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Kundenrezension

1.266 von 1.625 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Au weia! Der arme Herr Beutlin.., 22. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] ultraviolett (Blu-ray)
Rezension enthält Spoiler, also seit gewarnt ^^

Ich habe es von Anfang an sehr skeptisch gesehen, dass aus dem vergleichsweise kurzen Buch eine ganze 9-stündige Filmtrilogie gemacht werden sollte. Mit dem zweiten Teil Smaugs Einöde kristallisiert sich noch mehr als beim ersten Film heraus, dass dies einfach nicht wirklich gut funktioniert.

Ich bin Tolkien-Fan und kenne nicht nur den Hobbit und den Herrn der Ringe, sondern habe auch das Silmarillion und die Anhänge und Register gelesen, außerdem die Kinder Hurins. Ich liebe den Stoff und Jacksons Ring-Trilogie, ich liebe Fantasy und ich habe mit wirklich großer Neugier und Vorfreude die Hobbit-Filme erwartet. Optisch und atmosphärisch sind sie der erwartete Knaller. Kitschig, detailreich und mit großem Aufwand realisiert - genau so habe ich es nach der Ring-Trilogie erwartet und wurde nicht enttäuscht. Das Problem ist der Inhalt. Nicht nur ist dieser einfach nicht auf drei Filme ausgelegt, es wurde bei vielen Dingen enorm viel geändert, hinzugedichtet oder unnötig aufgeblasen, wohingegen andere Dinge zu kurz kommen. Beorn beispielsweise wird in etwa zwei Minuten abgehandelt, dafür gibt es aber später im Erebor eine unglaublich lange und ermüdende Verfolgungsjagd zwischen Smaug und den Zwergen (+Bilbo), inklusive Schubkarren-Flüssiggoldsurfen und Drachenschnauzen-Balancieren. Diese Szenen sind, genauso wie die total mit Slapstick überfrachtete Fässerfahrt im Fluss, eine reine Anbiederung an das Popcorn-Action-Kino. Ganz offensichtlich traut man dem heutigen Filmgucker nicht zu, Gefallen an einer Fantasygeschichte wie dem Hobbit zu finden, wenn darin nicht irgendwelche völlig abgedrehten, selbst der Logik eines Fantasyuniversums spottenden Szenen vorkommen.
Kämpfe und Verfolgungsjagden werden hier kaum bedrohlich und angsteinflößend dargestellt, sondern eher klamaukhaft und comicartig. Die Orks sind keine ernstzunehmenden Gegner mehr (wie noch in der Ring-Trilogie), die man fürchten und respektieren muss, sondern Kanonenfutter für jeden nur erdenklichen Slapstick. Soll ich das als Fan der Tolkien-Welt interessant finden? Und was ist mit diesem Kratos-Ork, der soll seit Neuestem Saurons Armee anführen? Da ist ja die Niederlage vorprogrammiert..
Und warum wird aus Radagast, wenn er denn schon entgegen der Vorlage im Film dabei sein soll, eine absolute Witzfigur gemacht, die ein Vogelnest auf dem Kopf und Vogelkacka im Gesicht hat?
In der Seestadt Esgaroth werden ein Dutzend Orks in einer 10 m2-Wohnung gekillt. Dort müsste es also wimmeln vor Leichen. Aber schon fünf Sekunden später ist dort nichts mehr zu sehen von einem Kampf, wenn die Elbin Tauriel den Zwerg Kili heilt, der übrigens auch noch verliebt in sie ist...
Und dann ist da natürlich noch Smaug, der ungeschickteste Drache aller Zeiten mit dem kältesten Feueratem aller Zeiten, das nicht mal dazu in der Lage ist, einem Zwerg die Barthaare anzusengen. Sein Bauch ist hier nicht mit Gold und Edelsteinen überzogen. Nein, hier hat man ihn während der Eroberung des Erebors eine Schuppe am Bauch verlieren lassen, die nicht nachgewachsen ist und deshalb eine verwundbare Stelle hinterlässt. Na Prost! Nach all dem übertriebenen Special-Effects-Klamauk wählt man ausgerechnet hier eine so unspektakuläre - wenn auch nachvollziehbare - Lösung.
Enttäuschend ist außerdem, dass etwas anderes enorm wichtiges unter all dem begraben wird: die Charaktere. Bilbo hat nur noch wenige Szenen, und noch viel weniger wirklich gute. Thorin ist nicht annähernd so ambivalent dargestellt wie er sein müsste bzw. Tolkien ihn ausgearbeitet hat. Die meisten anderen Zwerge bleiben dem Zuschauer völlig fremd, sind halt der Vollständigkeit halber dabei. Legolas wurde im Vergleich zu Jacksons HdR-Trilogie komplett verändert. Dort war er intelligent und vorausschauend, hier ist er verbittert und fast schon bösartig.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Film durchaus Unterhaltung bietet, vor allem optischer Natur. Inhaltlich fehlt mir der Respekt zu dem Material der Vorlage, denn selbige wurde äußerst frei adaptiert, auch unter Berücksichtigung der Zusatzinhalte aus dem Silmarillion. Smaugs Einöde ist nicht spannend. Smaugs Einöde ist in sich nicht logisch. Smaugs Einöde ist kein Film für Fans anspruchsvoller Fantasy. Im Grunde genommen ist er lediglich ein Zeitvertreib für einen Nachmittag/Abend, an dem einem sonst nichts anderes einfällt, was man tun könnte. Und das ist ein trauriges Urteil. Man spürt beim Schauen nicht mehr die Magie, wie sie noch bei der Ring-Trilogie allgegenwärtig war. Hier hat man eher das schwer zu erklärende Gefühl, sich über die Dauer des Films "hindurcharbeiten" zu müssen. Irgendwie beschlich mich der Gedanke, dass die Produktion auch für Jackson und seine Crew viel mühsamer und schwerfälliger als beim Herrn der Ringe war. Optisch ist alles da, aber es fehlt die Seele.

Update (16.01.14):
Aufgrund der vielen bösartigen Kommentare möchte ich doch um eines bitten: Nicht jedes Wort aus dieser Rezension drei Mal umdrehen, analysieren und zu viel hinein- oder falsch interpretieren.
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41-50 von 390 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.01.2014, 23:38:05 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 09.01.2014, 23:57:47 GMT+1
Orlando meint:
Ich war mit meiner Familie am 2. Weihnachtstag im Kino, um mir den Film anzuschauen. Ich wusste, dass es erneut eine Jackson-Fantasy-Geschichte wird, die nur noch wenig mit dem Buch zu tun haben würde (dank PJ`s vlogs, Teasern Trailern und jeder Menge Spoiler). Ich kann, obwohl ebenfalls Tolkien-Purist (und das seit 36 Jahren), damit leben. Es tut mir zwar leid, dass PJ so wenig vom jeweiligen Original übernommen hat, das kann ich aber nicht ändern. Womit ich definitiv nicht leben kann, ist die Tatsache, dass er aus der - zugegebenermaßen sich etwas sehr langsam entwickelnden - Originalstory ein hit-and-run-Spektakel fabriziert hat. Was Sie, Herr Deubel, da an ruhigen Szenen oder sogar welchen mit Tiefgang ausgemacht haben wollen, reduziert sich wohl im gesamten Film auf wenige Sekunden, maximal 2 Minuten. Ich hatte keine Gelegenheit ein einziges Mal durch zu schnaufen! Schade PJ! Chance wieder mal verpasst! Ihr Kommentar zeugt leider von Unkenntnis und vielleicht mehr: ohne Beorn z.B. wäre ein gutes Ende, auch zu diesem frühen Zeitpunkt, nicht denkbar. Wenn man das Buch nicht kennt oder sich weigert, diese für das Gesamtgefüge wichtigen Szenen inhaltlich zur Kenntnis zu nehmen und auch zu verstehen, kann man das natürlich nicht sachgerecht beurteilen.

Veröffentlicht am 10.01.2014, 13:24:31 GMT+1
Los Reimos meint:
Ach Leute. Ein Film hat andere Mittel als ein Buch, um den Betrachter zu unterhalten. Ich fand den ersten Hobbit etwas träge, aber das paßt prima zu den Gefährten. Smaugs Einöde ist mir dann doch "zu lustig", fast ein Kinderfilm. Gut, der Hobbit sollte ursprünglich ja auch ein Kinderbuch sein ;)

Beorn kommt zu kurz? Warum findet man dann nicht mal in der Extended Edition von "Die Gefährten" keine Silbe zum alten Wald? (außer die kurze Elbenszene)

Ich denke, wenn PJ die Ringe so verfilmt hätte, wie nun den Hobbit, wären es drei Teile á 6 Stunden geworden. Was nicht schlecht sein muss. ;) Immerhin hält er sich so gut wie möglich an die Buchvorlage.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.01.2014, 18:20:10 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 10.01.2014, 19:42:20 GMT+1
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 10.01.2014, 21:32:59 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 10.01.2014, 21:42:30 GMT+1
"Ich habe es von Anfang an sehr skeptisch gesehen, dass aus dem vergleichsweise kurzen Buch eine ganze 9-stündige Filmtrilogie gemacht werden sollte. Mit dem zweiten Teil Smaugs Einöde kristallisiert sich noch mehr als beim ersten Film heraus, dass dies einfach nicht wirklich gut funktioniert."

Über MGM kreist der Pleitegeier. Das Studio stand kurz vor der Übernahme. Die hohen Schulden erzeugten wirtschaftliche Zwänge. Guillermo del Toro übernahm nicht wie geplant die Regie. Es gab Verzögerungen. 2010 stimmten die Gläubiger einer Stundung der Schulden zu.
MGM hatte einen Kassenerfolg bitter nötig. Man kann davon ausgehen, dass man sich durchaus bewusst war, dass das Buch selbst für die zunächst lediglich 2 geplanten Teile bereits zu wenig Handlung her gibt. Diese geplanten 2 Teile wurden dann auf 3 ausgeweitet. Und das merkt man dem Ergebnis an.

Veröffentlicht am 10.01.2014, 23:15:02 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 11.01.2014, 00:46:20 GMT+1
Carsten R meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014, 20:23:35 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 11.01.2014, 20:25:41 GMT+1
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2014, 00:11:10 GMT+1
Carsten R meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2014, 00:56:36 GMT+1
Dave meint:
Niemand würde Geld für's Kino ausgeben, wenn er sich schon vorher sicher wäre, dass der Film schlecht sei. Ich gehe zwei bis drei Mal im Jahr ins Kino und überlege es mir GUT in welchen Film. Der erste Film war "okay", hat mich (im Gegensatz zu HdR) nicht vom Hocker gerissen. Auch wir mir zu viele Albernheiten. Hab mich aber trotzdem auf den zweiten Teil gefreut. Wenn er auf dem Level des ersten gewesen wäre, wäre das für mich ok gewesen.

In den dritten Teil werde ich wohl nicht reingehen.

Zum Thema "Gier": Wenn Du Dich mal mit Tolkien beschäftigst, wirst Du schnell feststellen, dass er Vergleiche und Interpretationen gehasst hat. Er wollte einen guten Roman schreiben und er wollte nicht irgendwas symbolisieren. Er hat sich dagegen gewehrt, dass die Leute da immer irgendeine moralische Botschaft reininterpretieren wollten (im MakingOf der Extended Version ("Vom Buch zum Film") wird das kurz thematisiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2014, 11:04:24 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 12.01.2014, 11:08:08 GMT+1
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2014, 14:07:50 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 12.01.2014, 14:36:14 GMT+1
Carsten R meint:
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