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Kundenrezension

am 27. November 2013
Ein deutsches Witcher für Arme. Das wäre die Kurzbeschreibung. Das Spiel ist in Ansätzen sehr gut, aber zahlreiche technische Defizite machen es schwer Demonicon zu lieben. Im Gegensatz zu Drakensang wird das Szenario diesmal sehr düster präsentiert. Ungewöhnlich für „Das schwarze Auge“. Eine Party fällt ebenfalls flach und man startet mit einem vorgegebenen Charakter. Das Rollenspiel schlägt in die selbe Kerbe, wie der „Witcher“ ohne aber dessen Qualität auch nur im Ansatz zu erreichen. Immerhin gibt es eine vollständige deutsche Synchronisation, da sehr viele und vor allem teilweise ausufernde Gespräche geführt werden, ein dickes Plus. Die Grafik jedoch ist stark angestaubt, selbst das erste Witcher von 2007 hatte hier mehr auf der Pfanne. Dafür wurden die Schauplätze liebevoll gestaltet. Vor allem der Sumpf hat ein paar stimmige Orte. Leider sorgt ein weiteres Manko für Frust. Ähnlich wie „Dragon Age 2“ hat Demonicon nur sehr wenige Schauplätze, die zudem zig mal wiederholt werden. Das Finale findet z.B. dort statt, wo wir das Tutorial machen. Ein Armutszeugnis.

Die Kämpfe sind am Anfang bockschwer, zum Schluss ein Witz. Dies liegt vor allem am sehr komplexen Charaktersystem. Cairon kann vier Zauber lernen, die jeweils um vier Stufen gesteigert werden können. Hinzu kommen ca. 15 Kampffähigkeiten (Rundumschlag, Wuchtschlag; …) und 9 Charakterwerte die sich in jeweils zwei Disziplinen spalten. Man ist ständig damit beschäftigt Cairon zu verbessern. Am Anfang fällt es aber schwer sich für etwas zu entscheiden. Alles steht offen. Lernen wir doch erst mal „Schlösser öffnen“, „Pflanzenkunde“ und „Fallen entschärfen“. Wir wollen ja keine Schätze liegen lassen. Hmm…dann fehlen uns aber Kampffähigkeiten und Cairon ist schwach auf der Brust. Was die Kämpfe nicht gerade vereinfacht. Vor allem die Startphase ist frustrierend. Später verfügen wir über genügend Kampftricks und das Spiel wird sehr leicht. Alles, können wir aber beim besten Willen nicht erlernen.

Na schön, wie sieht denn das Kampfsystem aus? Eigentlich ganz cool, mit Mana wirken wir Zauber, mit Ausdauer setzen wir Spezial-Angriffe ein, Cairon kann zudem Angriffe blocken und Konter-Angriffe starten. Letzteres ist aber für die Katz bzw. sehr schwer umzusetzen. Nicht vergleichbar mit Assassin‘s Creed. Bei mehreren Gegnern geht das Blocken sehr gerne in die Hose. Die Gegner verfügen über unterschiedliche Kampftricks, z.B. Beschwörungen, spucken Gift, Fernangriffe und Flächenzauber. Vor allem die Endgegner sind eine harte Nuss und nur mit bestimmten Taktiken zu schlagen. Das hört sich doch gut an. Ist es im Grunde auch, wenn da nicht die Steuerung wäre. Die Zauber und die Kampfmanöver müssen über die Zahlentasten 1-4 ausgelöst werden. Außerdem muss eine Taste gedrückt gehalten werden, je nachdem ob Zauber oder Kampfmanöver. Dann ist es noch wichtig im Kampf ständig in Bewegung zu bleiben und wegzurollen. Kurz: Das ist zu umständlich. Warum kann ich die Maustaste nicht mit einem Zauber (Rechtsklick) und einen Angriff (Linksklick, normal, Sonderattacke) belegen?
Vielleicht zum Controller greifen. Sowas kann man viel besser umsetzen. Außerdem werden die Kampfareale immer eingeschränkt. Man will weglaufen oder ausweichen und donnert ständig gegen unsichtbare Wände. Was soll der Mist? Und dann das Speichersystem. Es funktioniert nur über „Autosave“, es gibt keine Speicherfunktion. Quicksave sowieso nicht. Man kann noch nicht mal eigene Speicherstände oder Profile anlegen. Man will zwei Partien starten (gut-böse Charakter), einen Speicherstand anlegen um noch mal von hier zu starten oder ein Freund will das Spiel mal anzocken? Das kann man vergessen. Geht nicht. Wenigstens ist der Autosave halbwegs fair.

Die Story dreht sich um Dämonen und Beschwörungen. Bei Cairon und seiner „Schwester“ erwachen plötzlich Gaben. Sie können zaubern und das ganz ohne Ausbildung. Wie ist das möglich. Was verschweigt ihnen, ihr Vater? Die Entwickler haben sich Mühe gegeben viele Entscheidungen, schwere Entscheidungen einzubauen.
Dabei gibt es nur selten schwarz oder weiß, sondern sehr oft Grau. Ein Kannibale hält seine Opfer mit Blutmagie gefangen. Wenn wir ihn töten, sterben die Gefangenen qualvoll. Aber die Gefahr die von den Kannibalen ausgeht ist gebannt. Oder lassen wir ihn laufen? Dann können wir zwar die Opfer befreien, doch das Scheusal kann weiter morden. Die Entscheidungen haben oft noch spätere Auswirkungen. Gut gemacht, das reicht fast an das erste Witcher heran. Außerdem bekommt man kleine Videosequenzen gezeigt, die die Auswirkungen der Entscheidung illustrieren. Ebenfalls aus „The Witcher“ bekannt. Trotzdem klasse.
Abgesehen von ein paar wenigen Nebenaufträgen, verläuft Demonicon fast auf Schienen. Für ein Rollenspiel ist es ganz schön eingeschränkt. OK, Mass Effect verläuft ebenfalls sehr linear.
Die Musik ist gut, aber größtenteils unauffällig.

Fazit: Ja…ganz nett. Immerhin ist es das Erstlingswerk des Entwicklers. So gesehen haben sie sich sehr gut geschlagen. In die Fußstapfen ihres großen Vorbild „The Witcher“ konnten sie aber nicht treten. Beim nächsten Mal bitte eine bessere Grafik, eine freie Speicherfunktion, mehr Schauplätze und eine leicht von der Hand gehende Steuerung. Dann könnte man wenigstens dem ersten Witcher das Wasser reichen. Noumena Studios hat auf jeden Fall Potenzial und wäre ein toller Ersatz für Radeon Labs (DSA: Drakensang).
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