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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 11. September 2007
... auf den Gewinner des diesjährigen Booker-Prize ist Ian MacEwans Novelle "On Chesil Beach". Ob das reichen wird, ist eher zweifelhaft. Mac Ewan gewann bereits mit "Amsterdam" den renomierten Literaturpreis und die Vergangenheit zeigt, dass die Jury gerne darauf verzichtet, einen Schriftsteller gleich zweimal auszuzeichnen.

"They were young, educated, and both virgins on this their wedding night, and they lived in a time when a conversation about sexual differences was plainly impossible" (3). Unsere beiden frisch verheirateten Jungfrauen heißen Edmund und Florence, beide Anfang 20, und wir befinden uns im England des Jahres 1962. Beide sehen ihrer unmittelbar bevorstehenden Deflorierung mit höchst unterschiedlichen Erwartungen entgegen. Edward kann es kaum erwarten, dass nun nach mehr als einem Jahr endlich "the most sensitive portion of himself would reside, however briefly, within a naturally formed cavity inside this cheerful, pretty, formidably intelligent woman" (6f.). Florence hingegen fürchtet den so lange hinausgezögerten Termin: "She was no lamb to be uncomplainingly knifed" (81). In Rüchblenden erfährt der Leser vieles über das erste Treffen der beiden, Edwards Werben, seine von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aufgezwungene Geduld in sexuellen Dingen bis hin zum Höhepunkt der Hochzeitsnacht sowie der Schlusskatastrophe.

"On Chesil Beach" ist wie eine klassische Tragödie aufgebaut in fünf Abschnitte: Einleitung, ansteigende Handlung, Höhepunkt, absteigende Handlung, Schlusskatastrophe. Dass das dritte Kapitel, also der Höhepunkt der Handlung, auch ganz im Zeichen des "Höhepunkts" liegt, ist eine spaßige Idee MacEwans. Neben der klassischen Struktur, überzeugt die Novelle vor allem durch die anspruchsvolle poetische Bildsprache sowie durch die genaue Charakterisierung der beiden Hauptpersonen, deren Innenleben genauso präzise dargestellt wird wie die Unfähigkeit, dieses zu artikulieren. Diese sprachliche Unfähigkeit von Edward und Florence steht, inmitten der sprachlichen Brillianz von MacEwan, im thematischen Mittelpunkt der Novelle. Die genauen Gründe hierfür bleiben bis zuletzt im Unklaren: "And what stood in their way? Their personalities and pasts, their ignorance and fear, timidity, squeamishness, lack of entitlement or experience or easy manners, then the tail end of religious prohibition, their Englishness and class, and history itself. Nothing much at all" (96).

Fazit: Sprachlich anspruchsvolle und thematisch interessante Novelle. Der Gewinn des Booker-Prize wäre sicherlich nicht unverdient. Mal sehen, ob MacEwan das Double perfekt machen kann. Am 16. Oktober wird die Entscheidung bekannt gegeben.
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