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Kundenrezension

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wolf's großer Wurf !, 15. Juni 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Midnight Souvenirs (Audio CD)
Eigentlich wollte ich mir zu dieser CD eine eigene Rezension verkneifen, da meine beiden Vorrezensenten m.M.n. bereits alles Wesentliche zu diesem Album gesagt haben. Allerdings habe ich meine Meinung deshalb geändert, weil ich sehe, dass es bisher wirklich nur zwei Rezensionen zu Peter Wolfs neuem Album gibt. Das darf nicht so bleiben. Tom Pettys neues Album Mojo ist gerade mal ein paar Tage draußen und es gibt schon 9 Rezensionen, diese "Ungerechtigkeit" muss wenigstens teilweise ausgeglichen werden.

Was kann man nun zu diesem Album noch sagen ?
Der Einstieg ist doch schon perfekt. Tragedy, im Duett mit Shelby Lynne gesungen, kommt so locker und geschmeidig daher, mit einem Akustikgitarrenintro und nachfolgend geschickt einsetzenden Instrumenten, wie Bläser, Orgel, E-Gitarren und zusätzlich zu den Solostimmen von Wolf/Lynne ein herrlich unpathetischer Backgroundchor. Wolf zeigt hier, was für ein kreativer Kopf unter Filzhut und Zottelfrisur steckt. Als dieser Song entstand, kam ihm in den Sinn, sich Shelby Lynne als Duettpartnerin dazu zu holen, obwohl er sie gar nicht persönlich kannte. Über Manager bzw. A&R Kontakt setzte er seinen Plan in die Tat um.

Es folgen noch zwei Duette im Verlauf dieser Platte und die zählen für mich schon zu den Höhepunkten dieser CD. Das melancholische, zu Tränen rührende The Green Fields of Summer mit Neko Case ist mit seinen Streicherarrangements genauso großartig wie das letzte Stück It's Too Late For Me, eine herrliche akustische Ballade, die durch den Gesang der Legende Merle Haggard veredelt wird. Während Wolf und Case sich seit 10 Jahren kennen, findet sich Wolf bei der Zusammenarbeit mit Merle Haggard als Fan wieder, der mit einem seiner Idole arbeitet. Zu der Aufzählung der beteiliten Musiker möchte ich Larry Campbell noch ergänzen, der als Musiker, Produzent und Multinstrumentalist u.a für Bob Dylan, Levon Helm, B.B. King, Willie Nelson, Little Feat, Emmylou Harris, Elvis Costello, The Black Crowes und sogar den Deutschen Marius Müller-Westernhagen tätig war.

Peter Wolf liefert mit diesem Album etwas ab, was in unserer von Digitalisierung und Globalisierung beherrschten Welt eine Seltenheit geworden ist. Großartige, handgemachte Musik, die ich gerne als bebilderte Musik bezeichne. Ob Songwriterpop, Rock, Soul oder Countrysound. Wolf verbindet alles zu einem unterhaltsamen Mix und bei jedem Song kann man sich irgendein Bild, eine Szene vorstellen.

Wolf singt diese z.T. sehr unterschiedlichen Lieder mit einer Leichtigkeit, ja mehr schon Lässigkeit, die mich davon Abstand nehmen lässt, dieses Album als Alterwerk zu bezeichnen. Obwohl er mittlerweile 64 Jahre alt ist, klingt Peter Wolf auf diesem Album wie ein jünger Hüpfer, der sich seine ersten Sporen erst noch verdienen will. Und wenn es in diesem Zusammenhang auch widersprüchlich klingen mag: die etwas nasale Stimme, lässt mich mal ein bisschen an Dylan oder Tom Petty denken, hier und da lugt auch mal eine Prise Bob Geldof durch, wie ich finde. Aber es will trotzdem nicht nach einem über 60-Jährigen Mann klingen, so cool, so entspannt, so unglaublich überlegen.

Außer den drei Duettsongs sind meine spontanen und total subjektiven Favoriten: Watch Her Move, There's Still Time, Lying Low, Thick As Thieves, Overnight Lows und die brillante Hommage an den verstorbenen Willy DeVille, The Night Comes Down.

Es gibt aber überhaupt keinen Ausfall auf dieser CD und wer auf Songwritermusik mit Herz und Seele steht, deren Bläser- und Streichersätze nicht die Spur von Überzuckerung und Peinlichkeit aufweisen, den möchte ich auffordern, sich diese Platte zu besorgen und ihr einen besonderen Platz in seiner Sammlung zu gönnen. Das Album hat es verdient und Peter Wolf hätte es schon längst verdient. Ohne Wenn und Aber !
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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.06.2010 18:45:09 GMT+02:00
Child in time meint:
Ist der von der J. Geils Band?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.06.2010 09:58:01 GMT+02:00
V-Lee meint:
@cit: ja genau der;

@rocker; sehr schöne rezi; bin gespannt ob's was hilft... für mich ist das bis jetzt die beste cd im 2010er jahr.

Veröffentlicht am 17.06.2010 08:40:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.06.2010 12:08:02 GMT+02:00
Musik meint:
Dürfte schwer werden, ohne eine gewisse Unterstützung des "Dudelfunks", aber Musik dieser Klasse ist leider nichts für unsere Mainstreamradiosender. Schade um die Gebühren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.06.2010 09:40:40 GMT+02:00
V-Lee meint:
...das befürcht' ich leider auch.

Veröffentlicht am 17.06.2010 11:51:26 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Ich fürchte, dass gute Mucke zumindest in den öffentlichen Sendern verpönt ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.06.2010 13:54:04 GMT+02:00
V-Lee meint:
für die meisten radiosender (und wahrscheinlich auch hörer) ist die musik halt eher zweit-oderdrittrangig. da geht's erstens um werbeeinnahmen und zweitens darum die massen zu unterhalten und sie ja nicht zu überfordern.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.06.2010 15:42:11 GMT+02:00
Rocker meint:
Das Volk will Brot und Spiele und hört doch sowieso nicht mehr richtig zu. Da hat man dann auch nichts besseres verdient. Die Frage, wer das verschuldet haben könnte, diejenigen, die das Radio machen oder diejenigen, die es konsumieren, ist wohl so müßig, wie diese Sache mit dem Huhn und dem Ei...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.06.2010 09:11:11 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.06.2010 09:13:48 GMT+02:00
V-Lee meint:
also für mich ist es klar - es war das huhn, das ab mitte der 80er größtenteils nur mehr faule eier legte. warum liegt auch auf der hand. ab dieser zeit wurde es technisch möglich immer billigere produktionen zu machen, viele instrumente durch maschinen zu ersetzen, was den plattenfirmen freudentränen in die augen trieb, weil ja dann mehr geld in den säcken der fetten manager landen konnte. die cd war im vergleich zur vinyl lp dann auch noch in der produktion wesentlich günstiger (das teuerste daran ist wohl der druck des booklets). so war es auch klar, dass die plattenfirmen dem publikum viel stärker vorschreiben wollten, was sie hören sollten - eben billigproduktionen, hits vom fliessband halt. das ging bis zum aufkommen des internets auch supergut. ich sag' mal die jahre 85-97/98 waren wahrscheinlich die fettesten überhaupt für die musikindustrie.
jetzt hatten sie 15 jahre zeit sich zu überlegen wie sie ihre strategie umstellen müssen um mit den neuen medien kohle machen zu können und es ist ihnen nichts eingefallen, daher sag' ich: schädigt sie (die plattenfirmen, nicht die künstler) wo's geht; wer zu dumm, zu gierig und zu selbstsüchtig ist um sich in einer veränderten umwelt zurechtfinden zu wollen, hat es nicht anders verdient. am liebsten wär's mir, man könnte cds nur mehr über die homepages der künstler selbst ordern, um so den - zurecht im sterben liegenden - moloch plattenindustrie völlig auszuschalten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.06.2010 10:43:27 GMT+02:00
Rocker meint:
Dem ist fast nichts mehr hinzuzufügen, V-Lee.
Über die eigene Website zu verkaufen, so wie die Newcomer Fanfarlo das gemacht haben. Ich sehe nur ein Problem: wie bringt man dem Volk bei, wieder Qualität schätzen zu lernen und von der Droge Fliessbandmusik wieder los zu kommen ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.06.2010 12:06:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.06.2010 08:54:50 GMT+02:00
V-Lee meint:
das wird erst dann wieder funktionieren, wenn die musikindustrie in ihrer alten form der major labels endgültig kolabiert, also wenn es niemanden mehr gibt, der den markt diktiert, allerdings denke ich, dass dieser tag gar nicht mehr soo fern ist. in spätesten 15 jahren sind die cash cows - also die altstars - alle weg vom fenster und neue gibt's ja seit den 00er jahren keine mehr die längerfristig erfolg hätten. dann können sich die (bzw. dann wahrscheinlich nur mehr DER letzte) major dann nur mehr darauf zurückziehen ihren backkatalog zu verwalten (so sie den dann noch nicht an kleine reissue firmen aus geldmangel verscherbelt haben).
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Rocker
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