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Kundenrezension

250 von 277 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Pro und Kontra - mit Fazit nach ein paar Monaten Erfahrung und mit konkreter Ausschussrate in Prozent, 8. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv (52 mm Filtergewinde) (Camera)
Vorwort:
Wer diese Rezension liest, soll bitte unbedingt meine letzte Ergänzung vom 07.03.2012 lesen! Die ist entscheidend!

Ich verstehe den Hype um dieses Objektiv nicht so ganz. Ich besitze es jetzt ein dreiviertel Jahr, habe es in der Zeit wirklich oft genutzt und viel Erfahrung damit gesammelt.

1. Bajonett
Der oft angezweifelte Plaste-Bajonett-Verschluss ist überhaupt kein Problem. Das Objektiv rastet sauber und fest ein und ich habe es bis heute mit Sicherheit über 100mal montiert und demontiert, ohne irgendwelche "Abnutzungserscheinungen". Auch geht es bei mir beim Fotografieren oft rüde zu (Outdoor - meist Personenfotografie) und ich mache von derselben Einstellung sehr oft drei Fotos: ein Portrait mit dem hier besprochenen 50er, eine zurechtgezoomte Totale oder Halbtotale mit dem 18-55mm II IS und eine Supertotale mit einem 8mm-Fisheye (Samyang). Die Objektive leben also in fliegendem Wechsel und das Plastebajonett des 50ers hat nie Späne gemacht. Die oft geäußerten Sorgen um dessen Haltbarkeit kann ich nicht nachvollziehen. Ich sehe praktisch keinen Unterschied zwischen dem Plastebajonett des 50er und dem Metallbajonett meines Fisheyes.

2. Fokus
Na ja. Egal welche Lichtverhältnisse: "Vertrauen" ist was anderes. Ich drücke mittlerweile grundsätzlich 2-3mal ab, und nehme jedesmal den Fokus neu auf. All zu oft saß der Fokus falsch und gute Einstellungen waren verloren, was man natürlich erst zuhause am großen Bildschirm des Rechners bemerkt.
Der Fokus ist - im Gegensatz zum Bajonett - definitiv ein ernstzunehmenr Kritikpunkt!
Ich betone an der Stelle, dass ich mir ZWEI STÜCK von diesem 50er bestellt habe, um mir in Ruhe das "Bessere" raussuchen zu können, und eins nachher zurückgeschickt habe. Bei BEIDEN war der Fokus-Müllfaktor gleich hoch. Es lässt sich schwer in Prozent angeben, manchmal werden viele Fotos gut, dann wieder haut es sehr oft daneben. Aber ich denke, durchschnittlich sind 20-30% aller Fotos mäßiger Abfall (verkleinert gerade noch verwendbar) oder totaler Fokus-Müll (unübersehbar unscharf).
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Die Fokusprobleme sind übrigens KEIN Dämmerlicht-Lapsus!
Die treten auch bei knalligem Sonnenschein auf!
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3. Bokeh
Ich habe mich gewundert, warum Lichtflecken im Bokeh so hässlich fünfeckig aussahen und guckte mir die Blende genauer an. Tatsächlich! Das Objektiv hat 5 Blendenlamellen!! Wer baut denn sowas!? :-o
6 Lamellen ergäben ein symetrisches Bild, 8 würde man nicht mehr differenzieren können (kreisrunde Lichtflecken) aber dieses komische 5-Lamellen-Bokeh dieses einfachen 50ers sehen einfach hässlich aus. :o| Finde ich. Nicht falsch verstehen! Die Freistellungen des Objektives ist wunderbar! Aber klar umrissene Lichter außerhalb der Schärfeebene sehen eben aus wie verschwommene Fünfecke. Und das ist einfach Mist.
Könnt ihr euch vorstellen, wie beknackt ein unscharfer Weihnachtsbaum im Hintergrund mit fünfeckigen Kerzenflammen aussieht? Sechseckige hätten Sterncharakter. Das würde passen. Aber fünfeckige sehen einfach dämlich aus.
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Fazit:
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Ich gebe dem Onjektiv 4 Sterne. Es hat mir ermöglicht, viele schöne Frauen in ihrer Schönheit hochauflösend abzubilden und festzuhalten. :o) Aber es produziert ohne Diskussion auch ne Menge Ausschuss. Als Einstieg ist es aber durchaus zu empfehlen und so empfehle ich es Jedem, der aufs Budget achten muss. Aber man darf das Objektiv nicht überbewerten. Und der geradezu magische Ruf, der ihm vorauseilt ist eher naiver Euphorie über den geringen Preis geschuldet als echtem erfülltem fotografischen Anspruch.

Die Freistellung ist sehr gut. Die Lichtstärke ebenfalls, auch wenn man einschränken muss, dass man die praktisch nicht voll nutzen kann, weil scharf wirds erst ab Blende 2,8. Mit weiter geöffneter Blende sind die Fotos mehr "Mal sehen ob's klappt"-Experimente.

Ich werde mir auf jeden Fall irgendwann das 1,4er kaufen. Das ist dreimal so teuer, aber "Fotografie" bedeutet nun mal "Investition". In Sachen "Zeit und Beschäftigung" und in Sachen "Finanzen". Der Lohn sind Fotos auf einem höheren optischen Niveau. Und mit der Erfahrung steigen auch die Ansprüche. Neben einem schnelleren und deutlich sichereren AF hat das 1,4er 8 (in Worten: ACHT!) Blendenlamellen und dementsprechend ein geschmeidiges kreisrundes Bokeh das professionelle Ansprüche zufriedenstellt.
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Ergänzung (09.01.2012):
Ich sehe übrigens trotz meiner Penibilität in Sachen Bildqualität keinen sichtbaren qualitativen Unterschied zwischen dem "50mm/1,8 II" und meinem Kit-Objekiv "18-55mm II"! Weder in Schärfe noch in Auflösung. Das Kit zeichnet minimal mehr CAs an den Rändern. Aber bei der Randschärfe ist das "18-55mm II" nicht schlechter. Interessanterweise ist die Randschärfe des 50er in den verschiedenen vier Ecken unterschiedlich hoch! (Festgestellt mit frontalen Testfotos von gut sonnenbeschienenem rauverputztem Mauerwerk und orthogonal fotografierter ebenso sonniger Wiese. Alles vom Stativ.)

Meiner Meinung nach gibt es nur drei signifikante Unterschiede zwischen dem "18-55mm II" und dem "50mm/1,8":
1. Der Fokus des Kit-Objektives trifft deutlich sicherer.
2. Das 50er kommt mit deutlich weniger Licht aus als das Kit-Objektiv.
Die praxistaugliche Minimalblende von 2,8 genügen auch bei wenig Licht völlig und das macht einen enormen Unterschied zur Offenblende 3,5 des Kit bei Anfangsbrennweite (18mm). Auf einen Stabilisator (den das 50er nicht hat) kann man da getrost verzichten.
3. Das 50mm stellt aufgrund der größeren Blendenöffnung um Welten besser frei! Das ist ein echter fotografischer Vorteil ... mangelhafter Fokus hin oder her.
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Ergänzung (07.03.2012): WICHTIG!
Ich habe vor einer Weile eine Portraitserie von mir selber geschossen. Per Funkfernauslöser. In Studioumgebung: einheitlich grauer Hintergrund, 500 Watt Halogen von links, 500 Watt Halogen von rechts, dazu noch ein goldener Reflektor. Also optimale Bedingungen. Ich habe insgesamt 92 mal ausgelöst.
Die Bedingungen dabei waren immer konstant:
1. Ich stand IMMER auf derselben Stelle!
2. Die Blende war immer konstant f2,2. So war der einen Meter hinter mir entfernte Hintergrund bereits unscharf und ich musste nachträglich nicht mehr freistellen und das Objektiv ist bei f2,2 bereits ordentlich scharf. WENN DER FOKUS SITZT! Ich betone diesen Konjunktiv!
3. Als Fokussensor war nur der mittlere Kreuzsensor meiner 30D aktiv. Der zielte immer auf mein Gesicht. Ich stand frontal vor der Kamera. (Abstand zur Kamera ca. 2m.)
Es waren also optimale Bedinungen für die Kamera: reichlich Licht für saubere Scharfstellung und wirklich kurze Verschlusszeiten und ein unbewegliches, konstant positioniertes Motiv.

Ergebnis:
Von den 92 Fotos sind exakt 46 mehr oder weniger unscharf und nicht zu verwenden. Das sind genau 50% Ausschuss. Unter Studiobedingungen!

Ich erinnere daran, dass ich ZWEI dieser Objektive bestellt und getestet hatte. Beide hatten dieselbe Fokusleitung. Mein Objektiv ist also offenbar repräsentativ für die ganze Modellserie.

Ich verleihe dem Objektiv jetzt nur noch 2 Sterne. Es macht schöne Fotos, WENN man jede einzelne Aufnahme sofort kontrolliert und, wenn es nötig ist, noch 2-3 Mal abdrückt. Wer dem Objetiv vertraut, also einfach drauflosknipst, wie man das bei zuverlässig fokussierenden Objektiven machen kann, der wird zwangsläufig enttäuscht werden. So eine Ausschussrate ist unzumutbar. Und das sage ich, der zu Beginn recht angetan von dem Objektiv war und wirklich viel damit fotografiert hat.
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Mein erfahrungsbasiert korrigiertes Fazit:
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Wie gesagt verleihe ich dem Objektiv nur noch 2 Sterne.
Wer experimentieren will, enttäuschungsoffen ist, viel Zeit hat (Blumen fotografiert, etc.) und eine Aufnahme mehrfach zu wiederholen bereit ist und wer erste Erfahrungen mit geringer Schärfentiefe sammeln will - der kann es kaufen. Wer hingegen vielseitig fotografiert, wer Menschen in (auch nur geringer) Bewegung fotografiert, wer Wert auf ungestörten Workflow legt, kurzum, wer das Anfängerstatium überwunden hat und zügig arbeiten will, dem sage ich ganz klar und eindringlich, dass er sich die rund 100,- Euro für das 1,8er sparen soll und das Doppelte drauflegen und gleich das 1,4er für reichlich 300,- kaufen soll!

Ich stufe das 1,8er als Spielzeug- und Übungsobjektiv ein.

_________________________________

Fokusleistung verbessern!
Erfahrungs-Update zur ein weiteres dreiviertel Jahr später (Sa., 25.08.2012):

Ich habe soeben einen Kommentar zu meiner Rezension gegenkommentiert und will das hier gleich noch anhängen, da es für jeden Leser interessant sein wird.
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Abbildungsleistung im Vergleich zu anderen 50mm-Objektiven:

Das Objektiv ist - wenn der Fokus sitzt - in Abbildungsleistung (sehr aberrationsarm) und Auflösung in der Tat das beste 50mm-Objektiv für Canon-Kameras! Besser als das 1,4er und sogar eine Spur besser als das viel gelobte und deutlich teurere Sigma (dessen Fokus zudem so gut wie immer erst an die Kamera angepasst werden muss). Ich habe umfangreich in Foren recherchiert und das, was ich eben sagte, hat sich dabei herauskristallisiert.
Also WENN der Fokus sitzt, dann ist dieses Objektiv wirklich sehr gut.

Um die Fokusleistung zu verbessern, sollte Folgendes beachtet werden:

Fotografieren Sie grundsätzlich abgeblendet auf min. f2,8, besser f3,5 oder f4,0! Da stehen Sie auch mit diesem fokusschwachen Objektiv schärfetechnisch auf recht sicherem Boden und können von seiner guten Abbildungsleistung profitieren! Der Autofokus wird durch das leichte Abblenden treffsicherer und die Tiefenschärfe wächst auf einen praktikablen Bereich. Denn beachten Sie: selbst bei f2,8 haben Sie, wenn sie ein Portrait aus 3m Entfernung schießen, einen Tiefenschärfenbereich (also wirklich knackscharf) von viellecht 2cm! Wenn Sie noch näher rangehen (1m), schrumpft der auf etwa 1cm! Das heißt, Sie fokussieren die Pupille des Modells und die Wimperspitzen bzw. Augenbrauen sind - 1:1 betrachtet - bereits wieder unscharf! Wenn der Fokus NICHT sitzt, ist es genau andersrum: die Wimperspitzen und Augenbrauen sind knackscharf, die Pupille jedoch nicht. Das ist dann ärgerlich.

Die Offenblende ist meines Erachtens praktisch wertlos. Und zwar aus zwei Gründen:
- für die Potraitfotografie unverwendbar geringe Tiefenschärfe
- die Autofokusleistung schlafft inakzeptabel ab

Die Offenblende sollte nur für wirklich finstere Szenen verwendet werden, wenn jedes Photon eingefangen werden muss und auch dann nur mit einem möglichst großen Abstand zum Motiv.

Also leicht abblenden und viel üben! Und Sie werden mit dem Objektiv arbeiten können. ...und jede Einstellung zur Sicherheit immer gleich zweimal auslösen! ;o) Zumindest zu Anfang.

An meiner 2-Sterne-Bewertung ändert dieser Tipp nichts, denn er machen nur aus der Not eine Tugend. Das Objektiv ist abbildungstechnisch gut, AF-technisch aber miserabel. Der hier gegebene Hinweis kompensiert diese Schwäche nur.
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Noch ein Tipp wie man bei unbeweglichen Stativaufnahmen gestochen scharfe Fotos hinkriegt:

- Kamera aufs Stativ
- (unbewegliches!) Objekt anvisieren
- LiveView an - 10x vergrößert
- Blende auf 11 zuschrauben
- Fokus auf MF stellen
- Abblendtaste drücken und halten (damit das Objektiv auf f/11 schließt und das LiveView-Bild entsprechend scharf wird)
- in Ruhe manuell scharf stellen
- Abblendtaste loslassen
- Blende wieder auf den fürs Foto gewünschten Wert öffnen
- auslösen

Das kriegt man - die nötige Zeit vorausgesetzt - wunderbar hin! In der LiveView kann man ja den angezeigte Bildauschnitt mit den Pfeiltasten beliebig verschieben. So kann man genau den Punkt ins Display holen auf den man dann manuell fokussiert. Das geht wunderbar.

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Kommentare

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Von 7 Kunden verfolgt

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1-10 von 70 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.03.2012, 16:15:20 GMT+2
Andreas meint:
Volle Zustimmung. Ist auch meine Erfahrung der letzten 7 tage. Ich schick das objektiv zurück

Veröffentlicht am 08.04.2012, 23:53:46 GMT+2
Ein Kunde meint:
Muss der Bewertung leider zustimmen. Auch mein 1.8er ging zurück.

Veröffentlicht am 14.05.2012, 19:49:23 GMT+2
vd86 meint:
Dem kann ich so zustimmen.
Bestimmt 30% Ausschuss. (Back oder Front fokus)

Veröffentlicht am 25.08.2012, 12:33:32 GMT+2
Nicolas meint:
ich habe das objektiv gestern bekommen und war schockiert wie unscharf die bilder geworden sind, ich hoffe immernoch das ich einfach nur ein montags modell erwischt habe und werde mir nochmal ein 2. bestellen, allerdings macht mir diese bewertung nicht gerade hoffnung

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.08.2012, 15:47:32 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 25.08.2012, 16:04:58 GMT+2
Nein, das können Sie vergessen. Ich habe mir selber zwei Stück bestellt und der AF beider Objektive war gleich miserabel. Die sind offenbar alle so.
Einen kleinen Trost habe ich dennoch für Sie. Oder besser 2 Tröste. ;o)

1. Das Objektiv ist - wenn der Fokus sitzt - in Abbildungsleistung (sehr aberrationsarm) und Auflösung in der Tat das beste 50mm-Objektiv für Canon-Kameras! Besser als das 1,4er und sogar eine Spur besser als das viel gelobte Sigma (dessen Fokus zudem so gut wie immer erst an die Kamera angepasst werden muss). Ich habe umfangreich in Foren recherchiert und das, was ich eben sagte, hat sich dabei herauskristallisiert.
Also WENN der Fokus sitzt, dann ist dieses Objektiv wirklich sehr gut.

2. Fotografieren Sie grundsätzlich abgeblendet auf min. f2,8, besser f3,5 oder f4,0. Da stehen Sie auch mit diesem fokusschwachen Objektiv schärfetechnisch auf recht sicherem Boden und können von seiner guten Abbildungsleistung profitieren! Der Autofokus wird durch das leichte Abblenden treffsicherer und die Tiefenschärfe wächst auf einen praktikablen Bereich. Denn beachten Sie: selbst bei f2,8 haben Sie, wenn sie ein Portrait aus 3m Entfernung schießen, einen Tiefenschärfenbereich (also wirklich knackscharf) von viellecht 2cm! Wenn Sie noch näher rangehen (1m), schrumpft der auf etwa 1cm! Das heißt, Sie fokussieren die Pupille des Modells und die Wimperspitzen bzw. Augenbrauen sind - 1:1 betrachtet - bereits wieder unscharf! Wenn der Fokus NICHT sitzt, ist es genau andersrum: die Wimperspitzen und Augenbrauen sind knackscharf, die Pupille jedoch nicht. Das ist dann ärgerlich.

Die Offenblende ist meines Erachtens praktisch wertlos. Und zwar aus zwei Gründen:
- für die Potraitfotografie unverwendbar geringe Tiefenschärfe
- die Autofokusleistung schlafft inakzeptabel ab

Die Offenblende sollte nur für wirklich finstere Szenen verwendet werden, wenn jedes Photon eingefangen werden muss und auch dann nur mit einem möglichst großen Abstand zum Motiv.

Also leicht abblenden und viel üben! Und Sie werden mit dem Objektiv arbeiten können. ...und jede Einstellung zur Sicherheit immer gleich zweimal auslösen! ;o) Zumindest zu Anfang.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.08.2012, 15:30:59 GMT+2
C. Schild meint:
Ich bin gerade auch am überlegen, ob ich nicht einfach das Kit-Objektiv weiter verwende trotz kleinerer Blende.
Der AF+die geringe Tiefenschärfe sind schon ein Handycap, wenn man nicht gerade sicher mit dem Objektiv und dessen "Macken" umgehen kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.08.2012, 17:42:06 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 26.08.2012, 17:42:16 GMT+2
Ich arbeite gern mit dem Kit-Objektiv (Version 2!). Die Abbildungsleistung ist sehr gut! Auch wenn das von Vielen im Netz mit geradezu religiösem Eifer verneint wird. Aber die müssen wohl nur ihre "Tausend-Euro-Objektive" vorm ihrem moralsichen Gewissen rechtfertigen.

Ein echter Nachteil des Kit ist allerdings, dass es nur bei 18mm f3,5 hat! Damit kann man arbeiten. Aber bei 55mm liegt die Offenblende bereits nur noch bei f5,6. Und das ist durchschnittlich zu dünn.

Veröffentlicht am 10.09.2012, 11:56:10 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 10.09.2012, 12:32:04 GMT+2
gibsi meint:
Wenn das Ding so günstig ist und eigendlich gute Abbildungseigenschaften hat, nur der AF das Problem darstellt, warum zum Teufel stellt keiner manuell damit scharf und die Welt (Bilder) sieht dann gut aus? Es gab Zeiten, da musste man mit der Knipse die Entfernung schätzen und manuell einstellen, ohne Fokus :D
Hier ist ein Labortest, der neben der hilfreichen Selbsteinschätzungen zum Objektiv, weitere Objektivität in die Diskusion bringen kann:
http://lenstests.de/objektive/canon-ef-50mm-f1.8-ii

und...
(geht mit der Maus über das Bild, um die Objektive zu wechseln)

http://the-digital-picture.com/Reviews/ISO-12233-Sample-Crops.aspx?Lens=763&Camera=474&Sample=0&FLI=3&API=1&LensComp=105&CameraComp=453&SampleComp=0&FLIComp=0&APIComp=4

Gebrauchen kann man dieses Objektiv schon. Das manuelle Einstellen der Schärfe mit dem schmalen Fokusring ist nicht komfortabel, zu gebrauchen aber für Still-leben, Landschaft und wenig Lichtfotografie oder Nacht-Videos auf Stativ.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2012, 12:29:03 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 10.09.2012, 12:30:47 GMT+2
Wenn das Ding so günstig ist und eigendlich gute Abbildungseigenschaften hat, nur der AF das Problem darstellt, warum zum Teufel stellt keiner manuell damit scharf und die Welt (Bilder) sieht dann gut aus?
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Da haben Sie prinzipiell Recht und wenn man die Zeit hat, ist das die Lösung. Ich selber habe nie analog spiegelreflexfotografiert, aber habe mal durch so eine Kamera geschaut und kann mich an eine Schnittbildscheibe erinnern, bei der ein diagonaler Streifen des Bildes mit der Schärfejustierung verschoben wurde und sich bei korrekten Fokus nahtlos ins übrige Bild einfügte. Damit war das Scharfstellen exakt und schnell möglich. Sowas gibts in DSLR aber nicht mehr. Ich würde mir nicht zutrauen beim schnellen Fotografieren manuell den Fokus besser zu erwischen als der AF. Überlegen Sie mal! Bei f2,8 haben Sie bei einem formatfüllenden Porträt einen knackscharfen Tiefenschärfebereich von ganzen 2-3 Zentimetern!
Und das manuell zu erwischen, ohne optische Hilfsmittel im Sucher, das stelle ich mich nicht einfach vor.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2012, 12:44:22 GMT+2
Nicolas meint:
Da muss ich Ihnen vollkommen recht geben ich kenne auch noch diese Schnittbildscheibe die durch die Digitale fotografie bzw dem Autofokus einfach überflüssig geworden ist. So mit ist manuelles Scharfstellen schwierig und für Schnappschüsse keinesfalls geeignet. Die einzige halbwegs brauchbare lösung für mich ist die Verwendung der Liveview mit 10x Vergrößerung.
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