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Kundenrezension

am 3. Juni 2009
Eines vorweg: allein das Cover verdient höchste Anerkennung. Im Stil einer noblen Zigarrenbox mit Goldprägung, leuchtendem Orange und Filigrantypografie erhebt die Pappbox Anspruch auf einen absoluten Spitzenplatz im Olymp der Tonträgerverpackungen. Wer die Plastikvariante kauft, ist selbst schuld und hat das Leben nicht verstanden.

Extreme Lo-Fi-Seeligkeit im Opener "Prizefighter" soll wohl unverminderte Vitalität und Wildheit suggerieren, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es hier mit dem ersten, eindeutig dem beginnenden Alterswerk des Mark Oliver Everett zuzuordnenden Album zu tun haben. Das ist keineswegs negativ gemeint: "Hombre Lobo" strahlt sehr souverän in jeder Sekunde seiner Laufzeit die selbstbewusste Haltung aus, niemandem mehr etwas beweisen zu müssen und bleibt trotz intimer Texte auf Distanz.

Emotional war mit dem Vorgänger "Blinking Lights" wohl alles gesagt. Dass es in diesem bombastisch-sinfonisch-zuckersüß-melancholischen Stil nicht würde weitergehen können, war klar. Da hatte Herr Everett ein 100%iges Meisterwerk geschaffen und die damit verbundenen Konsequenzen dürften ihm selbst sehr klar bewusst sein.

Also ist "Hombre Lobo" ein zurückgelehntes, nicht zu ambitioniertes, ein "einfaches" Eels-Album mit diversen Selbstzitaten und der bekannten, aber perfektionierten Technik, ruhige Titel sehr direkt mit brachialen zu konfrontieren.

Innovativ für Everett (aber warum sollte es überhaupt und jemals die geringste Notwendigkeit von Innovation bei einem so begnadeten Künstler geben?) ist am ehesten die Fiebrigkeit der Vorab-Single "Fresh Blood". So etwas habe ich in dieser Intensität noch nirgendwo gehört.

Gemeinsam mit dem ebenfalls sehr ruppigen "Tremendous Dynamite" und dem zwischen beiden Titeln eingeschlossenen "The Longing" bildet "Fresh Blood" das Herzstück des Albums.

Fazit: "Hombre Lobo" hat nicht annähernd die emotionale Wucht von "Blinking Lights", präsentiert sich aber wesentlich direkter, experimentierfreudiger und Mark O. Everett zeigt erneut seine musikalische Intelligenz.

Wenn dieses Album eine Botschaft vor sich herträgt, dann vielleicht diese: man sollte Musik nicht zerreden, sondern einfach hören ' und unbedarfte Rezensenten sollten einfach mal die Klappe halten.

Woran ich mich jetzt unverzüglich halte!
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