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Kundenrezension

am 2. Februar 2014
"Es Werde Nicht", das 2011er Comeback-Album der wohl puscheligsten Band der Galaxie war nicht die erhoffte Sternstunde. Das kann ich jetzt noch besser beurteilen als damals und womöglich kämen Knorkator bei einer erneuten Bewertung meinerseits sogar noch etwas schlechter weg.

"We Want Mohr", welches im Vorfeld, dank einiger überambitionierter, politisch seeehr korrekter Gesellen schon einige Wellen schlug, hat nun die Chance es zu richten. Der "Struwwelpeter" sollte als Leitmotiv dienen und ich hatte mich ernsthaft darauf gefreut, all die bitterbösen Geschichten Dr. Heinrich Hoffmanns im knorken Soundmäntelchen zu hören. Schlussendlich haben es jedoch nur 3 geschafft. Mit "Konrad", dem Daumenlutscher (gut!), dem fliegenden "Robert" und dem bösen "Friederich" (beide eher "gähn") ist nun ein Viertel der Platte mit heuer eher zweifelhaften Erziehungsgeschichten bestückt. Der Rest der Platte besteht aus eigenem Liedgut, bzw. Texten; ok, fast, wurde doch Judas Priests "Breaking The Law" zu einer geschmeidigen Pianoballade umgemodelt. Fein.

Was nach nur einmaligem Anhören auffällt, ist, dass manche Songs schlichtweg zu lang sind. Manche Instrumentalpassagen hätte man locker kürzen können, so wirkt jedoch Einiges wie Füllmaterial. Auch fehlen die ganz großen Momente, die frühere Werke der Berliner ausgezeichnet haben. Natürlich soll es auch einer Ausnahmeband wie Knorkator gestattet sein, sich weiter zu entwickeln, doch den, über Jahre aufgebauten Stil teilweise so, will fast sagen tot zu reiten, enttäuscht mich als Fan dann doch.

Aufzählungsnummern wie "Zoo" oder "Fortschritt" hingegen gab es nämlich ähnlich schon des öfteren, doch gerade Letztgenanntes langweilt auf ganzer Linie. Diesmal befinden sich zudem sogar zwei Versuche auf dem Album, den Sound auch für den internationalen Markt attraktiver zu machen. "Victorious" stellt sich dabei als gar nicht mal so schlechter Schachzug heraus. Dort wird nämlich zunächst gesungen, dass man in englischsprachigen Ländern jetzt vielleicht auch mal Erfolg haben wird, nur um in der zweiten Strophe demütig zuzugeben, dass es letztlich auch egal sei. Das Glück humoristischer Songschreiber.
Dieses Attribut schreiben sich Knorkator jedoch auf "We Want Mohr" bei weitem nicht mehr in riesigen Lettern auf die Fahnen. "Antwort", "Ich geb es auf" und das zweite englische Stück "Time To Rise" (anders, aber sehr schön!) schlagen doch eher kritische Töne an und lassen Anflüge von Humor höchstens im Subtext aufblitzen. Das eröffnende Hymne sorgt für Gänsehaut, kann aber wie "L" mit nettem Humor überzeugen. "Nett" sollte aufmerken lassen, denn so sehr ich die ursprüngliche Bedeutung des Worts zu schätzen weiß ("nett" sollte NICHT "die kleine Schwester von Scheiße" sein, "nett" sollte wieder "nett" sein), so hatten Knorkator stets aufgrund ihrer böse-derben Art einen Stein bei mir im Brett. Schuld daran könnte Alf Ator-Sproß Tim Tom Thomas sein, der sich auf dem aktuellen Werk für fast alle Kompositionen, wie auch Texte verantwortlich zeichnet. Unter diesem Aspekt ist "We Want Mohr" beeindruckend geworden. Ohne Berücksichtigung dieser Information zumindest noch in Ordnung. Das ist meines Erachtens zu wenig für eine Überband wie Knorkator.

Der Erstauflage im schnieken Digipak liegt übrigens eine coole DVD bei, die einen Kauf quasi im Alleingang rechtfertigt. "Knorkator und Freundinnen" zeigt ein Freiluft-Konzert in der Zitadelle Spandau 2012. Eine Menge Gastmusiker, von Alfs Sohnemann mal abgesehen ausschließlich weiblich, darunter ein Klassikensemble, eine Swing- und Jazzband, die Gitarristin Jen Majura (hui), eine Feuerspuckerin, attraktive, sexy gekleidete Damen, die Sachen kaputt schlagen... läuft! Pluuuus 36 Minuten Konzertmitschnitt aus der Columbiahalle 2011. Zwei gute uuuund komplett verschiedene Setlists. Yay! (Der Spandau-Gig bekommt übrigens die Höchstnote!)
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