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Kundenrezension

am 20. März 2007
Lange habe ich überlegt, ob und was ich zu diesem Buch sagen könnte, das für mich - wertfrei verstanden - völlig unvergleichlich ist.

Im sanften, poetischen Ton eines Märchenerzählers konstruiert Ransmayr eine Parallelwelt, die irgendwo zwischen römischer Antike und moderner Industriestadt in Endzeitstimmung ("Die eiserne Stadt") angesiedelt ist und auch sonst zwischen den Zeiten liegt: Zwar wird Naso (Ovid) erst seit Kurzem vermisst, was aufs alte Rom verweist, dennoch spielen aber Dinge des modernen Lebens wie Megaphone, Telefone und Filmprojektoren eine Rolle.

So, wie die Stadt sich im luftleeren bzw. zeitlosen Raum befindet, so sind auch sämtliche Personen irgendwo zwischen den klassischen Ovid'schen Helden und Romanfiguren angesiedelt.

Mein Tipp: Wenn man mit der griechischen Mythologie nur wenig vertraut ist sollte man unbedingt zuerst das Nachwort ("Ovid'sches Repertoire") lesen, da es die Anleihen aus der Mythologie erklärt.

Sowohl die Stadt als auch die Personen selbst verwandeln sich im Laufe der Erzählung noch immer weiter, sofern sie im Fluss der extremen Jahreszeiten nicht einfach verschwinden. Damit folgt Ransmayr inhaltlich Ovids Metamorphosen, imitiert also den sagenhaften Römer.

Immer mehr dominiert zum Ende hin die Natur die Stadt, während die Personen von ihrer ganz eigenen Vergangenheit (meist frei nach Ovid) eingeholt werden. Zum Schluss selbst möchte ich hier nichts verraten, außer dass er dem Motiv des Wandels und der Verwandlung treu bleibt.

Wer diese Wandlungen und Mischungen aus zwei Perspektiven jetzt komplex oder verwirrend findet, der liegt genau richtig. Allerdings bereitet Ransmayrs fast traumverlorener Tonfall ein sehr sinnliches Lesevergnügen und verführt genauso wie die Anspielungen auf Ovids Werk und das alte Rom immer aufs Neue zum Weiterlesen, wenn auch nur selten Spannung im konventionellen Sinn aufkommt.

Wirklich empfehlen kann ich dieses Buch allen, die beim Lesen auch an Sprache und Stil selbst viel Freude haben oder Liebhabern der antiken Mythologie. Für Fans konventioneller Romane könnte dieses Werk schwer verdaulich sein. Einzigartig ist es aber in jedem Fall.
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