Rezension aus Deutschland vom 1. Juli 2015
Achtung: Es handelt sich bei dem hier bewerteten Gerät um das nüvi 2699 LMT-D. Dies nur vorsichtshalber, weil ich den Eindruck habe, dass die Bewertungen bei Amazon zwar meist zur Modellreihe passen, aber nicht immer genau für das Modell sind, für das man sich gerade interessiert.
Ich hatte ja versprochen, dass ich mich gelegentlich zurückmelden würde. Das tue ich hiermit. Aus mehreren Gründen. Zum einen, weil es mir ein Bedürfnis ist, den Titel dieser Rezension zu ändern. Er lautet jetzt nicht mehr "Katastrophensoftware zum Aktualisieren der Karten", sondern "Finger weg: Ein Fehlschlag auf der ganzen Linie!".
Das liegt daran, dass die Hardware dieses Machwerks der Software in nichts nachsteht. Beide sind, um es mal charmant auszudrücken, für jemanden, der darauf angewiesen ist, im entscheidenden Moment ein funktionierendes Navigationsgerät im Auto zu haben, eher ungeeignet.
Ich kann nur jedem empfehlen, diese Rezension bis zum Ende zu lesen. Danach wissen Sie, warum Sie nicht nur nicht dieses, sondern besser ÜBERHAUPT KEIN Gerät von Garmin kaufen sollten.
Unlängst habe ich ein Kartenupdate gemacht. Das zweite im Leben dieses...
Das, was mir gerade auf der Zunge liegt, werde ich hier nicht schreiben, weil es den Rezensionsrichtlinien von Amazon widerspricht. Es ist ein Wort, das auf "ding" endet, mit "Sch" anfängt und dazwischen nach neuer Rechtschreibung vier und nach alter Rechtschreibung drei Buchstaben hat.
Seit diesem Kartenupdate behauptet der Garmin beim Einschalten im Auto folgendes:
"Es gibt weitere Updates, für die das Gerät neu gestartet werden muss. Dies kann mehrere Minuten dauern. Jetzt neu starten?"
Hä? Updates, wenn der Garmin nicht am PC, sondern am Zigarettenanzünder hängt? Schwer vorstellbar. Außerdem ist meine Intention so gut wie immer, wenn ich ein Navigationsgerät einschalte, es zu benutzen. Und nicht im Auto zu sitzen, mit den Fingern auf das Lenkrad zu trommeln und seinen Neustart abzuwarten.
Beantwortet man Freund nüvis freundliche Frage mit "Ja", vermeldet er stolz folgendes: "Update Dateien werden installiert. Gerät wird neu gestartet."
Ob Ersteres wahr ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Dass das Gerät neu gestartet wird, stimmt. Leider. Denn das dauert. Zudem sieht man danach, und zwar jedes Mal, folgende schicksalsschwere Worte:
"Es gibt weitere Updates, für die das Gerät neu gestartet werden muss. Dies kann mehrere Minuten dauern. Jetzt neu starten?"
Schon mal gehört? Ich auch...
Da ich mit der auf ganzer Linie fehlenden Bedienerfreundlichkeit von Garmin-Geräten in der letzten Zeit so die eine oder andere Erfahrung machen durfte bzw. musste, habe ich zunächst in Erwägung gezogen, dass Freund nüvi tatsächlich zur Abwechslung mal meint, was er sagt. Und nach jedem Neustart so ein oder zwei neue Bytes installiert. Aber nachdem ich ihm vorhin zwölfmal hintereinander seinen Willen ließ und sich nix geändert hat, bin ich geneigt zu glauben, dass auch dieses Verhalten in den Ordner "Software von Leuten, die besser eine andere Berufswahl getroffen hätten" eingeheftet werden kann. Oh Mann (und natürlich im Interesse der Quote auch Frau)...
Ich hatte auch kurz die Idee, dass Freund nüvi mit dem PC verbunden sein muss, um seine Updates endlich zu Ende zu bringen. Ob diese Idee mit den Tatsachen übereinstimmt, kann ich nicht beurteilen. Oder? Augenblick... Ich guck' schnell noch mal...
Doch! Überraschenderweise kann ich es beurteilen! Denn Garmin Express hat es in der Zeit, die ich bislang zum Schreiben dieses Rezensions-Updates gebraucht habe, tatsächlich geschafft, Freund nüvi zu erkennen. Respekt! Hat nicht mal eine halbe Stunde gedauert. Vor fünf Minuten hatte es ihn noch nicht gefunden. Naja, gut Ding will Weile haben. Und wenn man bedenkt, wie lange so ein Karten-Update dauert, fallen 30 Minuten zum Erkennen des Gerätes fast nicht ins Gewicht.
Das, was Garmin Express mir da anzeigt, deutet nicht darauf hin, dass noch irgendwelche Updates ausstehen. Siehe Bild. Schade irgendwie.
Das Gute ist, dass man die Frage nach den Updates auch mit "Nein" beantworten kann. Dann besinnt sich Freund nüvi nach kurzer Zeit der Aufgabe, für die er eigentlich mal entwickelt wurde, und man kann ihn zu Navigationszwecken einsetzen. Zumindest manchmal.
Der Grund für "manchmal" ist einfach: Der Akku ist kaputt. Vielleicht sollte ich, um nicht einer falschen Anschuldigung bezichtigt zu werden, besser sagen "Der Akku ist kapriziös".
Insgesamt habe ich Freund nüvi seit dem Kauf weniger als hundert Stunden benutzt. Bevor der Akku in den ewigen Akkuhimmel eingegangen ist, aus dem er sich nur noch sporadisch und für sehr kurze Zeit hervorwagt, hat er sich immer innerhalb von wenigen Tagen entladen, obwohl ich das Gerät IMMER UND OHNE AUSNAHME nach der Benutzung ausschalte.
Bitte? Ja, ich kenne den Unterschied zwischen "Ruhezustand" und "ausgeschaltet". Steht ja auch in der Bedienungsanleitung. Die lese ich immer zuerst. Und zwar sorgfältig von vorne bis hinten. Ja, solche Typen gibt es wirklich.
Im Handschuhfach meines Autos liegt als Notfallhandy ein Siemens S6. Das ist jetzt 19 Jahre alt. Dessen damals stark benutzten Lithium-Ionen-Akku lade ich sicherheitshalber einmal im Jahr. Immer, wenn ich das tue, hat er noch einen Ladezustand von 70...75 Prozent. Warum zum Kuckuck schafft ein neuer Lithium-Ionen-Akku in einem kaum benutzten Garmin es nicht mal ein paar Wochen, das Gerät, in dem er steckt, betriebsbereit zu halten, wenn ein 19 Jahre alter und viel benutzer Akku das mühelos schafft?
Ich bin sicher, da war noch was. Was war das noch gleich? Moment... Ich hab's gleich...
Genau! Ich habe herausgefunden, warum Garmin Express die Karten-Updates nicht auf der in Freund nüvi steckenden Speicherkarte installiert. Der Grund ist, dass es die Karte nicht erkennt. Was mit Sicherheit kein Hardware-Problem ist. Denn wenn Freund nüvi am PC hängt und von diesem zur Abwechslung auch mal erkannt wird, erkennt der Windows Explorer nicht nur das Gerät selbst, sondern zeigt auch die Karte als Wechsel-Laufwerk an.
Ich ernähre meine Familie und mich durch das Schreiben von Software. Gut, dass die nicht auf dem Level der Garmin-Software oder der Garmin-Hardware ist. Wäre sie das, würde ich samt meiner Familie seit 30 Jahren unter einer Autobahnbrücke wohnen. Oder Software für Navigationsgeräte eines ganz bestimmten Herstellers entwickeln. Man fragt sich, was schlimmer wäre.
Wer wenig Zeit hat, sollte das Lesen dieser Rezension an dieser Stelle beenden, das Wort "Garmin" endgültig aus seinem Vokabular streichen und sich besser etwas anderes kaufen. Ob das dann besser ist, kann ich nicht versprechen. Schlechter kann es auf keinen Fall sein. Sie können also nicht verlieren.
Ich bedaure es sehr, dass man bei Amazon-Bewertungen mindestens einen Stern vergeben muss. Minus zehn wäre deutlich angemessener. Und jetzt zu dem, was ich vor ein paar Monaten geschrieben habe...
Da ich in vielen Bewertungen gelesen habe, dass es mit dem Herunterladen von Karten-Updates unter Windows Schwierigkeiten geben kann, versuche ich mein Glück erst einmal mit meinem Mac Mini (Mac OS 10.6.8). Für den Anfang will ich lediglich den nüvi registrieren, um in den Garmin'schen E-Mail-Verteiler zu kommen. Später will ich mich in aller Ruhe um die Karten-Updates kümmern.
Beim Safari-Browser besteht die Website garmin.de hartnäckig darauf, mich auf die englische Seite weiterzuleiten. Das würden meine Sprachkenntnisse zwar zulassen, aber so etwas ist eine Frage des Prinzips. Wenn ich PunktDeEh eingebe, möchte ich eine deutsche Seite sehen und keine amerikanische. Zumindest, wenn es eine deutsche Seite gibt. Aber wozu gibt es Firefox. Damit klappt es.
Garmin.de verrät mir, dass eine Registrierung nur über die Software Garmin Express möglich ist, die man vorher herunterladen muss und die man, wie Herr Garmin mir freudig verkündet, auf der nächsten Seite auch ganz einfach herunterladen kann. Also klicke ich mich voller Erwartung zur nächsten Seite vor. Das Ergebnis deckt sich nicht vollständig mit dem, was ich erwartet habe:
Garmin Express ist nicht mit Ihrem Betriebssystem kompatibel. Sie müssen das Betriebssystem aktualisieren, um Garmin Express zu verwenden.
Wie bitte? Liebe Leute bei Garmin, abgesehen davon, dass ihr mir das auch gerne schon eine Seite vorher hättet sagen können: Alles, was ich will, ist mein Gerät zu registrieren. Dafür braucht man ein paar Textfelder, in die man seine Kontaktdaten und eine Seriennummer einträgt sowie einen Knopf, der das Ganze an euren Server schickt. Das funktionierte bei Apple schon zuverlässig, als vor fast einem Vierteljahrhundert Mac OS 7 das Licht der Welt erblickte. Und dafür soll ich jetzt bei Apple ein Betriebssystem-Update kaufen und auf meinem seit Jahren zuverlässig laufenden Mac installieren? Habt ihr, bei allem Respekt, noch alle Tassen im Schrank?
Erste Zweifel an der Professionalität und der Kompetenz derer, die bei Garmin für die Software zuständig sind, machen sich breit.
Zweiter Versuch. Ich fahre leicht genervt meinen Windows-Rechner hoch. Vorsichtshalber erst einmal den alten mit Windows XP. Falls irgendeine Kamikaze-Software darauf Schaden anrichtet, tut es nicht ganz so weh.
Erneut navigiere ich zur Garmin-Seite. Genauer gesagt: Ich versuche, zur Garmin-Seite zu navigieren. Chrome unter Windows zeigt das gleiche Verhalten wie Safari auf dem Mac: Er leitet mich ebenso hartnäckig wie ungefragt auf die amerikanische Seite weiter. Was soll der Quatsch? Naja, nicht grundlos habe ich Freund Firefox auch unter Windows installiert. Damit geht's. Das Ergebnis kommt mir bekannt vor:
Garmin Express ist nicht mit Ihrem Betriebssystem kompatibel. Sie müssen das Betriebssystem aktualisieren, um Garmin Express zu verwenden.
Das habe ich doch unlängst schon mal irgendwo gelesen? Ich fass' es nicht. Alles was ich will, ist mein Gerät zu registrieren. Dafür braucht man ein paar... aber das hatten wir glaube ich weiter oben schon mal. Ersetzen Sie, verehrter Leser dieser Rezension, einfach "Mac OS 7" gegen "Windows 95".
Das Fensterchen "Systemvoraussetzungen" verrät mir, dass ich "Windows Vista SP2 oder höher" brauche. Überraschenderweise befindet sich in ebendiesem Fensterchen ein Link, mit dem ich genau die Software herunterladen kann, auf deren Nichtfunktionieren das Fensterchen mich gerade hinweist.
Zweite Zweifel an der Professionalität und der Kompetenz derer, die bei Garmin für die Software zuständig sind, machen sich breit.
Was nun? Ich könnte das sagenumwobene Garmin Express natürlich auf dem Rechner zu installieren versuchen, mit dem ich normalerweise arbeite und auf dem Windows 7 läuft. Aber der eher unprofessionelle Beigeschmack dessen, was ich bis eben erlebt habe, lässt mich zögern. Zweite Möglichkeit: Der ältere Garmin Map Updater, mit dem es laut Garmin auch unter XP geht. Drittens: Ich mache dem Schicksal ein Angebot und benutze den Link in dem Fensterchen vor mir, der in meinem Fall eigentlich gar nicht da sein dürfte, und versuche das Ergebnis zum Laufen zu bringen, obwohl es laut Garmin auf meinem Betriebssystem nicht läuft.
Ich entscheide mich für den Weg des geringsten Widerstandes und lade den älteren Garmin Map Updater (hinfort aus Gründen der Platzersparnis ÄGMU genannt) herunter.
Beim Start fordert ÄGMU mich auf, den nüvi an meinen Computer anzuschließen. Der Aufforderung leiste ich Folge. Nachdem ich mich auf dem nüvi durch die üblichen Warnhinweise sowie die Einstellung der Sprache geklickt habe, hat ÄGMU ihn nicht erkannt. Vielleicht fragt er die Geräte nur beim Programmstart ab? Ich beende ÄGMU und starte ihn neu. Der nüvi hängt nach wie vor brav am USB-Port. ÄGMU erkennt ihn nach wie vor nicht. Auch mehrfaches Klicken auf das unten links zu findende "Search for Device" ergibt keine Besserung, genauso wenig wie ein versuchsweises Ab- und Wiederanstöpseln des nüvis.
Wäre ich nicht Ingenieur und zudem auch noch Widder und ausgesprochen bockig, würde ich das Gerät jetzt wahrscheinlich wieder einpacken und zurückschicken. So aber habe ich während der Zeit, die ich brauche, um den sich bildenden Tobsuchtsanfall erfolgreich niederzukämpfen, die Gelegenheit, des nüvis plötzlich auftauchenden Hinweis zu lesen, dass er mit dem verwendeten Netzkabel nicht aufgeladen werden kann und ich das Kabel aus dem Lieferumfang verwenden soll. OK, ein Netzkabel habe ich mir bislang immer anders vorgestellt. Aber auch dieser Aufforderung komme ich (mit Mühe, denn das mitgelieferte USB-Kabel ist gerade mal knapp 50 Zentimeter lang) nach, was zwei bemerkenswerte Ergebnisse zur Folge hat: Erstens wird der nüvi jetzt geladen, und zweitens hat ÄGMU ihn erkannt.
Ja, ich weiß, ich bin pingelig, aber: Wenn dieses Kabel ein Spezialkabel ist, warum weist ÄGMU mich nicht darauf hin, anstatt mir als Fehlerbehebung das Ab- und Wiederanstöpseln zu empfehlen? Aber vielleicht ist es ja gar kein Spezialkabel, und das Problem mit meinem anderen Kabel war dessen sagenhafte Länge von einem Meter. Wer weiß.
Ich klicke in ÄGMU auf "Weiter". Als Ergebnis bekomme ich ein mir prinzipiell nicht unbekanntes Fenster, in dem Windows mir mitteilt, dass ÄGMU ein Problem festgestellt hat und beendet werden muss. Ich sehe davon ab, eine Fehlerberichterstattung an Microsoft zu schicken, weil ich vermute, dass der Grund des Fehlers der Umstand sein könnte, dass der nüvi sich wieder ausgeschaltet hatte, bevor ich im ÄGMU auf "Continue" klicken konnte.
Ich starte sowohl den nüvi als auch ÄGMU neu und drücke diesmal etwas schneller auf "Continue". ÄGMU vermeldet stolz, dass er jetzt mit seinem Server kommuniziert. Etwas später kann ich die Lizenzbedingungen akzeptieren und erneut auf "Continue" klicken. Im nächsten Fenster klärt ÄGMU mich darüber auf, dass ein neues Karten-Update zum Kauf bereitsteht und fragt mich, was ich jetzt tun möchte. Er gibt mir dafür zwei Möglichkeiten: Entweder ich beende ihn, oder ich besuche garmin.com und kaufe das Update.
Moment mal... da war doch was? Ja, genau! Ich habe den nüvi mit lebenslangen kostenlosen Karten-Updates gekauft. Großes Indianerehrenwort. Warum also "Kauf"? Dieses Wort hat im gegenwärtigen Stadium des Projektes "Mal eben ein Karten-Update machen" etwas Beunruhigendes...
Ich entschließe mich trotzdem gegen "Exit" und klicke voller dunkler Vorahnungen auf "Continue". Das bringt mich zu garmin.com. Natürlich nicht zur deutschen, sondern zur englischen Seite, was ich kopfschüttelnd dulde, um das Projekt "Mal eben ein Karten-Update machen" nicht noch zusätzlich zu gefährden. Ich frage mich allerdings, wie an dieser Stelle Kunden weiter kommen sollen, die des Englischen nicht ausreichend gut mächtig sind.
Auf der Seite finde ich Modell und Seriennummer meines nüvi. Unter "Available Map Updates" sind keine Updates zu finden. Unter "Device content", wo ich den aktuellen Inhalt des nüvis erwartet hätte, finde ich den lakonischen Hinweis "No devices found". Letzteres mag daran liegen, dass Freund nüvi sich offenbar kurz zuvor ungefragt neu gestartet hat und seit mehreren Minuten in einem Copyright-Fenster festhängt, dessen Sprache aussieht wie Spanisch, obwohl ich am Anfang des Projektes "Mal eben ein Karten-Update machen" Deutsch eingestellt hatte.
Ich starte den nüvi neu. Während er hochfährt, kommen mir dritte Zweifel an der Professionalität und der Kompetenz derer, die bei Garmin für die Software zuständig sind, und erstmals auch Zweifel an der Professionalität und der Kompetenz derer, die bei Garmin für die Hardware zuständig sind.
Ich habe viel Zeit dafür. Für die Zweifel, meine ich. Denn der nüvi scheint sich entschlossen zu haben, das Copyright-Fenster fortan nicht mehr zu verlassen. Zumindest nicht, solange er mit dem USB-Port verbunden ist. Als ich den Stecker herausziehe, geht er aus. Der nüvi, nicht der Stecker. Danach kann ich ihn (den nüvi, nicht den Stecker) normal starten.
Nach dem Neustart informiert der nüvi mich, dass er mit dem verwendeten Netzkabel nicht aufgeladen werden kann und ich das Kabel aus dem Lieferumfang verwenden soll. Was ich - der eine oder andere wird sich vielleicht noch dunkel erinnern - schon vor längerer Zeit getan habe. Da im Lieferumfang nur das eine Kabel war und ich es bereits verwende, ignoriere ich - nicht ohne ein gewisses Unwohlsein in der Magengegend - des nüvis freundlichen Hinweis bis auf weiteres...
...und fange noch einmal ganz von vorn an. Diesmal arbeite ich schneller in der Hoffnung, damit zumindest jene Probleme zu vermeiden, die dadurch entstehen, dass der nüvi sich unaufgefordert ausschaltet oder neu startet. Diesmal kriege ich auf der Seite unter "Available Map Updates" immer noch keine Updates angeboten und "Device content" ist immer noch leer, aber es gibt zusätzlich (kicher...) einen weiteren Knopf: "Get Garmin Express".
Genau! Das ist die Software, die laut Garmin auf meinem Betriebssystem nicht läuft. Und da es mit diesem besch... ÄGMA ja offenbar trotz gegenteiligem Versprechen der Garmin-Website nicht funktioniert, klicke ich in meiner Verzweiflung auf diesen Knopf. Was mich ganz zwanglos zurück auf Los bringt: Das Fenster ganz am Anfang, das mich darüber informierte, dass die Software bei mir nicht laufen wird und dass ich doch besser den ÄGMA herunterladen soll, weil der (schön wär's...) unter XP funktioniert. Damit schließt sich der Kreis.
Strategiewechsel...
Wenn es mit dem, mit dem es laut Garmin geht, nicht geht, dann kann man ja mal probieren, ob es mit dem geht, mit dem es laut Garmin nicht geht. Also klicke ich auf "System Requirements". Denn da ist ja (siehe gaaaanz weit oben) dieser funktionierende Download-Link zu finden, der in meinem Fall nicht da sein dürfte.
Ich lade Garmin Express herunter und versuche es zu installieren. Die Installation kommt nicht weit. Sie weist mich darauf hin, dass Garmin Express nicht kompatibel mit meinem Betriebssystem ist, und verweigert die Installation.
Schade. Sehr schade. Ich hatte gehofft, sie würden es nicht merken...
Da mir offenbar nichts anderes übrig bleibt, lade ich zähneknirschend Garmin Express auf meinen Windows 7 Computer und installiere es. Das funktioniert wider Erwarten einwandfrei. Es dauert allerdings schlappe acht Minuten, die Software auf eine nagelneue SSD zu installieren.
Nach dem Start kann ich über 'Add a device' ein Gerät hinzufügen. Ich habe die Auswahl zwischen diversen Fitness-Armbändern sowie 'Other'. Da mein nüvi kein Fitness-Armband, sondern ein Navigationsgerät ist, wähle ich 'Other'.
Windows meldet mir 'Device driver software not successfully installed'. Garmin Express meldet mir ein gefundenes nüvi 2699. Hm...
Nachdem ich im folgenden Fenster meine E-Mail-Adresse angegeben, mir einen Spitznamen für mein nüvi ausgedacht und die Erlaubnis zur Datensammlung verweigert habe, habe ich die Registrierungsprozedur hinter mir. Garmin Express meldet mir, dass ein Kartenupdate vorhanden ist und dass die voraussichtliche Installationszeit 3 Stunden und 1 Minute beträgt. Letzteres halte ich bei meinem schnarchlangsamen DSL-Anschluss für eher unrealistisch, werfe aber vorsichtshalber einen Blick in meine Fritzbox. Die verfügbare Download-Geschwindigkeit beträgt derzeit 2,3Mbit pro Sekunde. Für die 8 Gigabyte, die Garmin Express meines Wissens herunterzuladen gedenkt, würde man theoretisch knapp 8 Stunden brauchen. In der Praxis vermutlich länger.
Nachdem ich ein weiteres Mal Lizenzbedingungen akzeptiert habe, teilt Garmin Express mir mit, dass es die Speicherkarte entdeckt hat, die ich in weiser Voraussicht mit gekauft und reingesteckt habe, und dass es sämtliche Updates auf dieser Karte zu installieren gedenkt. Das ist ganz in meinem Sinne.
Da Ingenieure von Natur aus neugierig sind, klicke ich auf den Knopf 'See other options'. Was ich nicht sehe, sind andere Optionen. Stattdessen sehe ich 'Step 3 of 3 Updating maps'. Das sehe ich allerdings nicht lange, denn nach ein paar Sekunden vermeldet Garmin Express, dass beim Installieren des Updates ein Fehler aufgetreten ist.
Ich starte Garmin Express neu und wiederhole die Prozedur, wobei ich alle verfügbaren Daumen in der Hoffnung drücke, dass der Fehler nicht erneut auftritt. Das scheint gottlob der Fall zu sein.
Es ist 18:02 Uhr. Um 2:06 Uhr am nächsten Tag zeigt Garmin Express, dass das Update noch eine Stunde und 50 Minuten dauern wird. Das wären dann insgesamt knapp 10 Stunden. Das warte ich nicht mehr ab und gehe mit dem schönen Gefühl ins Bett, dass ich die Dauer von Downloads besser abschätzen kann als Garmin.
Am nächsten Tag vermeldet Garmin Express, dass mein nüvi aktualisiert wurde. Was für ein Gefühl. So müssen sich Leute fühlen, die gerade barfuß und ohne Sauerstoffgerät den Mount Everest erklommen haben.
Ich schaue mir unter Windows an, was denn nun so auf der Speicherkarte gelandet ist. Die Antwort lautet überraschenderweise 'gar nichts', obwohl Garmin Express am Vortag angekündigt hatte, das gesamte Update auf der Karte installieren zu wollen.
Mich überkommen weitere Zweifel an der Professionalität und der Kompetenz aller, die bei Garmin für Software oder Hardware oder was auch immer zuständig sind.