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Kundenrezension

11 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen interessant, aber einseitig, 31. Dezember 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Djihad und Judenhaß. Über den neuen antijüdischen Krieg. (Taschenbuch)
Wenn man sich mit dem Thema näher beschäftigt, ist das Buch insgesamt lesenswert; wenn man nur allgemein etwas über den "antijüdischen Krieg" erfahren möchte, ist es viel zu undifferenziert.
Positiv ist, dass Matthias Küntzel Zusammenhänge herstellt und aufzeigt wie ausgeprägt der Antisemitismus in gewissen Regionen ist. Gut ist weiterhin, dass er seine Aussage mithilfe von Verweisen belegt.

Die große Schwachstelle ist die Undifferenziertheit. Es wird der Eindruck erweckt, dass alle Menschen des Nahen Ostens Antisemiten seien und Israel nie anerkennen würden (dass sogar ultraorthodoxe Juden (Charedim) in Israel keinen jüdischen Staat sehen und auch gegen dessen Gründung durch die zionistische Bewegung waren, erwähnt Küntzel nicht). Dennoch geben die Palästinenser in Umfragen ein anderes Bild ab.
Auf folgenden Vorschlag "Israel zieht sich aus der West Bank und dem Gazastreifen zurück - mit Ausnahme von drei Prozent der Westbank, wo sich große Siedlungsblöcke befinden, die von Israel annektiert werden. Die Palästinenser erhalten im Gegenzug Gebiete in gleicher Größe entlang des Gaza-Streifens. Alle anderen Siedlungen gibt Israel auf." stimmten 56% der Palästinenser und nur 46% der Israelis dafür.
Auf den Vorschlag "Sobald das Abkommen über den dauerhaften Status in Kraft ist, bedeutet dies das Ende des Konflikts, und es werden von keiner der beiden Seiten weitere Forderungen erhoben. Die Parteien erkennen Palästina und Israel als Heimat ihrer jeweiligen Völker an." stimmten 66% der Palästinenser und 67% der Israelis PRO. (Quelle: siehe bpb Israel Neuauflage 2008).

Küntzel geht auch nicht darauf ein, dass Palästinenser aussagen, dass ein großer Unterschied zwischen den da wohnenden Juden und den Zionisten besteht. Ein Staat mit den dort schon lange ansässigen Juden sei selbstverständlich; der Zorn richtet sich meist auf die Zionisten, die ihnen ihr Land wegnähmen. Dazu passt, was im Buch unerwähnt bleibt, dass der Siedlungsbau auf palästinensischem Gebiet gegen das UN-Völkerrecht verstößt.
Hinzu kommt die ungleiche Verteilung des Wassers. Israelis konsumieren ca. 250 Liter Wasser am Tag, während Palästinenser mit einem Verbrauch von 60 Liter pro Tag und Kopf an Wassermangel leiden. Dabei liegen die Hauptquellen israelischer Wasserversorgung in den besetzten palästinensischen Gebieten.
Und gerade die Perspektivlosigkeit der Menschen in Gaza und die dazu kommende gelegentliche Hilfe (zB Lebensmittelmarken oder Organisierung von Hochzeiten) der Hamas treibt die Menschen in deren Hände.
Mit dem Schicksal 1. der arabischen Israelis, die klar Bürger zweiter Klasse sind (benachteiligt auf dem Arbeitsmarkt, kaum Möglichkeiten zur Entfaltung, etc) 2. der Palästinenser in Flüchtlingslagern, die nicht in ihr Land zurückdürfen 3. der Palästinenser im Westjordanland, die sich dort meistens nicht frei bewegen können, setzt sich Küntzel nicht mit auseinander. Hass soll nicht gerechtfertigt werden dürfen, aber dass die Ursachen nur in uralter Tradition bestehen, lehne ich ab. Es wachsen schließlich immer neue Generationen heran, und sie werden sich ihr Bild vom Nachbarn durch eigene Erfahrung machen.

Fazit: Als DAS Buch über "den antijüdischen Krieg" ungeeignet.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.04.2009 13:52:56 GMT+02:00
Dina meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.04.2010 04:38:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.04.2010 04:39:20 GMT+02:00
Verstehe ich nicht. Über das Buch äußert sich die Rezension nur kurz: es sei gut, aber einseitig. Dann geht es nur noch um die gegenteilige Meinung des Rezensenten. Das ist keine Rezension, sondern eine gegensätzliche Stellungnahme zum Thema. Wenn Sie mit dieser Stellungnahme ohnehin konform gehen, haben Sie Recht: Nicht lesen! Schützen Sie sich vor störenden Fakten und Argumenten. Schwimmen Sie mit dem Strom. Millionen können heute so wenig irren wie in den dreißiger Jahre ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2010 10:57:00 GMT+01:00
Honoris Causa meint:
@ Babel

Hier sind wohl nur Sie derjenige, der sich nicht nur vor Fakten schützt, sondern auch noch sehr selektiv und mit vorgefertigter Meinung eine Rezension liest. Der Rezensent weist richtigerweise darauf hin, dass die Wurzeln der Israelfeindlichkeit im Nahen Osten, insbesondere unter Palästinensern, wohl kaum nur in uralten antisemitischen Traditionen, sondern auch (er schweigt sich darüber aus, ob vielleicht sogar hauptsächlich, er sagt nur: "auch") in der aktuellen politischen Lage liegen. Dazu führt er Fakten über den Wasserverbrauch, Umfragen sowie eine allgemeine Schilderung der Lage der Palästinenser an. Zu keinem Zeitpunkt bestreitet er, dass das besprochene Buch wichtige Aussagen zum Antisemitismus in der islamischen Welt im Allgemeinen und im politischen Islam im Besonderen macht. Ihre etwas arroganten Hinweise auf ein angebliches "Mit-dem-Strom-Schwimmen" und auf die Nazizeit sprechen Bände über Ihre Fähigkeit, eine sachliche Diskussion zu führen und in Büchern und anderen Beiträgen etwas anderes zu sehen als Propaganda- und Selbstversicherungsmaterial sowie Munitionslager zur Unterstützung der eigenen, eh schon feststehenden Meinung.

Mal ehrlich, wer kann sich denn wirklich vorstellen, dass der ganze Palästinakonflikt allein oder zum großen Teil aus jahrhundertealtem Judenhass gespeist ist? Wäre Israel kein von Juden, sondern von - sagen wir - Mormonen bewohnter Staat ähnlichen Alters, sähe die Situation wohl nicht allzu unterschiedlich aus. Natürlich fällt der aus der politischen Situation entstehende Hass auf Israel auf einen durch einen allgemeinen Antisemitismus bereiteten Boden. Behauptet man diesen als alleinige Ursache, ist das schlicht Verkennung der Realität.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.01.2011 15:34:03 GMT+01:00
Martin Nickel meint:
"...nach einer, monatlich erhobenen, repräsentativen Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung befürworten 88% der palästinensischen Bevölkerung Selbstmordanschläge gegen israelische Zivilisten..."
um auch mal mit sowas um sich werfen zu können..
Wie auch immer finde ich es sehr amüsant was Honoris Causa meint, denn genau weil es ein jüdischer Staat ist wird Israel so scharf kritisiert.
Aus einem Interview mit J.Bruhn was ganz gut dazu passt..

"T-34: In Anbetracht der Tatsache, daß für eine Kritik am Nationalstaat auf der Welt knapp 200
zur Auswahl stehen, Deutschland natürlich im besonderen, ist da die Kritik am Staat Israel
immer schon antisemitisch?
J.B.: Ob jede Kritik am Staat Israel antisemitisch ist, kann man nur mit einem glasklaren Ja beantworten.
Es kann keine Kritik am Staat Israel geben, die nicht antisemitisch ist, da - wie
schon hervorgehoben- Israel die organisierte revolutionäre Emanzipationsgewalt der jüdischen
Gesellschaft darstellt. Jede Kritik kann nur aus der Perspektive des Abscheus vor dieser
Emanzipation geäußert werden.
Ich finde das Argument mit den 200 zur Auswahl stehenden Staaten sehr schön. Daher
möchte ich den besonderen Fall von Marokko anführen. Jeder weiß, daß 1975 Marokko die
Westsahara, die damals von Spanien entkolonisiert wurde, sich einverleibt hat. Weiterhin weiß
jeder, daß sich Marokko seit fast 30 Jahren allen UNO-Versuchen und Resolutionen, dort eine
Volksabstimmung durchzuführen, nicht nur tätlich widersetzt, sondern auch durch eine planmäßige
Siedlungsbewegung das „eingeborene Volk“ der Sahauris um ihre angestammten
Rechte bringt. Diese Sahauris leben zu Zehntausenden unter elenden Verhältnissen in der
algerischen Wüste in Flüchtlingslagern. Das ist natürlich kein Thema. Es geht vielmehr nur
darum, was Juden anderen antun. Man sucht sich Israel nicht aus, weil dort angeblich Rechtsverstöße
besonderer Qualität vorkämen, sondern weil in Israel Juden am Werke sind."

Lies das Buch ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.01.2011 21:26:35 GMT+01:00
zifo meint:
Hallo, ich hatte das Buch vor gut 2 Jahren gelesen; Da mich das Thema sehr interessierte und wissen wollte, was eine gerechte Lösung des Konflikts werden könnte, las ich dazu recht viel. Ich hatte den Eindruck gewonnen, dass die Palästinenser unter schlimmen Bedingungen unterdrückt werden (siehe Gaza) und sah die Schuld vor allem bei der israelischen Regierung. An meinem Eindruck von der hilflosen Lage vieler Palästinenser hat sich nicht so viel geändert, aber ich glaube im Moment, dass die eigentlichen Gründe des Konfliktes weniger in äußeren Bedingungen als in den Köpfen der Menschen steckt.
Das Problem beginnt für mich bei der Zuordnung von Menschen: wieso begegne ich meinem Gegenüber nicht wie er ist, sondern ordne ihn gleich in mein Denkschema ein: "Du bist israelischer Jude? Ok, dann bist du mein Freund / Feind. (je nachdem eben)." Auch wenn es möchtegern-heilig klingt und sich das aus einem warmen Zimmer mit allem Komfort besser schreiben lässt: Ich glaube, wenn wir eher auf die Suche nach innerem Frieden gehen würden, wird der Konflikt zu einer sehr viel größeren Wahrscheinlichkeit ein endgültiges Ende finden.
Die Frage, die ich mir dann stelle ist: Was bringt das den Menschen im Gazastreifen/im Westjordanland oder auch in Israel, wenn sie unter schlimmen Lebensbedingungen zu leiden haben oder verzweifelt sind, wenn wir uns nun zurücklehnen und den ganzen Tag beten oder meditieren oder für inneren Frieden plädieren und sonst nix tun?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.11.2013 17:03:24 GMT+01:00
jesus meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]
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