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Kundenrezension

15 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein musikalisches Straußenei-Nugget...aus Katzengold, 4. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Life and Times of Scrooge (Audio CD)
Dass die musikalische Inszenierung des kongenialen Epos um die reichste Ente der Welt letztlich die unverkennbare Handschrift des obersten Nachtwünschlers tragen würde, war soweit abzusehen. Als großer Fan der Comicvorlage(n) sah ich der Veröffentlichung dabei ohne große Erwartungen entgegen. Weder kann man erwarten, die facettenreiche Charakterzeichnung der Protagonisten, oder den Detailreichtum der Illustrationen, noch die intelligenten Plotmischungen aus Phantasie und Historie in einem Soundtrack adäquat repräsentiert wiederzufinden. Aber allein die Tatsache, dass jemand ernsthaft einen Soundtrack zu Don Rosas Dagobert-Zyklus produziert, rechtfertigt für einen Fan schon den Kauf. Da Herr Holopainen grundsätzlich ein begabtes Händchen für Stimmungsmusik besitzt und zudem als Vorsitzender der derzeit führenden Gothic-Metal-Manufaktur auch heute noch hin und wieder mal einen Volltreffer landet, habe ich im schlimmsten Fall mit einer soliden Komposition gerechnet, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten versucht, vermehrt Bezug auf eine der großartigsten Comicserien aller Zeiten zu nehmen.

Nach dem ersten Hören kam dann die Ernüchterung und nach einigen weiteren Durchläufen die Erkenntnis, dass das Projekt "Life & Times of Scrooge McDuck" nicht ganz meine im Vorfeld bereits heruntergeschraubten Erwartungen erfüllen kann.
Größter Kritikpunkt ist hier von meiner Seite aus der Mangel an Lyrics. Dass ein Soundtrack üblicherweise keinen umfangreichen Gesang auffährt ist selbstverständlich. Aber seine wenigen Stärken spielt das Album eben dort aus, wo ein Bezug auf die Vorlage nachvollziehbar wird und der Hörer die Melodie ansatzweise mit den Stories um den Aufstieg der berühmt-berüchtigten Zylinderente verbinden kann. Da der Komponist sich während der Produktion entschied, das ursprünglich rein instrumentale Werk doch noch um Gesangspassagen zu bereichern, scheint ihm dieser Aspekt wohl ebenso bewusst gewesen zu sein.
Diese Gesangspassagen bilden aber leider trotzdem nur einen sehr kleinen Teil des ganzen Albums. Die überwiegenden, rein instrumentalen oder nur spärlich mit Satzfragmenten gespickten Stücke klingen dadurch zu beliebig, sodass es ihnen schwer fällt, eine Verbindung irgendeiner Art zu den Vorgängen innerhalb der jeweiligen Vorlage herzustellen.

Der Opener "Glasgow 1877" ist herfür ein gutes Beispiel. Außer dem gesprochenen Intro klingt nichts dieses Allerwelts-Folklore-Standards annähernd nach Bertels Kindheit. Ein bisschen mehr Pepp und aus dem Stück wäre wenigstens noch ein schmissiger Opener geworden.
Etwas besser wird es beim folgendem "Into the West". Die Schlafzimmerstimme der Sängerin zu Beginn des Stückes hebt sich positiv von dem Gefiepse noch folgender Stücke ab und das Banjo bringt zudem ein wenig Abwechslung in den Song. Tragen kann aber beides den Song nicht über die ganze Länge.
Das durchaus interessante "Duel & Cloudscapes" beginnt wuchtig und kann nach einem entspannenden Mittelteil gegen Ende auch nochmal ein wenig Druck aufbauen.
"Dreamtime" allerdings schießt das Schnabeltier ab, der Track ist als Skip-Song prädestiniert und ein reines Ärgernis auf dieser eh schon schwach mit hörbarem Material bestückten Scheibe! Außer ein wenig Didgeridoo hat er lediglich minutenlanges, monotones Gedängel zu bieten, das schon beim ersten Durchlauf die Geduld strapaziert, bei jedem folgenden dann zwingend übersprungen wird.
Mit "Cold Heart of the Klondyke" nimmt das Album erstmals richtig Fahrt auf. Die Goldgräberzeit wird hier zwar hauptsächlich sentimental thematisiert und ich vermisse die typischen Goldgräbersounds, die man hier hätte besser als stattdessen in "Into the West" platzieren können, unterm Strich macht hier aber erstmals ein Song des Albums richtig Spaß zu hören.
Und mit dem gelinde gesagt, brillianten "The last Sled" zeigt das Album, was es hätte sein können. Hier stimmt fast alles: Die Komposition ist phänomenal und mitreißend, die ergreifenden Lyrics präsentieren Thema und Atmosphäre der Vorlage fast besser als diese selbst und der Song schafft es tatsächlich, eine Gänsehaut beim Hören hervorzurufen. Auch wenn die Eichhörnchenstimme der Sängerin etwas nervt und der Song leider im letzten Viertel in zu vielen La-La-Las versumpft, von Stücken dieses Kalibers hätte ich mir noch 2 oder 3 mehr auf dieser Platte gewünscht, dann wäre das Album tatsächlich ein wahres Meisterwerk werden können!
Mit "Goodbye, Papa" fällt der Longplayer allerdings in seine schlechten Gewohnheiten zurück. Das Stück ist ganz nett, mehr nicht und es fällt schwer zu bestimmen, in welchem Bezug die Klänge hier nun zu den Geschehnissen der Vorlage stehen sollen.
"To be rich" ist bloß ein kleines Intro für das danach folgende Stück, ohne jegliches Eigenstellungsmerkmal.
"A Lifetime of Adventure", das einige sicher aus dem zugehörigen Musikvideo kennen, steht symptomatisch für die überwiegend ruhige und teilweise überkitschte Machart des Albums. Wer von diesem Song begeistert war, kann auch mit dem Longplayer nichts falsch machen. Ich allerdings kann mit den viel zu zuckersüßen Stimmchen der Sängerin(nen) und der ruhigen und unaufgeregten Komposition nicht viel anfangen. Eine nette Hookline, das wars dann auch schon. Wie ein Leben voller Abenteuer klingt das jedenfalls nicht, eher wie ein Wellness-Abend bei A-Hörnchen und B-Hörnchen.
"Go Slowly Now, Sands of Time" bietet einen ebenso seichten Ausklang ohne Höhepunkte. Alan Reid spricht den Dagobert noch einmal ganz ordentlich, aber die Lyrics sind zu sentimental und wirken aufgesetzt. Wann sollte Bertel jemals tiefschürfende Gedanken über schottische Gedichte von sich gegeben haben? Wenn man schon nicht annähernd einen Teil der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpft, dann sollte man schon gar nicht stattdessen solche unpassenden Verweise rein aus persönlicher Vorliebe hinzuerfinden.
Als Bonus folgt nochmal die Singleauskopplung in einer Version mit noch weniger Musik. Dadurch fällt der piepsige Gesang hier noch negativer auf.

Ich weiß, viele Hörer sind offenbar zufrieden oder gar begeistert von der Platte. Ich aber finde, mit ein bisschen mehr Mühe hätte diese Scheibe sehr viel besser werden können. Das Album scheint um die beiden Highlights „Cold Heart of Klondike“ und „The last Sled“ herumgebaut worden zu sein. Alles was vorher läuft, ist nur ein mittelmäßiges Intro zu diesen beiden Stücken. Und alles was danach folgt, sind lieblose Platzfüller um das Ende der CD zu erreichen. Gerade "The last Sled" sticht hier als positives Beispiel weit aus der sentimentalen Klimpersuppe des Albums heraus.
Als Fan und/oder Sammler der Vorlage ist man mit dem Album trotzdem gut bedient, zur Not sieht die Scheibe eben neben den Comics im Regal gut aus.
Als Nightwish-Fan oder unbedarfter Impulskäufer sollte man erstmal reinhören und entscheiden, ob dieser Score nicht zu seicht und/oder zu kitschig daherkommt.

Mein letzter Kritikpunkt geht in Richtung Marketing. Klar, es hat sich inzwischen eingebürgert, eine Doppel-CD Version günstig zu produzieren, indem man schlicht die Gesangsspur weglässt und so eine instrumentale Version des Albums schnell mal als Bonus-CD erstellt hat. Aber eine instrumentale Bonus-Version eines Albums, das zu mindestens 90% bereits instrumental IST, grenzt schon an Frechheit.
Das Booklet der Sammleredition reißt es auch nicht raus, hier wäre auf leeren und fast leeren Seiten noch sehr viel Platz für interessante Infos gewesen. Der Aufpreis für die Doppel-CD lohnt sich meiner Ansicht nach nicht.

Fazit:
1 Stern für das interessante "Cold Heart of the Klondyke" und ein ganz starker Stern für das famose "The last Sled". Mehr wäre eigentlich beim besten Willen nicht drin. Einen zusätzlichen Gnadenstern gebe ich aber dennoch für die tapfere und riskante Idee, tatsächlich ein Dagobert-Comic zu vertonen und auf den Markt zu werfen.
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Kommentare

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Von 3 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.06.2014 23:15:33 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.06.2014 23:17:01 GMT+02:00
Quark meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.12.2014 14:18:09 GMT+01:00
Feanor meint:
Die große Nightwish-Zeit ist vorbei? Das aktuelle Betthäschen? Ausgemachter Quatsch und einfach nicht der Wahreheit entsprechend. http://de.wikipedia.org/wiki/Nightwish/Diskografie
Also was soll der Kommentar? ... Moment, man sehe sich mal Ihre anderen Rezessionen, Renzensionen, Resentionen oder wie sie auch immer in Ihrer Welt heißen mögen mal an, dann ist keine weitere Erklärung notwendig.
http://www.amazon.de/gp/pdp/profile/A7JWBO7MD3LY2/ref=cm_cr_rev_detpdp

Veröffentlicht am 28.10.2015 13:21:23 GMT+01:00
RockMachine meint:
Das nur 50% die Rezession als hilfreich einstufen erschließt sich mir nicht. Die Vergabe der 3 Punkte ist gut nachvollziehbar.
Vielen Dank

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.06.2016 18:13:32 GMT+02:00
Julio meint:
@Quark Entenhausen heißt im Original (d.h. bei Carl Barks) Duckburgh.
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