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Kundenrezension

am 8. Juni 2010
Inzwischen habe ich fast 10.000 mal den Auslöser der 7D gedrückt, habe also genug Erfahrung mit ihr und meiner älteren 50D, die ich als Zweitgehäuse weiter einsetze. Dieser bewusst ausführliche Bericht wendet sich gezielt an Fans der Naturfotografie, Schwerpunkt Tele- und Makrofotografie, "Action" mit anfliegenden Vögeln etc. Ich fotografiere viel mit einer Nikonianerin zusammen, die neben analogen SLR die Nikon D300 (ohne S) und vergleichbare Objektive benutzt. Deshalb werfe ich gelegentlich einen interssanten Blick ins Nikon-Lager ;-) (ich werde auch niemals meine gute alte, voll mechanische Nikon FM-2 hergeben...).

FOTOGRAFIE: Vergleich zur 50D (und Nikon D300)

In Haptik und Bedienung schlägt die 7D die ansich gute (und trotz fehlendem Spritzwasserschutz echt robuste) 50D. Umsteiger finden sich schnell zurecht. Das entscheidende Plus für kreative Spiegelreflexfotografie ist der größere, helle Sucher, der den vollen Bildausschnitt zeigt; super auch die per LCD einblendbaren Infos. Canon zieht hier endlich mit Nikons D300-Klasse gleich.

Autofokus: Der AF der 7D ist mit 19 Kreuzsensoren wesentlich aufwendiger als bei der 50D. In der Praxis setze ich nun auch den neuen Zonen-AF, gelegentlich sogar den vollautomatischen AF ein. Bei der 50D geht Action eigentlich nur mit manuell angewähltem zentralen AF-Feld. Anders als die 50D kann die 7D auch bewegte Objekte per AI Focus (Auto Intelligence Focus) überraschend gut verfolgen. Allerdings darf man davon keine Wunder erwarten. Bei anfliegenden Vögeln hat man vielleicht doppelt bis dreimal so viel wirklich scharfe Treffer als bei der 50D (da die 7D in solchen Extremsituationen um 2 Bilder/s schneller ballern kann, erhöht das zusätzlich die Erfolgschance). Entscheidend ist nach meiner Erfahrung das Zusammenspiel des AF mit dem Objektiv. An einem szenebekannten Vogelfelsen hatte ich kürzlich überraschend viele Treffer bei Handschüssen mit dem EF 400 mm/5,6, noch zuverlässiger ist die Paarung mit dem kleinen 70-200 mm/4 L IS USM, das aber auch an der 50D gut ist (das neue 70-200 mm/ 2,8er VR II dürfte an der 7D super sein). Die Nikon D300 ist hier - zumindest mit dem Nikkor 300 mm/4 in der aktuellen Version - drastisch langsamer, was meine Nikonianerin echt frustriert hat (wir haben gelegentlich getauscht, es ist frappierend). Nicht umsonst dominiert Canon den Sportbereich. Noch was: Das komplexe AF-System der 7D erfordert Einarbeitung, die sich aber lohnt - vor allem die Verstellbarkeit der AF-Geschwindigkeit ist für Action wichtig. Am besten gleich den Menüpunkt C.Fn III Autofokus/Transport für Schnellzugriff ganz oben in MyMenue speichern.

Bildqualität:

Grundsätzlich macht die 7D wie die 50D schöne, ausgewogen belichtete Bilder (erinnert mich an alte Diazeiten mit Fuji, Kodak & Co.). Bei viel Licht und starken Kontrasten neigen beide Kameras Canon typisch in der Automatik zum leichten Überbelichten. Wer die JPEGs direkt aus der Kamera verwenden will, korrigiert die Blende am besten 1-2 Drittelstufen nach unten. Wer eh RAW nachentwickelt, kann gezielt ausnutzen, dass der Sensor in den hellen Bildpartien enorm viel Information speichert: Durch nachträgliches Runterdrehen der Bildhelligkeit schiebt man diese ins Sichtbare und senkt das Rauschen in den Schattenpartien weiter ab. Die Weißabgleichsprogramme der Canons liefern unter Tageslichtbedingungen zuverlässigere Ergebnisse als bei der Nikon D300, die mit ihren Standardprogrammen zu etwas flauen, blaustichigen Bildern tendiert. Bei Kunstlicht ist die Nikon besser, aber da mache ich einfach einen manuellen Weißabgleich (sofern ich nicht die Warmtonigkeit gezielt nutze).

Pixelwahn? Nein. Mit einem wirklich scharfen Objektiv kann die 7D unglaublich feine Details abbilden, gerade bei Fell- und Federstrukturen (siehe "Objektive"). Sie schlägt hier klar die 50D und auch die Nikon D300, obwohl die Unglaubliches aus ihren 12 Megapixeln rausholt - Respekt! Allerdings genügen viele Objektive dem Auflösungsvermögen der 7D optisch nicht mehr (siehe weiter unten). Bei der 7D drängen sich 18 Millionen Pixel auf einer Fläche, wo bei einer Vollformat-5D Mark II etwa 8 Megapixel sitzen; im Labor erreicht die 7D damit eine optische Auflösung von umgerechnet über 130 Linienpaaren pro mm (siehe z. B. [...] Das liegt im Bereich sehr feinkörniger Diafilme, und das muss ein Objektiv erst mal optisch bringen. Also ein altes Problem (sofern man das so sehen will). Für Naturfotografie wichtig: Mit einem guten Tele und ausreichend Licht bringt die 7D den Vergrößerungsfaktor von 1,6, den ihr kleinerer Sensor verspricht, tatsächlich - zumindest bei ruhenden oder nicht allzu schnell bewegten Objekten (aus 400 mm Brennweite werden so "gefühlte deutlich über 600 mm"). Auch Ausschnittsvergrößerungen sind dann noch drin.

Rauschen: Pixelwahn? Ebenfalls nein. Bis ISO 1600 sind die 50D und die 7D gleich gut, ab 3200 schlägt die 7D tatsächlich die 50D und ist etwa gleich gut wie die Nikon D300. Das neue Sensordesign hat sich gelohnt. Trotzdem ist ist das Rauschen ab ISO 1600 doch schon sehr deutlich. Wer gerne bei wenig Licht fotografiert, sollte in die hier deutlich bessere 5D/II investieren.

Objektive:
Wer sein 7D-Schätzchen optisch mal richtig ausfahren will, setzt ein scharfes Makro an: der Hammer! Die 7D ist definitiv eine überragende Makro-DSLR, im Gegensatz zur Vollformat-Kamera gerät sie auch nicht ganz so schnell in papierdünne Schärfebereiche. Da machen feine Echsenschuppen oder bizarre Insektenhaartrachten echt Spaß! Bei Portraitfotos kann man jede Pore sehen (wenn man Wert drauf legt...). Generell sind für Schärfefans an der 7D gute Festbrennweiten die Objektive der Wahl (schön scharf z. B. ist das Canon EF 50mm/ 1,4/ USM Objektiv, abgeblendet auf mindestes 5,6). Zooms liefern dagegen schöne Fotos, für die aber 10-12 Megapixel gereicht hätten. Mit dem beliebten lichtstarken Standardzoom Canon EF-S 17-55mm/ 2,8/ IS USM Objektiv, bildstabilisiert macht die 7D nur fettere Dateien als die 50D, ohne dass ich auf den Bildern mehr Details erkennen kann. Hier ist die Optik eindeutig der limitierende Faktor. Nur gute Telezooms der optisch unkritischeren 70-200 mm-Klasse kommen dem Detailhunger des 7D-Sensors entgegen.

Teleobjektive: super scharfe Ergebnisse bringt nach meiner Erfahrung die Festbrennweite EF 400 mm/5,6 L USM schon bei Offenblende, außerdem arbeitet der sehr schnelle Ultraschallantrieb dieses Uralt-Teles in Canons Katalog überraschend gut mit AF-System der 7D zusammen. Bei meinem Canon EF 300mm/ 4,0/ L IS USM Objektiv, bildstabilisiert musste ich dagegen feststellen, dass es bei Action an der 7D leider auffallend viele unscharfe Bilder liefert; außerdem sehe ich hier das erste Mal gelegentlich störende Farbsäume (an der 50D nicht). Prima ist das 300er aber auch an der 7D als "Fernmakro". Gerade bei Action arbeitet die 7D mit dem sehr scharfen, angenehm handlichen Telezoom Canon EF 70-200mm 1:4,0L IS USM Objektiv super zusammen. Noch was: unbedingt Autofokus-Justierung der Objektive prüfen, an der 7D musste ich alle meine Teles nachjustieren, damit sie zuverlässig scharfe Ergebnisse liefern.

VIDEO:
Ich fotografiere hauptsächlich, spiele aber natürlich auch mit Video herum. Das HDTV-Potenzial der 7D ist sagenhaft - ebenso die Dateigrößen. In der Praxis muss man allerdings immer manuell fokussieren, was Übung braucht. Bei einem Zoom wählt man am besten die Brennweite vorher und lässt dann tunlichst die Finger vom Zoomring, das gibt zumindest bei Handaufnahmen nur Geruckel. Für diese finde ich die Kombination mit dem leichten und kleinen EF 50 mm/ 1,4 ideal, zumal man mit dem lichtstarken Objektiv hollywoodmäßig mit flacher Schärfentiefe arbeiten kann - toll! Die leichte Telewirkung an der 7D (80 mm Kleinbildäquivalent) kommt der Aufnahme von Menschen entgegen. Bei schwereren Objektiven ist schnell zumindest ein Einbein-Stativ fällig. Die 7D ist halt ergonomisch eine klassische Spiegelreflex und fürs Ansetzen ans Auge und Abdrücken designt. Profis bauen videofähige DSLR deshalb gerne in Schultergestelle ein.

FAZIT:
Wer viel bewegte Objekte, Tele oder Makro fotografiert und dabei maximale Auflösung will, bekommt mit der 7D die derzeit wohl beste APS-DSLR. Wer auf Video verzichten kann und sonst eine sehr gute, robuste Spiegelreflex will, erhält in der Canon-Welt mit der 50D günstig ein zuverlässiges Arbeitspferd. Im Gegensatz zu den Mini-DSLR der EOS XXXD-Reihe bietet sie schon einen Sucher mit Mattscheibe, der dem Auge genau zeigt, wo die Schärfe sitzt und so voll manuelle Fokusarbeit zulässt (also echte, kreative Spiegelreflexfotografie).
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