Jeans Store Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle Sabaton Summer Sale 16
Kundenrezension

60 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teurer Film - Gelungene Blu-Ray ?, 22. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Waterworld [Blu-ray] (Blu-ray)
"Waterworld" markierte in Hollywood einen heftigen Einschnitt, der die Kinolandschaft nachhaltig verändern sollte. Das zunächst auf 120 Mio. $ budgetierte Mega-Projekt schnellte innerhalb weniger Wochen auf ein -für damalige aber auch heute noch- astronomisches Budgetfiasko von 200 Mio. $ (Insider sprechen sogar davon, das mit den Kosten für die Werbung des Films noch knapp 10-15 Mio. dazukamen), das gerne auch als "KevinsGate" (In Anspielung auf Michael Cimino`s teuren 80er-Western "Heaven`s Gate") oder "WatergateWorld" bezeichnet wird.
Nach dem exzellenten "Fandango" (Mein Lieblingsfilm, siehe Review der DVD hier bei Amazon), dem Kassenschlager "Robin Hood-König der Diebe" und dem von Costner mitfinanzierten Reynolds-OsterInsel-Film "Rapa Nui", markierte "Waterworld" die nunmehr 4. Zusammenarbeit zwischen Regisseur Kevin Reynolds und seinem Freund Kevin Costner. Bei den Dreharbeiten zu dem Millionenspektakel "Waterworld" kam es jedoch zum Zerwürfnis der beiden Kevin`s. Costner, der auch hier als Produzent hinter den Kulissen ein Mitspracherecht hatte, verkrachte sich mit Reyolds, während Reynolds tagtäglich versuchte die immer nervöser werdenen Studiobosse von Universal zu beruhigen. Es kam soweit, das Universal vor der Entscheidung stand, das Projekt -während (!) der laufenden Dreharbeiten- abzubrechen, doch inzwischen hatte der Film derart viel Geld verschlungen, das eine Rolle rückwärts nicht mehr in Frage kam und man nur noch mit dem Begriff "Schadensbegrenzung" das Projekt zu einem vernünftigen Ende bringen konnte. Diese Meldungen vom Set machten die Runde, auch durch die Presse, die inzwischen das Erfolgs-Duo Kevin & Kevin auf dem Kicker hatten. Schnell (und wie so oft: ZU schnell) machte das Gerücht die Runde, "Waterworld" sei ein Millionengrab, ein gigantischer Flop, der Universal als auch Costner nur schaden würde. Nun, so dramatisch war es nun auch nicht. Leider halten aber auch heute noch viele den Film irrtümlicherweise für einen Flop, was er ganz und garnicht ist. Der Film war bei seinem US-Kinostart kein Flop, sondern konnte mit knapp 145 Mio. $ ein gutes Budget auffahren, das allerdings nicht die Gesamtkosten des Films deckte und den Film auch nicht in die Gewinnzone brachte. Vom finalen Box-Office lässt sich daher fairerweise nur vom einem Durchschnittserfolg sprechen.

Gerüchte besagen, das es teilweise noch viel mehr Szenen gab, die Kevin Reynolds verwenden wollte. U.a. wird von aufwendigen Unterwasser-Szenen gesprochen, wo Costner -mit der kleinen Tina Majorino auf dem Rücken- die Meereswelt erkundet, die es aber letztendlich niemals in den Final Cut geschafft haben. Hier und da wird man das Gefühl nicht los, das der Film aus kommerzielleren Gründen an einigen Stellen gestrafft wurde. Teilweise schleicht sich auch das Gefühl ein (und das wäre dann, wäre es publik geworden, in Hollywood wirklich ein handfester Skandal geworden), dass bei mancher Szene der "andere Kevin" (=Costner) das Regiezepter in die Hand genommen hat. Wir werden es wohl nie erfahren.

Die Storyline -diese dürfte eigentlich allen bekannt sein- verknüpft Elemente aus ähnlichen Endzeit-Filmen wie dem wegweisenden "Mad Max 2-Der Vollstrecker" und anderen Filmen. "Waterworld" versteht sich dabei als Endzeit-Blockbuster mit Öko-Botschaft. Neben Kevin Costner agieren die kleine Tina Majorino ("Corinna, Corinna"), Jeanne Tripplehorn sowie Dennis Hopper, der 2009 nochmal neben Kevin in "Swing Vote" spielen sollte. Regisseur Kevin Reynolds ist ein eindrucksvoller -wenn auch nicht sein Bester- Film gelungen, der selbst heutzutage noch als waschechter Blockbuster mit zahlreichen Schaueffekten durchgeht und einem teilweise staunen lässt. "Waterworld" bewirkte erstmasl in Hollywood einen strengen Sparkurs. Projekte, die noch zuvor selbstbewusst mit Budgets für 150 $ angekündigt worden waren, wurden nun zu 60-Mio.-Dollar-Projekten zusammengestaucht, andere teure (Mega-)Blockbuster erst garnicht realisiert. Hollywood setzte erstmals in der Geschichte massiv den Rotstift an. Für Kevin Costner war der Film zunächst nur eine weitere Station seines Schaffens, doch es markierte den langsamen Rückzug des in den 90ern zum Mega-Star aufgebauten Schauspielers, der quasi mit "JFK: John F. Kennedy-Tatort Dallas", "Robin Hood" und anderen Filmen eine ganze Kette an Kino-Hits vorgelegt hatte. Regisseur Kevin Reynolds jedoch sollte nach "Waterworld" nie wieder in der A-Liga von Hollywood`s Regisseuren arbeiten, sondern besann sich auf kleinere, aber interessantere Filme wie "187-Eine Tödliche Zahl" (Mit Samuel Jackson als Lehrer zwischen gewaltbereiten High-School-Jugend-Gangs) oder eine Neu-Interpretation des Dumas-Klassikers "Der Graf von Monte Christo" (Mit dem Titel "Monte Christo"). Leider, so scheint es, ist auch der Streit zwischen den beiden Kevin`s seit dem turbolenten "Waterworld"-Dreh noch immer nicht gekittet....

Die Blu-Ray aus dem Hause Universal kommt sehr gut daher. Die Bild- als auch die Tonqualität sind für einen Mittneunziger-Spielfilm erstaunlich klar und rein. Der deutsche Ton kommt mit einer für Universal typischen DTS Sourround-Spur daher, die englische Fassung (die Bessere) wird mit DTS-HD präsentiert. Dafür, das Universal bisher für nicht grade sehr günstige Blu-Ray-Neuerscheinungen bekannt ist, wirkt auch der Preis ersklassig. Bis vor wenigen Monaten war die BD noch deutlich im Bereich von 20 Euro. Nach dem jetzigen Preisrutsch dürfte sie sich bei Amazon bei sehr guten 13-15 Euro einpendeln. Verführerisch für einen Film, der den Begriff "Blockbuster" noch nicht -wie heutzutage schon fast üblich- für das übliche CGI-Gewitter missbraucht, sondern auch eine vernünftige, wenn auch nicht besonders anspruchsvolle Story nutzt.

"Waterworld" markiert einen filmhistorisch wichtigen Einschnitt in Hollywood. Er zeigte erstmals auf, das nicht jedes Millionenprojekt (davor hatte es 1992 "Terminator 2-Tag der Abrechnung" sowie 1994 "Jurassic Park" gegeben, die Welthits wurden) zum gewünschten Box-Office-Renner wird. Der Film hatte auch schwer damit zu kämpfen, das sich ein jüngeres Filmpublikum nun unter den Kinozuschauern befand, das nicht bedingungslos jeden Bockbuster aus Hollywood fraß. Der beginnende Einfluß einer übersättigten neuen Kino-Generation machte sich langsam bemerkbar. Trotzdem ist "Waterworld" sehr beeindruckend: Aufwendige Kulissen im (!) Wasser, extra für den Film angelegte Atolle, Action bis zum Abwinken und eine vernünftige, Story, die man nicht als "hirnlos" bezeichnen würde. Manches Logikloch in "Waterworld" ist jedoch größer als in einem schweizer Käse: Da werden die Bösen -"Die Smokers"- mit Zigaretten gezeigt, obwohl die Welt (fast ?) vollständig von Wasser überzogen ist. Nur: Woher beziehen sie dann Ihre Zigaretten ? Hier zeigt sich auch ein anderer Zeittrend Hollywoods: Mitte der 90er erreichte die neue Gesundheitsdebatte (der inzwischen auch in Deutschland artig nachgeahmt wird) Hollywood und Rauchen war plötzlich vielerorts verboten. Das die Bösewichte hier sich "Smokers" nennen, ist also nicht als Gag zu verstehen, sondern als Reaktion auf den damals einsetzenden Gesundheitstrend, der sich -meiner Ansicht nach- längst, knapp 15 Jahre später, zu einem regelrechten Gesundheits-Wahn gemausert hat, der einfach nur noch hipp ist.

Fazit:
"Waterworld" ist spannendes als auch fesselndes Endzeit-Kino mit Öko-Botschaft und einer sehr guten Besetzung. Die Blu-Ray aus dem Hause Universal ist wirklich jeden müden Cent wert und liefert den Film in einer eindrucksvollen technischen Ausstattung, die wirklich viel aus dem 90er-Jahre-Material herausholt. Einer der Filme, die ich idealerweise gerne im Spätsommer sehe. Kameraarbeit, Stars, Regie, Set-Design als auch der enorme Aufwand der Produktion sind in jeder Sekunde sichtbar. Da sieht man (vielleicht soagr ein letztesmal), wie gut ein Film funktionieren kann, wenn man ihn eben NICHT mit CGI zukleistert. Zwar wurden auch bei "Waterworld" Computer-Effekte eingesetzt, die CGI-Technik war aber noch lange nicht ganz ausgereift und wird auch im Film nie selbstzweckhaft und bis zur Ermüdung eingesetzt. "Schlecht", mögen da einige (jüngere ?) Kinozuschauer sagen. "Besser" würde ich dagegen setzen, da man so Arbeit von Hand noch sehen kann, was heutzutage ja leider ausstirbt. Ein toller, sehr unterhaltsamer Film, aufwendig, teuer, groß, märchenhaft, phantastisch, überragend. Hollywood verabschiedete sich mit einem sehr teuren Endzeit-Film, bevor junge Anwälte die Chefetagen von den großen Majors übernahmen und Ihr Publikum mit teuren, aber auch hirnlosen Blockbustern vollständig für dumm verkaufen sollten.

Tauchen Sie ein in die phnatastische Welt von "Waterworld" !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]

Kommentare

Kommentare per E-Mail verfolgen

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.04.2011 13:54:41 GMT+02:00
Holly Martins meint:
Zum Tehema Flop: Ich habe einmal gelesen, dass der Film aufgrund der sehr guten Ergebnisse in der weltweiten Videoauswertung sogar letztlich doch noch einen ordentlichen Gewinn verbuchen konnte!

Veröffentlicht am 07.08.2014 14:50:01 GMT+02:00
Patrick A. meint:
Bei der durchweg positiven Rezension stellt sich die Frage weswegen der Punktabzug erfolgt ist...
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details