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Kundenrezension

NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 23. November 2011
Schlüsselbegriffe zuerst zu definieren, bevor man ausgiebig auf sie eingeht, kann das Verständnis ebenfalls vereinfachen. Und da es in diesem Buch um "Simplicity" geht, hätte ich eigentlich erwartet, dass die Autoren die Begriffe "kompliziert" und "komplex" sauber auseinanderhalten. Oder zumindest erklären, weshalb sie das nicht tun. Denn sich bei einer Telefongesellschaft erst durch fünf Menupunkte durchzuklicken, ist zwar kompliziert, aber nicht komplex. Ich halte mich an Wikipedia, wo folgende Definition steht: "Komplexität bezeichnet allgemein die Eigenschaft eines Systems oder Modells, dass man sein Gesamtverhalten selbst dann nicht beschreiben kann, wenn man vollständige Informationen über seine Einzelkomponenten und ihre Wechselwirkungen besitzt."

Ich meine, dass es beim Vereinfachen vor allem darum geht, auf Funktionen und Eigenschaften zu verzichten, die Menschen das Leben erschweren, unnötige Kosten verursachen und Entscheidungsprozesse verlangsamen. Oder salopp gesagt, wer bei faulen und sparsamen Menschen Sympathiepunkte sammelt, hat einen Wettbewerbsvorteil. Und da dies auch das Anliegen einer guten Marketingstrategie sein sollte, interessiere ich mich für die Kunst des Vereinfachens.

Das tun offenbar auch die drei Autoren dieses Buches, deren beruflichen Lebensläufe die Sparten Hotel-, Qualitäts-, Innovations- und Technologiemanagement, Maschinenbau, Coaching, Consulting und Kreativitätstraining abdecken. Und um das Vereinfachen zu vereinfachen, stellen sie fünf Prinzipen und 14 Vereinfachungsstrategien vor. Wer in Mathematik aufgepasst hat, kann die Anzahl möglicher Kombinationen schnell errechnen, die sich aus dieser Ausgangslage ergeben. Sich dessen durchaus bewusst, liefern die Autoren am Schluss eine Übersicht der Einsatzmöglichkeiten aller Strategien, wobei eine Bewertungsskala von 0 bis 4 Sterne die Entscheidung erleichtern soll.

Da die fünf Prinzipien den Inhalt auch gliedern, führe ich sie am besten auf. Es sind dies: Restrukturieren, Weglassen, Ergänzen, Ersetzen, Wahrnehmen. Wen das an die 1957 von Alex Osborn veröffentlichte Checkliste erinnert, liegt nicht falsch. Denn Jiri Scherer ließ sich schon bei seinem Buch "Kreativitätstechniken: In 10 Schritten Ideen finden, bewerten, umsetzen" von den 10 Techniken des 1966 verstorbenen Werbers inspirieren. Und da es eigentlich bis heute nicht viel Besseres gibt, kann ich die Osborne-Liste nur empfehlen.

Selbstverständlich haben die drei Autoren nicht nur auf die Copy/Paste-Tasten gedrückt. Sie bringen vieles in eine neue Ordnung und reichern es durch Beispiele an, von denen allerdings etliche von Autoren anderer Bücher benutzt wurden und auch deshalb in die Jahre gekommen sind. Beispiele aus ihrer eigenen Beratertätigkeit finden sich leider kaum. Dafür wurde genügend Platz gelassen, um dem Leser das Festhalten eigener Ideen zu erleichtern.

Bevor am Schluss die wichtigen Punkte nochmals zusammengefasst werden, stellen die Autoren noch einen Workshop für Vereinfachung vor. Dass sie dabei ihre eigenen Prinzipien nicht immer beachten oder die Zeitdauer der Kaffeepause präzise auf zehn Minuten festlegen, störte mich nicht besonders. Ich vermisste eher ein vertieftes Eingehen auf die Rolle des Unbewussten. Vor allem wenn es um das Auflösen von Widerständen bei Vereinfachungsprozessen geht.

Mein Fazit: Vier Bewertungssterne erhält dieses Buch vor allem, weil die drei Autoren ihr Versprechen halten, dem Leser auch Übungsmaterial und zahlreiche Beispiele zu liefern. Aber da inhaltlich nicht viel Neues geboten wird, empfehle ich als Begleitlektüre ein Buch, in dem die Osborne-Checkliste vollständig abgedruckt ist. Welches das sein könnte, geht aus der Literaturliste leider nicht hervor.
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