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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 7. Oktober 2013
Robbie (Paul Brannigan) und ein paar andere Jugendliche / junge Erwachsene aus der Glasgower "Unterschicht" haben eine letzte Chance, durch gemeinnützige Arbeit dem Knast zu entgehen. Am Anfang ist der Film nicht nur sozialkritisch korrekt, sondern erschreckend aktuell, wenn er das videoüberwachte Großbritannien anprangert und die Staatsmacht ausschließlich unsichtbar bleibt oder durch eine Lautsprecherstimme manifest wird, deren Sprecher beobachten kann, wie ein Betrunkener auf die Bahngleise plumpst. Nach und nach nimmt die Staatsmacht Gestalt an, ist durchaus vermittelnd - und des "Altlinken" Ken Loachs Film dennoch ganz auf der Seite seiner (wie sich sich selbst nennen) "Asis", ohne sie zu verklären. Für eine Komödie (es ist eher ein Sozialdrama mit komödiantischen Einschüben) gibt es recht rauhe Szenen; Robbie neigt bei Provokationen zu Gewalt; diese sowie die Gegengewalt ist nicht schön anzusehen. Durch seine Partner- und Vaterschaft und einen engagierten Betreuer hat er jedoch eine echte Chance. Und - da ist Loach dann erstaunlicherweise doch Vertreter des Leistungsgesellschaftsdenkens, nach dem jeder eine individuelle Fähigkeit hat, die es nur zu nutzen gilt - ihm wird eine neue Begabung offenbar. Das Schmecken (nicht im Sinne von Saufen, sondern von Erkennen) von erlesenen Whiskysorten. Da in alten Fässern immer 2 % des Alkohols verdampften - der titelgebende Engelsanteil - könne es doch nicht schlimm sein, wenn Robbie und seine Kumpels etwa 2 % von einem extrem wertvollen Fass klauten und gewinnbringend verhökerten. Das Sozialdrama wird zum Heist Movie. Auch wenn sich am Ende alles vielleicht etwas zu einfach lösen lässt und ein paar der Witze in den pubertär-ordinären Bereich gehen, hat der Film Herz und ein aufrichtiges Interesse für die "kleinen Leute". Auffällig ist, dass Loach an allen Ecken und Ende darstellt, wie Menschen Gegensätze überwinden müssen und/oder das Gegenteil von dem sind, was sie zu sein scheinen. Die scheinbar größte Dumpfbacke des Trupps ("Wie sollen wir die Beute verhökern? Das ist, als wenn wir die Mona Lisa im Keller hätten." "WEN???") hat am Ende am besten die Gesetze des Marktes verstanden (und Loach, der Linke, macht sie sich zu eigen, wenn die Outcasts auf einmal genau wie Kapitalisten handeln). Robbie mit seiner schmächtigen Statur kann extrem gewalttätig, aber auch liebevoll zu seinem Baby sein. Die Arbeitslosen müssen sich in Kreise der feinen Whiskykenner einschleichen und so tun, als gehörten sie zum Establishment. Robbie, dessen Straftaten bisher auf seinem unkontrollierten Wesen beruhten, wird nun eine Straftat begehen, bei er genau das Gegenteil gefordert ist: keine Gewalt, ein kühler Kopf, ein ausgeklügelter Plan und ein Vorgehen, das nicht auf Konfrontation setzt, sondern darauf, dass der Raub unbemerkt bleibt. Schließlich: Das Establishment wird sich am Ende auch nicht als besser denn die Diebe erweisen.

Letztlich: Das Happy End ist zu erahnen, vielleicht ist als geschickte Vorwegnahme gemeint, dass Robbies Gewalttat als Rückblende gezeigt wird, die Gegengewalt aber auch in der Gegenwart stattfindet (bzw. Robbie einmal in der Gegenwart nah dran ist, mit einem Messer zuzustechen, sich aber noch beherrschen kann). Der Mann ist kein Engel, aber es deutet sich an, dass er den Absprung geschafft hat, auch wenn wir immer wieder bangen, ob er das durchhalten kann. Er hat sich letztlich den Anteil am Himmlischen verdient. Ein nicht ganz perfekter, aber grundsympathischer Film.

Zur DVD haben andere alles Nötige geschrieben.
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