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Kundenrezension

am 21. März 2005
Kotor 2 ist sicherlich ein sehr schönes Rollenspiel und man kann es jedem der
a) Rollenspiele mag
b) Star Wars mag
c) Action-Adventures mag (RPG-Teil ist umfangreich aber einfach zu bedienen und teilweise sogar automatisierbar)
ohne große Wenn und Aber als solides Spiel empfehlen. Als "solides" Spiel, nicht aber als den Hit, der sein Vorgänger einst war.
War Gothic 2 noch meilenweit besser als Teil 1, so war Deus Ex 2 nicht einmal ein Schatten seines Vorgängers.
Kotor 2 befindet sich in der Mitte! In einigen interessanten Dingen ist es besser als Teil 1, aber bei 2 entscheidenenden Sachen versagt es leider, nämlich:
a) Story
und
b) Zugänglichkeit
Bitte nicht falsch verstehen. Im Gegensatz zur "Story" von Half Life, Dungeon Siege oder anderen ist dies immer noch ein Meisterwerk. Aber man vergleicht einen Rembrandt eben nicht mit Picasso sondern mit einem anderen Rembrandt!
Und genau da versagt Kotor 2.
Die Story ist sprunghaft, stellenweise hat der Spieler keine Ahnung wieso irgendetwas passiert. Auch im Laufe des Spieles werden keine oder nur "schwache" Erklärungen geliefert und das Ende kommt plötzlich und aprupt. Im Gegensatz zu Teil 1, in welchem es noch viele Wendungen und Überraschungen gab, ist in Kotor 2 von den ersten Minuten an klar wer der Haupt-Bösewicht ist. Die Sith-Lords die in der Story andauernd so groß erwähnt werden haben im eigentlichen Spielfluß fast keinen Einfluß. Der dunkle Schüler wird einmal kurz angetroffen und dann am Ende des Spiels besiegt. Der Meister-Sith-Lord erscheint gegen Ende des Spiels, wird in einem lächerlich leichten Kampf schnell besiegt und das wars. Kein einziges Wort ist von ihm zu hören. Wieso er da ist? Was er will? Woher er kommt? Selbst sein Name wird erst gegen Ende gelüftet!
Kein Vergleich zu Darth Malak, Revan, Bastilla und Co. aus Teil 1.
Auch die Spielzeit erscheint mir um einiges kürzer als Teil eins. Die Spannung hält sich auch nicht annähernd so lange auf hohem Niveau wie in Kotor 1.
Das Hauptproblem der Spielentwicklung (der Story) in Kotor 2 liegt einfach darin, daß der Spieler keine Ahnung hat was da eigentlich los ist und das der Versuch ein wenig Wendung und Überraschung einzubauen eigentlich nur zu noch mehr Verwirrung führt.
Die Jedis im Spiel sind plötzlich irgendwie alle Wahnsinnig, verrückt oder hinterlistig. Der eigene Charakter kann sich noch so gut benehmen und ein Meister der guten Seite sein, er wird dennoch von anderen Jedis wie ein böser Sith behandelt. Auch die Charaktere sind allesamt "komisch". Bao-Dur, der Techniker, spricht im ganzen Spiel keine zwei Worte und ist eigentlich völlig unbrauchbar. Es gibt weniger Planeten zu besuchen als in Teil eins und das ganze wirkt künstlich in die Länge gezogen, indem der Spieler zum Beispiel X-Mal zwischen Mond und Planet hin und her pendelt. Oder mehrere Male eine Welt besuchen muß.
Ein wunderbares Beispiel für die "undurchsichtigkeit" von Story und Spiel ist das berühmte Kopfgeld:
Die Exchange, ein Verbrechersyndikat, hat ein Kopfgeld auf den Jedi ausgesetzt. Auf jeder Welt erscheinen daher hin und wieder Kopfgeldjäger die den Spieler angreifen. Irgendwann schafft man es dann bis in das Hauptquartier der Exchange, erledigt alle und .... das wars!
Keine Erklärung wieso, von wem, keine Wendung, nichts unerwartetes ... einfach nur "Ende" für die Kopfgeldgeschichte. Plötzlich weis keiner was davon, es gab nie was, ein Sith-Lord erscheint kurz und auf geht es auf den nächsten Planeten. Man hätte wenigstenes einen "Hintermann" einführen können, der für das ganze verantwortlich ist. So hat man keine Ahnung wer wieso warum weshalb wann und wo dieses Kopfgeld ausgesetzt hat.
Das Laserschwert erhält der Spieler auch relativ spät, kann es dann aber schnell weiterentwickeln. Aber Level 15 kann sich der Spieler auch noch als Jedi spezialisieren.
ps.: Noch eine Ungereimtheit: Obwohl der Spieler Jedi ist, die Macht verwendet wie andere ein Deo, so rennt er dennoch die ganze Zeit durchs Universum und erzählt allen er wäre kein Jedi.
Und gerade wenn man dann endlich so richtig in Fahrt kommt, die Story schlüssiger wird und man denkt man hätte die Hälfte des Spieles erreicht (wie in Kotor 1), erscheinen plötzlich die Sith, werden vom Spieler rucki-zucki besiegt, dann folgt eine Reise auf einen anderen "Planeten" (Asteroid?) auf dem dann genauso überraschens auf einmal das Ende des Spiels stattfindet.
Die eigenen Mitstreiter und Verbündeten sind plötzlich auf einmal alle verschwunden, der Gegener (von dem man wusste das er es ist, von der ersten Stunde an) erscheint - wird besiegt und alles was folgt ist das eigene Schiff, die Ebon Hawk, wie sie einer Art "galaktischem Sonnenuntergang" entgegenfliegt.
FAZIT:
Selbstverständlich ist die Story um einiges besser als jene aus Spielen wie Dungeon Siege oder Max Payne 2. Im Vergleich mit Kotor 1 ist sie jedoch nur noch ein Schatten ihrer selbst. Das ist auch ein großer Kanckpunkt, denn die Story war der tragende Stützpfeiler von Kotor.
Die Spielzeit ist auch spürbar kürzer als in Teil 1. Von Vorteil sind die Macht- und Upgradeneuerungen.
Alle in allem ist Kotor 2 ein lustiges und kurzweiliges Rollenspiel, welches ich gerne empfehlen kann. Jeder der Teil 1 nicht kennt, wird (falls er RPG's überhaupt mag) sicherlich viel Gefallen daran finden.
Die restlichen Spieler, die auch Kotor 1 schon gespielt haben, werden sicherlich auch ihre Freude finden. Jedoch muß ihnen klar sein, daß Kotor 2 den Titel "Nachfolger" nicht verdient, sondern vielmehr den Titel "Addon".
Wer es als solches betrachtet wird nicht enttäuscht werden. Wer wirklich einen vollwertigen Nachfolger erwartet, der muß damit rechnen sich die Frage "Das war's schon?" oder "Das ist alles?" öfter zu stellen als ihm lieb ist.
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