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Kundenrezension

am 23. August 2010
Bei der Suche nach Massenvernichtungswaffen gerät der im Frühjahr 2003 nach Bagdad abkommandierte Infanterist Roy Miller (Matt Damon) unversehens zwischen Fronten, von deren Existenz und Verlauf der Truppführer zunächst nichts ahnt. Gegen Ende des 114 Minuten langen Films ist Miller klüger; für Seekrankheit anfällige Zuschauer hingegen wird es ggf. nach einem klaren Schnaps verlangen.

Bereits der Vorspann von "Green Zone" stimmt den Zuschauer auf einen gewalttätigen Film ein. Noch während die Logos des Filmstudios "Universal" und der Produktionsfirmen einander abwechseln, bekommen die hoffentlich leistungsstarken Tieftöner des Heimkinos ordentlich zu tun: Die Soundkulisse aus dem Donnern von in immer unmittelbarerer Nähe einschlagenden Bomben ist beeindruckend und katapultiert den Zuschauer mitten hinein ins Geschehen, noch ehe auf der Leinwand die dazu passenden Bilder erscheinen. Regisseur Paul Greengrass ("Die Bourne-Verschwörung") und seine Crew haben sich alle erdenkliche Mühe gegeben, das nächtliche Bombardement der irakischen Hauptstadt in fürs Publikum beklemmend realistisch anmutender Weise nachzuempfinden - die Szenen, die der Film zu Beginn zeigt, rufen dem Zuschauer eindringlich die Bilder ins Gedächtnis zurück, die seinerzeit auch in den Nachrichtensendungen von TV-Sendern rund um die Welt zu sehen waren.

Derweil draußen die Bomben einschlagen und die irakische Luftabwehr das Feuer erwidert, bemühen sich ein hochrangiger irakischer General und seine Getreuen um einen Quartierwechsel. Die Bildgestaltung passt zum hektischen Geschehen: Director of Photography ("Kameramann" hieß so was früher) Barry Ackroyd setzt von Anbeginn des Films konsequent auf den Einsatz verwackelter Handkamerabilder und bleibt dem Stilmittel bis zum Schluss treu - das macht "Green Zone" zwar zu einem stark dokumentarisch anmutenden Werk, gerade gegen Ende des Films verlangt die zu einer wild wogenden Collage aus lediglich Sekundenbruchteilen währenden Einstellungen ausufernde Bildsprache dem Zuschauer einiges an Nervenstärke ab - im Vergleich mit dem aus irrlichternden Momentaufnahmen zusammengeschnittenen Showdown des Films wirken selbst Baz Lurmanns "Moulin Rouge" und die berühmt-berüchtigte Pseudo-Dokumentation "Blair Witch Project" geradezu geruhsam.

Seltsamerweise ist es aber ein ganz anderer Aspekt der unruhigen Bildgestaltung, der in den einschlägigen Foren Kritik auf sich zieht: Die teils sehr grobkörnigen Nachtaufnahmen (es sind übrigens längst nicht so viele, wie ich das nach dem Studium der einschlägigen Rezensionen in anderen Online-Foren erwartet hätte) sind, wie sollte es wohl anders sein, natürlich nicht Folge von Unachtsamkeit oder technischem Versagen, sondern Resultat einer bewusst getroffenen künstlerischen Entscheidung und als solche in meinen Augen durchaus nachvollziehbar - durch den Wechsel zwischen störungsfreiem und verrauschtem Bildmaterial gewinnen die Aufnahmen ungemein an Dynamik und authentischer Wirkung. Wer das verkennt und sich darüber beklagt, der Film reize das Maiximalmaß an Bildqualität, die das Medium Blu-ray Disc möglich macht, nicht aus, outet sich als unverbesserlicher Snob.

Inhaltlich ist der Film etwas hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben - Soldat Millers Spurensuche in Bagdad ist leidlich spannend, für meine Begriffe aber keineswegs so verzwickt, wie ich das erwartet hätte. Im Kern der Spielhandlung steht eine Frage, die Miller gleich zu Beginn stellt - er sich selbst und dann seinen Vorgesetzten: Wer ist der unter dem Tarnnamen "Magellan" geführte Informant vor Ort - und warum, zum Deibel, führen seine angeblich so zuverlässigen Hinweise auf Verstecke von Massenvernichtungswaffen Miller und seinen Spürtrupp mit schöner Regelmäßigkeit in die Irre ... ? Miller sucht Antworten, findet Hinweise auf eine groß angelegte Verschwörung und macht seine Erkenntnisse zum Schluss auch öffentlich.

In meinen Augen ist "Green Zone" solide Thriller-Hausmannskost, der es inhaltlich etwas an Raffinesse fehlt, die aber visuell beeindruckend in Szene gesetzt worden ist - die Drehorte in Marokko, an denen zahlreiche Außenaufnahmen entstanden, ähneln Originalschauplätzen offensichtlich so frappierend, dass sich auch die offenbar als Berater hinzugezogenen Irak-Veteranen, die im Bonusmaterial zu Wort kommen, beeindruckt zeigen. A propos: Das auf der Blu-ray Disc enthaltene Zusatzmaterial liegt zwar ebenfalls in High Definition vor, hat mich aber unterm Strich ebenfalls etwas enttäuscht - das in vier Kapitel aufgeteilte, summa summarum rund halbstündige "Making of" ist, wie so viele unter dieser Bezeichnung veröffentlichte Beiträge, weniger erhellend, als Cineasten sich das wünschen. Den Audiokommentar von Regisseur Greengrass und seinem Hauptdarsteller Matt Damon habe ich mir noch nicht angehört; auch die geschnittenen Szenen habe ich mir noch nicht angesehen - nichtsdestotrotz gelange ich zu dem Eindruck, dass die Ausstattung unterm Strich eher solide denn wirklich weltbewegend ist.

R e s ü m e e

Ein "rasanter, intelligenter Thriller" sei "Green Zone", verspricht die Auslobung auf dem Cover der Blu-ray Disc. Mein Eindruck: Rasant ist "Green Zone" allemal, und dumm ist der Film auch nicht; trotzdem lässt mich "Green Zone" mit dem Gefühl leiser Enttäuschung zurück - ich hatte mir etwas mehr inhaltliche Raffinesse erwartet. Hinsichtlich der fürs Medium Blu-ray Disc typischen Kernmerkmale überzeugt die Version fürs Heimkino aber durchaus: Der Ton im Format DTS 5.1 punktet gerade in Action-Sequenzen, dem Sujet durchaus angemessen ist die Tonspur allerdings nicht gerade fein ausbalanciert - der eine oder andere Teil des Dialogs geht schon mal im Krachen von Granaten oder im Hämmern von Schnellfeuergewehren unter. Die Zusatzausstattung der Blu-ray Disc bewegt sich im Mittelfeld und betritt kein Neuland - schade, ich hatte mir detaillierteren Aufschluss über die erforderlichen Maßnahmen erhofft, mittels derer man marokkanische Drehorte in irakische Kriegsschauplätze verwandelt hat.
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