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Kundenrezension

am 4. August 2012
Dass George R.R Martins "Ice and Fire" Serie zu den besten Fantasy-Reihen unserer Zeit gehört, muss wohl kaum diskutiert zu werden. Schon nach wenigen Kapiteln von "Game of Thrones" konnte ich kaum genug bekommen von Westeros mit all seinen mitreißenden Charakteren, Schauplätzen und Geschehnissen, und so verschlang ich die ersten vier Bände in einem Rutsch. Als dann endlich der heiß ersehnte fünfte Band der Reihe erschien, erwartete ich weitere 900 Seiten pure Lesefreude - doch ich wurde leider enttäuscht.

Wer in "Dance" auf einen großen Wendepunkt oder zumindest auf eine spannende Weiterführung der Handlungsstränge hofft, wird vergeblich danach suchen. In der Tat ist die Geschichte am Ende des Buches beinahe genauso weit fortgeschritten wie am Anfang, denn es passiert fast nichts. Statt die Leser wie in gewohnter Manier mit überraschenden Wendungen und interessanten Storylines zu fesseln, lässt Martin seine Charaktere in "Dance" 900 Seiten lang orientierungslos durch Westeros irren, bis man schließlich das Gefühl hat, dass der Autor selbst nicht mehr weiß, wie die Geschichte eigentlich weitergehen soll. Tyrion reist ständig von A nach B, ohne jemals in B anzukommen oder sein ursprüngliches Ziel verwirklichen zu können, während Melisandre und Jon sich an der Mauer im Kreis drehen. Noch schlimmer ist der Handlungsstrang Danys, die statisch in Meereen sitzt und trotz ihrer gefährlichen Situation nichts anderes zu tun hat, als den Leser mit seitenlangen Anschmachtungen an Daario Naharis zu nerven. Darauf, dass der Knoten in Meereen platzt, wartet man das ganze Buch vergeblich, und sogar am Ende, als die Stadt belagert wird und es für Dany eigentlich Spitz auf Knopf steht, kommt keine richtige Spannung auf.

Der Rest der Charaktere hangelt sich ebenso bedeutungslos durch die Geschichte. Daran kann auch Martins neue (und äußerst nervige) Angewohnheit nichts ändern, seinen Charakteren plötzlich in der Kapitelüberschrift nicht mehr 'Asha' oder 'Quentyn', sondern 'The Wayward Bride' und ' The Spurned Suitor' zu nennen. Die neu plötzlich auftauchenden POVs Jon Connington und Victarion Greyjoy tragen zur Handlung auch nicht viel bei, sondern wirken im Gegenteil eher gekünstelt und vom Autor mit Gewalt in die Geschichte gepresst. Die einzigen Höhepunkte sind die Kapitel von Theon und Bran, doch gegen die Überzahl uninteressanter Handlungsstränge gehen diese wenigen Lichtblicke schlicht unter. Auch Martins Stil ist in diesem Buch nicht so glorios, dass er noch viel retten könnte, im Gegenteil: Die langwierigen Beschreibungen von Essen oder Kleidern sind irgendwann nur noch zum Gähnen. Dazu kommen jede Menge Gewalt- und Sexszenen, die nichts zum Plot beitragen, sondern allein um des Ekelfaktors Willen existieren. Das ist störend und völlig überflüssig.

Insgesamt also kommt 'Dance' so daher, als hätte Martin ein wenig die Lust an seiner Reihe verloren, oder als habe er so viel zu tun, dass er diesem Buch nur die Hälfte seiner Aufmerksamkeit schenken konnte. Hoffentlich findet er im nächsten Buch, 'Winds of Winter', wieder zu seiner alten Größe zurück - es wäre schade, wenn eine Buchreihe, die so großartig begonnen hat, jetzt im Sand verlaufen würde.

Trotz all der oben genannten Schwächen muss man abschließend aber trotzdem sagen: Obwohl wir von George R.R. Martin mehr gewohnt sind, ist "Dance" immer noch besser als die meisten Bücher, die zurzeit auf dem Fantasymarkt herumschwirrt. Deshalb sind drei Sterne meiner Meinung nach die angemessene Bewertung für dieses Werk.
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