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Kundenrezension

am 11. Juli 2009
Rob Zombie hat sich persönlich keinen sonderlich großen Gefallen getan als er mit der Idee aufkam John Carpenter's Kultstreifen Halloween 1 - Die Nacht des Grauens neu zu verfilmen. Schließlich galt es die Erwartungen einer Unzahl von Fans zu erfüllen und trotzdem keine 1 zu 1 Kopie des Originals abzuliefern.
Ich sah dem Vorhaben einer Neuverfilmung etwas skeptisch entgegen, was zum einen daran liegt, dass Carpenters Original für mich nach wie vor DER Inbegriff des Horrorfilms ist, und zum anderen da Rob Zombie mit seinen Filmen polarisiert wie kaum ein Anderer. Entweder man sieht seine filmischen Leistungen als Meisterwerke an - oder eben nicht. Und ich zähle mich hier eher zu letzterem.

Zum Inhalt: Zombie erzählt die Geschichte des zehnjährigen Michael Myers der in einer - sagen wir mal etwas asozialen Familie aufwächst. Abgesehen von seiner Mutter schert sich niemand um sein Wohlergehen. Als krasser Außenseiter in der Schule wird Michael immer wieder Opfer von Gewalttätigkeiten sowohl physischer als auch psychischer Art. Da er sich nicht dagegen zur Wehr setzen kann entwickelt Michael ebenfalls Spaß daran kleinere, schwächere Tiere zu quälen und zu töten.
Als er auch in der Schule auffällig wird, setzt man den Psychologen Dr. Samuel Loomis (Malcolm McDowell) auf Michael an.
In der schicksalhaften Halloweennacht von 1963 entscheidet sich der junge Michael seine halbe Familie auf bestialische Art und Weise zu ermorden. Die einzigen Überlebenden des Massakers sind seine Mutter und seine kleine Schwester. Michael wird daraufhin in die psychiatrische Anstalt Smith's Grove Sanatorium eingeliefert. Dort bleibt er weiterhin in der Obhut von Dr. Loomis und wird regelmäßig von seiner Mutter besucht. Als Michael in der Anstalt den Tod einer Krankenschwester verschuldet ist seine Mutter mit den Nerven am Ende und begeht schließlich Selbstmord.
Nach diesem Vorfall schottet sich Michael komplett ab und redet mit niemandem, einschließlich Dr. Loomis, mehr ein Wort. 15 Jahre vergehen und Michael ist zu einem hünenhaften Riesen herangewachsen. Dr. Loomis gibt es auf ihn noch weiter zu therapieren und geht in Rente.
Einen Tag vor Halloween soll Michael in ein Gefängnis überstellt werden, doch dieser hat andere Pläne und nützt die Chance zur Flucht.
Michael Myers kehrt zurück nach Haddonfield um seine inzwischen jugendliche Schwester zu finden.

Von hier an ist die Geschichte bekannt und Zombie hält sich auch großteils an die Vorlage.

Das Remake hat mich erwartungsgemäß enttäuscht - zwar nicht auf ganzer Linie - aber dennoch.
Hier meine Erläuterung dazu:
- Es wird uns zum ersten Mal ein Motiv (Michaels trostlose und bedauernswerte Kindheit) für Michael Myers Taten gegeben. Dadurch nimmt uns Zombie jegliche Selbstinterpretation und Fakt ist nun mal wenn man alles erklären will geht das Mysteriöse und Unheimliche daran schnell flöten.
- Zombie hat den Charakteren seinen Stempel aufgedrückt und nun wirken sie plump und ordinär. Die Dialoge welche zum größten Teil nicht von Belang sind schäumen gerade so über voll Obszönitäten und vulgären Ausdrücken. Nur ein Beispiel: Carpenters Laurie Strode (gespielt von Jamie Lee Curtis) war ein schüchternes Mädchen und Vorzeigeschülerin mit Persönlichkeit - Zombies Laurie Strode hingegen strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Sie flucht herum, ist respektlos ihren Eltern gegenüber - ganz ehrlich Jamie Lee Curtis war in ihrer Rolle so viel glaubhafter und man fieberte mit ihrer Version von Laurie Strode mit während man der "neuen" Laurie wünscht, dass sie so schnell als möglich ans Messer geliefert wird.
- Michael Myers selbst kann man nun dank Zombies Interpretation im gleichen Atemzug mit Filmkillern wie etwa Jason Voorhees (Freitag der 13.) oder Leatherface (Texas Chainsaw Massacer) nennen - Alle sind von stattlichem Körperbau aber wirken dadurch schwerfällig. Irgendwie erscheint es mir absolut unpassend Michael Myers auf diese Art darzustellen.
Mit einer Szene versucht Zombie die Gewissenlosigkeit von Michael besonders hervorzuheben und zwar als er aus der Anstalt flüchtet und dem Putzer Ismael über den Weg läuft, der während Michaels Gefangenschaft der einzige war der zu ihm gehalten hat und mit ihm gesprochen hat, jedenfalls als die zwei aufeinandertreffen bettelt Ismael um sein Leben doch nicht einmal er wird von Michael verschont. Dieser Versuch die Kälte mit der Michael vorgeht zu vermitteln wirkt dann doch etwas stümperhaft inszeniert.

Rob Zombies Halloween weiß ohne Frage zu unterhalten aber als ernstzunehmendes Remake taugt es meiner Ansicht nach nicht. Ganz klar, dass Zombie die Story nicht einfach kopieren konnte, doch das Ergebnis das er hier abliefert ist für mich auch nicht zufriedenstellend.

Ansehen kann man ihn sich auf jeden Fall - dann aber bitte in der 11 Minuten längeren Directors Cut Version.

Ein zweiter Teil ist bereits in Arbeit und ich lasse mich mal überraschen ob Rob Zombie aus seinen Fehlern gelernt hat.
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