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Kundenrezension

am 26. Januar 2008
An erster Stelle muss Nikolaus Harnoncourt genannt werden. Es ist schon unglaublich, welches Feuer er mit 76 Jahren hier entfacht. Ihm bei der Ouvertüre zuzuschauen, wie er die Musiker befeuert, ist der schiere Genuss. So will man Beethoven hören, so- und nicht anders.
Harnoncourt wird von sehr guten Sängern unterstützt, allen voran Jonas Kaufmann. Dieser Tenor, der gerade eine Welt-Karriere startet, war damals noch eher unbekannt. Optisch endlich mal ein Florestan, der vom Körperumfang nicht der Rolle Hohn spricht. Kaufmann hat eine baritonal gefärbte Stimme, die Höhe macht ihm keine Mühe. Derzeit eine Ideal-Besetzung dieser Rolle,zumal er zugleich ein guter Schauspieler ist und sich keinesfalls auf unsinnige Sängergesten beschränkt. Interessant, dass das Publikum ihn nicht so würdigte, Nylund und Harnoncourt bekamen mehr Zustimmung.
Als zweiten will ich Alfred Muff nennen.Der Sänger ist nicht so bekannt. Deswegen Zitat:"Seit 20 Jahren ist der Künstler fest am Opernhaus Zürich engagiert, wo er mit so unterschiedlichen Partien wie Wotan und Wanderer, Barak, Holländer, Gurnemanz, Kurwenal, Jochanaan, Orest, Osmin, Sarastro, Ochs auf Lerchenau, Morosus, Dr. Schön, Boris Ismailow und Balstrode die Aufmerksamkeit von Publikum und Presse auf sich lenkte. Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit hat er mit vielen renommierten Orchestern und grossen Dirigenten wie Claudio Abbado, Gerd Albrecht, Herbert Blomstedt, James Conlon, Christoph von Dohnányi, Nikolaus Harnoncourt, Eliahu Inbal, Armin Jordan, Erich Leinsdorf, Zubin Mehta, Georges Prêtre, Wolfgang Sawallisch, Jeffrey Tate, Giuseppe Sinopoli, Georg Solti, Horst Stein und Franz Welser-Möst musiziert." Muff gibt der Rolle des Pizarro die notwendige Grausamkeit.
Camilla Nylund und Alfred Polgar sind ebenfalls sehr gut,überragend würde ich die Gestaltung nicht nennen. In der dramatischen Scene " Er sterbe" schaut Nylund leider auf den Dirigenten ,statt ihren Part gegen Pizarro zu spielen. Das stört.
Möglicherweise aber auch ein Einfall der Regie. Flimm, von dem ja auch die Inscenierung aus der MET aus dem Jahre 2002 auf DVD vorliegt, insceniert " europäisch" Dem Beethoven'schen Idealismus wird Tribut gezollt-das wäre in NY vielleicht gar nicht verstanden worden. Der Schluss gerät in Zürich dadurch etwas statuarisch. IN NY war fast geswingt worden, und dadurch der Beethoven'sche Pathos etwas relativiert worden. In Zürich muss das Harnoncourt durch die musikalische Gestaltung leisten.
Die Idee einer verzweifelten Marzelline vertieft Flimm in dieser Inscenierung noch,indem sie sich umbringen will,nachdem sie erfahren hat, dass Fidelio eine Frau ist. Es ist völlig überzeugend, dass SIE nicht in den Jubel einstimmen kann.
Ganz nebenbei, zur Ausstattung: diese Spielzeugpistolen, die aus einem Laden für Kindergeschenke stammen könnten, hätte man durch eine ersetzen sollen, die den Kostümen angepasst ist.
Aber : zum Schluß viel Jubel. Berechtigt !
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