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Kundenrezension

35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutschland auf dem Weg in den dritten Europa-Krieg?, 31. März 2013
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Rezension bezieht sich auf: Raus aus dem Euro - rein in den Knast: Das üble Spiel von Politik und Medien gegen Kritiker der EU-Einheitswährung (Gebundene Ausgabe)
"Das Schlimmste, was den Euro-Gegnern passieren konnte, war und ist, dass sie recht behalten haben. Das verzeiht man ihnen noch weniger als ihre frühere Kritik." [1]

Jeder von uns, der etwas mehr nachdenkt und etwas mutiger für die Wahrheit eintritt, kennt schon aus dem Alltag genau diesen Ablauf, der typisch ist für unsere Diktatur der Idiotie: Erst werden gut begründete Warnungen ohne Argumente in den Wind geschlagen. Wenn dann das Kind im Brunnen liegt, waren die Warner schuld. Meist ist zudem das, was die "Politische Elite" mit Lug und Trug durchgeboxt hat, unter dem Strich nicht mal für die Volksverräter selbst von Vorteil.

Auch einen zweiten Grundgedanken findet man vielfach in diesem neuesten und vielleicht mutigsten Buch Ulfkottes immer wieder: Das politische System verweigert bei allen falschen Entscheidungen ängstlich jede Diskussion - schließlich weiß man, dass man unterliegen würde. Stattdessen werden die Warner und Kritiker öffentlich desavouiert, indem man sie mit Hilfe der Leitmedien systematisch díffamiert. Mittel der Wahl war, jeden Euro-Kritiker als Rechtsradikalen in die Ecke zu stellen - selbst diejenigen, die noch vor wenigen Jahren von den gleichen Verdächtigen als linksradikal verdächtigt worden waren.

Ulfkotte stellt im Kern seines Buchs Aussagen von mehr als 50 hochkarätigen Euro-Kritikern zusammen. Dazu zählt vor allem, um das mal ganz deutlich zu sagen, die deutsche Wirtschaftselite. Er zeigt, wie sie von verantwortungslosen Medien und verblendeten Politikern abserviert und in verfassungsfeindliche Ecken gedrängt worden sind. Er stellt die Oberpeinlichen an den Pranger, die inzwischen schon wieder klammheimlich zurückrudern. Und er zitiert aus den frühzeitigen Warnungen der Eurokritiker, die sich - für uns alle leider - inzwischen fast ausnahmslos als absolut richtig herausgestellt haben. Hier ein paar Beispiele:

DR. ALFRED MECHTERSHEIMER

Nicht zufällig übernahm es hechelnd gerade die von Altbundeskanzler Helmut Schmidt gesteuerte rechtskonservative "Die Zeit", ausgerechnet den renommierten Friedensforscher, Politikwissenschaftler und bis 1990 grünen Bundestagsabgeordneten Dr. Alfred Mechtersheimer, Inbegriff der deutschen Friedensbewegung, mit dem unfassbaren Vorwurf eines "antiamerikanischen Euro-Nationalismus" zu díffamieren. Sinngemäß: "Er sei umfassend zum radikalen Rechtsextremisten mutiert".

Für eine gewisse Art von verblendeten Journalisten sprechen natürlich auch Kritik an der Rechtschreibereform und an der gescheiterten Integrationspolitik für politischen Extremismus.

Mechtersheimer resümiert heute: "Grundsatzentscheidungen wurden wegen des faktischen Volksabstimmungs-Verbots schon immer von den Mehrheitsfraktionen auch gegen den erkennbaren Willen der Bevölkerung durchgesetzt. ... Der Bürgerwille, selbst, wenn er von den besten Köpfen fachlich abgesichert ist, hat im politischen System keine Bedeutung. ... Anders, als im Grundgesetz postuliert, geht die Staatsgewalt offensichtlich nicht vom Volke aus."

HANS OLAF HENKEL

Der frühere BDI-Präsident zur gegenwärtigen Lage der Euro-Kritik in Deutschland:

"In keiner Demokratie werden von der herrschenden Political Correctness abweichende Positionen so gnadenlos verfolgt wie bei uns. Zuletzt erlebten wir das bei Sarrazin und Atomstrom. Jetzt breitet sich ein neuer Gesinnungsterror beim Euro aus."

Jetzt, nachdem - wie er sich sicher ist, auf Wunsch Kohls - BILD über ihn herzog, scheint Henkel auf seine alten Tage doch noch zu erfahren, was "Demokratie" in der Heimat der Diktaturen praktisch bedeutet.

"Nur bei uns werden diese [Euro-Kritiker] automatisch zu Anti-Europäern, Chauvinisten und Rechtsauslegern gestempelt."

Als könnte in der Gesinnungsdiktatur Deutschland ein Journalist Karriere machen, der nicht jederzeit unter Verzicht auf graden Gang die Weisungen eines Herrn Kohl oder einer Frau Merkel umsetzt. Eigenes Denken ist in dieser Branche unerwünscht.

PROF. DR. HANS WERNER SINN

Der Chef des Münchner ifo-Instituts wurde von sogannnsten Journalisten des SPIEGEL zum Beleg derer Kultur, deren Geschmacks und derer Erziehung als "Prof. Propaganda" bezeichnet. Außerdem übten diese Schreiber laut Sinns Darstellung wie gewohnt Verdrehung, Verfälschung und Unterstellung, wie dies stets geschieht, wenn jemand den dem SPIEGEL vorgegebenen Richtlinien nicht genügt - man denke nur an den 9/11-Aufklärer von Bülow.

"Es gibt Journalisten, die interessieren sich nicht für die Sache, sondern nur für politische Richtungsaussagen... OB DIE ARGUMENTE STIMMEN, INTERESSIERT SIE ÜBERHAUPT NICHT."

PROF. DR. KARL ALBRECHT SCHACHTSCHNEIDER

"Spätestens seit den Maßnahmen zur Euro-Rettung kann man Deutschland nicht mehr als Rechtsstaat bezeichnen."

PROF. DR. FRIEDRICH ROMIG

"Die Europa-Idee, die heute so verbissen verteidigt wird wie vor 25 Jahren der Sowjetkommunismus, wird meines Erachtens genauso wie dieser enden. ... Die Staaten werden sich, das ist ganz sicher, auf Kosten der Steuerzahler entschulden."

DIE EURO-DURCHPEITSCHER

Von den korrupten Promi-Journalisten bis zu den Waschmittel-Werbeagenturen, die den Euro gegen den Willen der Bevölkerung durchgepeitscht haben, nennt Ulfkotte wirklich jeden von Bedeutung, der die Verantwortung für das größte Weltwirtschaftsdesaster seit dem zweiten Weltkrieg mitträgt, und zitiert deren inzwischen erwiesenermaßen grob blödsinnigen Statements. Nun wird man weder von Schmidt, Kohl, Scharping oder Merkel ernsthaft Weitblick erwartet haben können, aber die schon kriminelle Energie, mit welcher solche doch nicht gerade brillianten "Denker" immer wieder ihre unausgegorenen Theorien gegen die Elite der Wissenschaft und gegen den erklärten Mehrheitswillen des Volkes durchzusetzen verstanden, verblüfft noch heute. Die infamen Methoden, derer sich unsere angebliche politische "Elite" bedient, stehen denen ihrer totalitären Vorgänger keineswegs nach.

Ob das offensichtlich einzige Motiv unserer peinlichen Affären-Kanzler, nämlich der egozentrische Wunsch, um jeden Preis in die Geschichte einzugehen, befriedigt werden wird? Die Chancen stehen nicht schlecht: Die Schande, maßgeblich den Euro mit durchgesetzt zu haben und damit die Einigung Europas ein für allemal unmöglich gemacht zu haben, wird bleiben - auch die Neros gehen als Zerstörer ihrer Welt in die Geschichte ein.

DER SOUVERÄN

Egal, wie schrecklich das Abenteuer Euro ausgehen wird - ebenso wie einst bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten steht eines fest: Die Deutschen haben mit großer Mehrheit die Katastrophe gewählt. Sie haben sich wie so oft von ein paar Marketingstrategien und erkennbar unhaltbaren Versprechungen bekannt unzuverlässiger Politiker einlullen lassen und ohne jeden Widerstand die Währungsreform akzeptiert: "Von 60,45 Millionen Menschen, die bei Umfragen mehrheitlich für den Erhalt der D-Mark waren, nahm nur rund eine halbe Million die Chance wahr, den Euro mit ihrer Stimme zu verhindern." [2] Wie Ulfkotte völlig richtig schreibt: Fast jeder, der in den nächsten Jahren einen Großteil seiner Ersparnisse und seines Vermögens abliefern muss, hat sich selbst dafür entschieden.

Das Fazit, welches Ulfkotte aus seiner Dokumentation eines unerbittlichen Krieges der deutschen Machteliten um Kohl und Merkel gegen das Recht, gegen das Volk und gegen den Frieden in Europa zieht, lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig:

Je früher wir den Euro verlassen, desto eher besteht Hoffnung, dass die Schäden noch ohne einen völligen Zusammenbruch oder gar neue Kriege beseitigt werden können. Was die Protagonisten angeht: Rechtsbrechende Euro-Durchprügler aus Staat und Medien gehören schon lange hinter Gitter.

ERKLÄRT SICH VIELLEICHT ALLES NUR AUS DEUTSCHEM GROSSMACHTSTREBEN?

Diesen Gedanken, den Ulfkotte selbst in seinem äußerst lesenswerten Buch nicht verfolgt hat, möchte ich gerne ergänzen.

Provokativ klingt die Aussage des Thatcher-Industrieministers Nicholas Ridley von 1990, dass die "geplante Währungsunion eine deutsche Verschwörung mit dem Ziel der Machtübernahme in Europa" sei. [3]

Auch wenn man spontan abwimmeln möchte, bei näherer Betrachtung ist dieser Gedanke nicht von der Hand zu weisen. Schließlich sind in unserem Land immer noch die gleichen Kräfte an der Macht, die uns bereits in die ersten beiden Weltkriege geführt haben, die heute noch die Waffen- und Militärindustrie lenken, die vor allem auch das Land in den letzten drei Jahrzehnten ohne jede Gnade in eine perverse Produktivität geprügelt haben, die - zur Destabilisierung? - Millionen nicht-integrierbarer, gewaltbereiter Fremder ins Land gelockt haben.

Sollten solche Kräfte, die nun wirklich seit einem Jahrhundert ultra-rechts agieren, nicht auch an Möglichkeiten interessiert sein, Europa über den Euro zu destabilisieren und Deutschland eine Vorrangposition zu erkämpfen?

Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, wenn man den erbitterten Ernst, mit dem das PR-Team der Macht von Merkle bis Schäuble den "deutschen Weg" voranpeitscht, betrachtet, kann man die Bedenken des Luxemburgs Premierministers Jean-Claude Juncker aus ganz anderen Augen sehen:

"Wer glaubt, dass sich die ewige Frage von Krieg und Frieden in Europa nie mehr stellt, könnte sich gewaltig irren. Die Dämonen sind nicht weg, sie schlafen nur." Er sehe auffällige Parallelen zum Jahr 1913, als viele dachten, es werde in Europa nie mehr Krieg geben. "Mich frappiert die Erkenntnis, wie sehr die europäischen Verhältnisse im Jahr 2013 denen von vor 100 Jahren ähneln." [4]

[1] Alfred Mechtersheimer
[2] bei der Bundestagswahl 1998 stimmten 430000 Wähler für die Partei "Pro DM", der Bund freier Wähler, der die Maastricht-Verträge ablehnte, kam auf nur 0,2 Prozent.
[3] SPON 10.4.2013
[4] Süddeutsche.de 10. März 2013

print-jury 5* A1157 © 31.3.2013 ABR 5.557 Rezensionsexemplar
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.07.2013 21:06:36 GMT+02:00
Ishar21 meint:
@Jury:

>>>ERKLÄRT SICH VIELLEICHT ALLES NUR AUS DEUTSCHEM GROSSMACHTSTREBEN?
>>>

Diese Frage ist vielschichtig zu diskutieren.

Ich würde von einem liberalen bzw. neoliberalen anglophilen Netzwerk ausgehen - siehe auch Brüsseler EU Zentralismus.
So ist Friedrich Merz Mitglied in einem Rotary Club und Kommandant eines Hedge Fonds!

German Foreign Policy

http://www.german-foreign-policy.com/

VWL, Geopolitik, Zionismus, Währungen

http://www.steinbergrecherche.com

EIR Nachrichten - Bürgerbewegung Solidarität für ein Europa der Republiken!

http://www.bueso.de

Aus der Schweiz

http://www.zeit-fragen.ch

siehe auch Archiv...EFTA als EU Alternative?

BGA, Neue Linke, EU kritisch

http://www.ahriman.com

ATTAC
http://www.attac.de/startseite/detailansicht/datum/2013/06/18/unfairhandelbar-euusa-freihandelsabkommen-als-trojanisches-pferd/?no_cache=1&cHash=e9d4c3d240a1b9828e23accc95139178
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