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Kundenrezension

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Reise in die eigene Fantasie, 13. Januar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Les Voyages De L'Ame (Audio CD)
Das neue Jahr hat soeben die Pforten geöffnet und schon scheint der Lauf zu beginnen. Mit dem nunmehr dritten Longplayer von Alcest zeichnet sich von meiner Seite aus das erste spannende Album auf dem Plan. Musik welche wahrhaftig traumhaft in die folgenden zwölf Monate verleiten soll. Ausnahmekünstler Neige fabriziert seit Anbeginn dieses Projektes einzigartige und ambitionierte Düsterperlen, welche sich in sphärischer Melancholie bewegen. Die Kompositionen verführen in eine nachdenkliche Welt durchwachsen von Trauer, Hoffnung, Glück, Niedergeschlagenheit und vordergründlich im schon erwähnten großen Stil: Melancholie, ja...Alcest war schon immer eine recht elegische Angelegenheit, schafft es dabei aber den Trauertopf nicht überkochen zu lassen. Auch ein weniger trübsinniges Gemüt vermag sich gut in dieser Musik wiederzufinden.
Neben Gruppen wie zum Beispiel Katatonia sticht das Duo (Neige wird auf diesem Rundling von dem Drummer Winterhalter unterstützt) durch ein ganz besonderes Trademark heraus, Alcest singen nämlich in ihrer Heimatsprache: Französisch. Für meinen Geschmack ein sehr positiver Aspekt welcher sich auch wunderbar dem Fluss der Musik anvertraut. Kann man nun mit "Les Voyages de l'ame" ein derartiges Niveau und eine solche Schöpferkraft anlegen wie mit dem Vorgänger? - Definitiv!
Der neue Silberling verhält sich im schönen Kontrast und bedient einen ähnlichen Musikcharakter wie die vergangenen Tätigkeiten, unterscheidet sich aber trotzdem in genügenden Facetten sodass von Schichtenmangel nicht zu reden sein darf. Zeitweise kommt mir "Les Voyages de l'ame" etwas langatmiger vor - das soll vorerst jedoch kein Störfaktor sein.
Die Schönheit der musischen Darbietung lässt den Gedanken zu, dass die Lieder beinahe den Begriff Poesie aufgestempelt bekommen sollten. Wer sich da in Deutschkenntnissen etwas kundig gemacht hat kann vielleicht die Phasen nachvollziehen: Lyrik, Dramatik sowie auch Epik sind hier im düsteren Gewand musikalisch verkörpert. Ja, Alcest sind zurück...wieder düster und poetisch (letzteres ist natürlich nicht im grammatikalischen Sinne gemeint (!)).

Das Highlight erfolgt unmittelbar durch den Opener: "Autre Temps", die ultimative Quelle des Albums und ein komplexes und eingängiges Bündel aller positiven Elemente. Ruhige Gitarren, schlichte Drums (dezente und fehlerfreie Unterstützung für die vordergründigen Facetten der Musik), schöne Akkordfolgen und leidenschaftlich beruhigender Gesang. Die Atmosphäre öffnet all ihre Seiten und gewährt dem Ohr Eintritt in ein traumhaftes Lied welches in unfassbarer Schönheit durch höhere Klangflächen schwebt. Nein - das ist nicht dick aufgetragen! Die verzerrten E-Gitarren und die weibliche Stimme nutzen ihr potenzial besonders souverän. Einerseits so beschwichtigend und doch zielgerichtet schreibt dieses Stück ein tolles Arrangement, tolle Melodien und zauberhafte Harmonien in das Programmbuch des Duos. Unverblümt...eines der ergreifendsten Stücke in der Geschichte des elegischen Metals.
Ähnlich zeitlos erlaubt es uns der folgende Longplayer "Là Où Naissent Les Couleurs Nouvelles", das längste Stück, - nah an die neun Minuten ran gegriffen - etwas in einer ferneren Welt zu kursieren. Wie selten in diesem Genre wird das langminütige Erlebnis jedoch nicht zur monotonen Langeweile sondern beschert dem Klangbild durch tollen Aufbau und Melodiebögen immer wunderbar gesetzte Spannungskurven. Die epischen Gänsehautmomente betreten die Gehörgänge besonders in Form des attraktiven und ruhigen Mittelparts welcher ferner an Insomnium erinnert, jedoch weitaus erwachsener und vollkommener klingt.

Alcest begeistern im außergewöhnlichen Stil und die brillante Musik ändert ihre Bilanz auch mit den zwei folgenden Stücken keineswegs. Das Geschehen nimmt sogar noch an Breite zu durch brachiale Black Metal Einsprengsel in Form des Keifgesangs. Eine böse und gelungene Umarmung des vorher so seichten Gemüts der Soundcollagen. Umso enttäuschender für mich der Nachfolger "Beings Of Light", welcher zwar in seiner Seele ein herzzerreißendes Stück sphärischer Metal ist, jedoch über sechs Minuten meine Begeisterung durch Langatmigkeit und fehlende Abwechslung abflauen lässt. Ewig scheint hier die Überraschung in Sicht, doch der Lauf bleibt derselbe, bis der letzte Ton erlischt. Eventuell mangelte es mir aber auch bisher noch an Geduld mich tiefer in diesen Song hinein zu versetzen. Atmosphäre hat er, zündet aber als Ganzes in meinem Falle noch nicht...abwarten.

Daraufhin dürfen jedoch wieder meine Sinne auf Wolke sieben gehoben werden. Besonders "Havens" - und sei es nur ein zwei-minütiges Interlude - steigert meine Zuneigung zu Komponist Neige sehr.
Als Abschluss zieht man wieder eine lange Nummer aus dem Hut, wieder mit englischem Titel: "Summer's Glory". Im Kontrast zu nebenliegender Setlist ein eher magerer Abschluss für meinen Geschmack, welcher sich Haut an Haut neben "Beings Of Light" einordnet. Kein Störfaktor wenn man dieses edle Produkt in einem durchhört, jedoch eine Nummer unter dem restlichen Durchschnitt. Dieser steht kurz nochmals angemerkt in hoher Position.

Und so endet das erste Highlight dieses Jahres, ein wahrlich schönes Alcest-Werk für die Hörgemeinschaft melancholischer Werke. Neige unterstreicht eindrucksvoll dass diese Musik auch mit einfachen und schlichten Mitteln ein fantasievolles und Spannungsbewogenes Fabrikat erzeugen kann. Perfektionismus wird hier aus meiner Sichtweise noch durch die genannten zwei englisch-betitelten (wir lassen "Havens" kurz außen vor) Stücke verhindert was jedoch einer wärmsten Empfehlung von "Les Voyages de l'ame" (zu Deutsch übrigens "Die Reisen der Seele") nichts abtut. Es kommt nicht oft vor dass ich einen fünften Stern vergebe, die Wertung sollte die Qualität dieser Langrille nicht mindern! Nein - Einzigartigkeit in dieser Form sollte im Regal stehen!
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.04.2012, 13:01:29 GMT+2
Mich würde brennend interessieren was sie vom 2011 erschienenen Re-release des Albums "Le Secret" halten!
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Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent

V. Mayr
(REAL NAME)   

Ort: Breitscheidt (Ww)

Top-Rezensenten Rang: 336.430