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Kundenrezension

am 25. Februar 2003
Ein Berliner, ein Münchner und ein Bielefelder. Drei, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen sich zum gemeinsamen Musizieren. Der Anlaß: Hannes Waders 60. Geburtstag, und der muß gebührend gefeiert werden, denn - so gibt sein Freund und Kollege Konstantin Wecker zu verstehen - dieser Geburtstag bedeutet vor allem, dass „da jemand aufrecht 60 geworden ist".
Wader, der manchem noch als der hitzköpfige Rebell der 70er im Gedächtnis sein dürfte, hat sich vom allgemeinen Zeitgeist nie beeindrucken lassen; er ist sich selbst treugeblieben. Freilich: Heute ist er nicht mehr ganz so temperamentvoll und scharfzüngig. Die Stimme ist ein wenig rauher geworden, die Lieder ein wenig leiser, die Texte geschliffener. Sein Anliegen jedoch - und das hat er mit seinen beiden Mitstreitern Reinhard Mey und Konstantin Wecker gemeinsam - ist unverändert.
Und so singen die drei abwechselnd und miteinander von Liebe und Freundschaft („Gut wieder hier zu sein", „Komm gieß mein Glas noch einmal ein"), schwelgen in ihren Erinnerungen („Damals", „Freundliche Gesichter"), singen von der Hoffnung, dass ihre Lieder unsterblich bleiben mögen („Kleine Stadt"); sie fordern auf zum gegenseitigen Miteinander, Wo dummheit, Ignoranz und Heuchelei die Gesellschaft vergiften, und plädieren für mehr Menschlichkeit in einer bitterkalten Zeit („Sage nein"). Hinterfragen statt mitlaufen, hin- statt wegschauen, und neinsagen, wo es nötig ist - ihre Botschaft ist klar und unmissverständlich. Kleine Missgeschicke wie ein verpasster Einsatz oder eine versehentlich zweimal gesungene Strophe zeigen nur, dass ein Konzertabend nicht von vorne bis hinten perfekt sein muß, um anzukommen.
Es wird deutlich: So verschieden die drei auf den ersten Blick auch sein mögen - das Energiebündel mit dem unverkennbar bayerischen Akzent, das unterkühlte Nordlicht und der allen sympathische Berliner - hier sprechen sie die gleiche Sprache. Ein ungleiches Trio, deren Seelen sich doch verbündet haben.
Und sie kommt noch an - die ernsthafte Gesellschaftskritik, selbst in einer Zeit der inhaltlosen, weichgespülten Konserven-Musik, die sich schon gar nicht mehr die Mühe macht, den Verstand anzusprechen.
Doch es besteht Hoffnung, dass diese kraftvollen Lider letztlich überleben werden: Lieder, die Zukunft haben und Vergangenheit, und dennoch zeitlos sind.
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