinyl.
Smiling-Shark.com
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