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Kundenrezension

am 10. April 2013
‟Kyria und Reb – Die Rückkehr“ von Andrea Schacht ist der zweite Band und auch schon der Abschluss dieser Jugendbuch-Reihe, die von ‟Bis ans Ende der Welt“ eingeleitet wurde.

Inhalt: Kyria reist zurück nach NuYu, um den Mord an ihrem Vater aufzuklären und auch den Verschwörungen gegen sie selbst auf die Schliche zu kommen. Warum wurde ihrer Mutter und ihr weisgemacht, sie leide an einem Gendefekt? Währenddessen lässt Reb sich von seinem Vater für die spektakulären Wagenrennen ausbilden. Auch seine Wege führen ihn zurück in NuYus Hauptstadt. Wird es für ihn, aufgewachsen in der Subcultura, und Kyria, die Tochter einer hohen Politikerin, die für das Amt der Landesmutter kandidiert, eine zweite Chance geben?

Jetzt zu meiner Einschätzung des Buches. Ursprünglich hatte ich, wie wahrscheinlich viele, fest damit gerechnet, dass ‟Kyria und Reb“ - wie die meisten Jugendbuch-Reihen in letzter Zeit – eine Trilogie werden würde. Obwohl ich mich zunächst gefreut habe, dass diese dystopische Reihe zum Zweiteiler umfunktioniert wurde, da Trilogien mittlerweile zu einem Trend geworden sind, der nicht nur als positiv zu betrachten ist, und ich die zweite Hälfte des ersten Bandes schon fast ein wenig langatmig fand, muss ich nach dem Lesen sagen, dass diese Geschichte wohl doch besser in drei Bänden erzählt worden wäre. Während ich ‟Bis an Ende der Welt“ noch ein paar Längen attestiert hatte, schlug ‟Die Rückkehr“ ins andere Extrem.

Dabei war der Abschluss nicht einmal schlecht. Der Handlung ist wie auch das Ende durchgehend schlüssig und als Ergebnis zufriedenstellend für den Leser. Der Weg dorthin wirkte allerdings teilweise wie eine Hetzjagd. Die Ereignisse flogen nur so an mir vorüber, innerhalb kurzer Zeit folgte eine Wendung der nächsten. Das könnte durchaus spannend sein und das ist es teilweise auch – ein hohes Erzähltempo vermeidet immerhin Längen – aber leider wirkt es auch sehr oberflächlich. So viele Vorkommnisse würden gerne genauer beschrieben werden, so viele Charaktere hätten gerne noch eine kleine Hintergrundgeschichte bekommen oder wären gerne häufiger in der Handlung aufgetaucht, hätten größere Berührungspunkte mit Kyria und Reb haben wollen – man merkt es ihnen an. So viel Potential bleibt ungenutzt und viel Tiefe geht verloren in dieser zusammengestaucht wirkenden Handlung.

Denn eigentlich ist alles da. Spannende Verschwörungen, gleich mehrere interessante Gegenspieler, denen leider aber nur flüchtige Auftritte gegönnt werden, und natürlich die schöne Liebesgeschichte zwischen Kyria und Reb. Zwar wirken die beiden zusammen immer noch gelungen und verkörpern überzeugend die Welten, die in Form ihrer Lebensgeschichten aufeinander prallen, aber, während Kyria sich im ersten Band für ihre Entwicklung von der behüteten Oberschicht-Tochter zur freien Reservatsbewohnerin viel Zeit lassen konnte und sich so auch langsam mit Reb einem glaubwürdigen Pärchen annäherte, hat auch die Liebesgeschichte es im zweiten Band eilig. Die Phasen zwischen Trennung und Wiedersehen sind kurz, die Wechsel kommen plötzlich, die Figuren reflektieren kaum. Schnell wird noch eine Dreiecksgeschichte hinzugedichtet, die kaum Substanz bekommt. Ja, selbst die witzigen Sticheleien zwischen dem Rebellen und der wohlerzogenen Tochter aus gutem Hause verloren etwas ihren Reiz und rutschten manchmal sogar ins Alberne ab.

Der Schreibstil ist wieder einmal sehr gut, auch wenn ich den Einsatz der unterschiedlichen Sprachebenen – der sehr altmodisch, gewählten Sprache der Oberschicht und der Umgangssprache der Subcultura – nicht mehr so deutlich als gelungene sprachliche Feinheit wahrgenommen habe, wie im ersten Band. An einigen Stellen fand ich es sogar ein wenig holprig, was aber vielleicht auch der überstürzten Handlung und weniger der Sprache selbst geschuldet war.

Ebenfalls nicht rundum zufrieden war ich mit der Ausarbeitung der Dystopie in diesem Roman. Unterdrückte Männer, dominante Frauen – dabei blieb es, neue Aspekte tauchten leider nicht auf. Kyria konzentrierte sich auf die Aufklärung ihrer eigenen Vergangenheit, den Tod ihres Vater vor allem. Dabei gibt es selbstverständlich Überschneidungen mit der Politik und auch die Pläne ihrer Mutter, die an die Spitze der Regierung gewählt werden möchte, spielen in diesem Band eine Rolle, doch vielmehr spürt man von der Dystopie leider nicht. Die Lösungen wirken einfach, bedrohliche Situationen sind schnell abgewendet.

Fazit: Ein im Ergebnis zufriedenstellendes, aber auf dem Weg dorthin unruhig erzähltes Finale für diese Reihe. Zu viel Handlung auf zu wenigen Seiten – für Tiefe blieb dabei wenig Raum und so konnte der zweite nicht mit dem ersten Band mithalten, obwohl das Potential dagewesen wäre. Ein dritter Band hätte der Reihe gut getan. Leider nur drei Sterne für ein solides, aber dennoch nur mittelmäßiges Lesevergnügen.
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