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Kundenrezension

"Do you fancy getting a band together to play some blues – just for fun?"
.....fragte Paul Jones 1979 seinen alten Kumpel Tom McGuinness.

Seit ihrer europaweiten Ausstrahlung durch die ARD (19.04.1980) befindet sich die 6. Rockpalast-Rocknacht in timediver®'s Archiv. Damals hatte ich mir gerade den ersten VHS-Videorecorder gekauft und konnte sogleich diese Veranstaltung in der Essener Grugahalle aufzeichnen. Dem Auftritt einer Gruppe, die schlicht unter "The Blues Band" firmierte, sollten noch mit Joan Armatrading, Ian Hunter (Ex-Mott The Hoople) und dem Multiinstrumentalisten Mick Ronson (1946 – 1993) noch drei weitere Briten und schließlich eine "Little Ol' Band from Texas" folgen. Mit ihren Weihnachtsmännerbärten sollte in dieser nachösterlichen Zeit dem Gitarristen Billy Gibbons, dem Bassisten Dusty Hill und ihrem - lediglich einen Schnurrbart tragenden - Schlagerzeuger Frank Beard [sic!] als "ZZ Top" auch in Europa die Initialzündung einer einzigartigen Mischung aus Texas Blues, Bluesrock, Boogie und Hard Rock gelingen....

Nachdem seine Mitglieder in verschiedenen Formationen aktiv gewesen waren, hatte sich das Power-Trio aus Houston 1969 zusammengefunden und bereits sechs Alben veröffentlicht, von denen lediglich "Fandango" im Jahre 1975 Platz 60 der UK-Charts erklimmen konnte.....

....demgegenüber waren die Mitglieder der Blues Band zwar erst 1979 im Zuge einer Reihe gemeinsamer Gigs in Londoner Pubs erst 1979 zusammengekommen, besaßen aber infolge ihres Werdegangs bereits auch außerhalb Großbritanniens eine recht hohe Popularität. Der kernige Sänger und Mundharmonikaspieler Paul Jones (Jahrgang 1942) hatte nicht nur beim „Vater des weißen Blues“, Alexis Korner, mit Brian Jones und Mick Jagger zusammen gespielt, sondern auch im Jahre 1964 mit dem Gitarristen und Bassisten Tom McGuinness (Jg. 1941) als Mitglied in Manfred Manns Beatband, die heute als "Chapter One“" bezeichnet wird, die Millionenseller "Do Wah Diddy Diddy" herausgebracht. Während Jones bereits 1966 bei Manfred Mann ausgeschieden war, gründete McGuinness 1969 zusammen mit dem vormaligen Drummer der John Mayall’s Bluesbreakers, Hughie Flint (und dem schottischen Songwriter-Duo Benny Gallagher und Graham Lyle) die Formation McGuinness Flint, die 1970 den Welthit "When I'm Dead and Gone" herausbrachte. Der Slidegitarrist und Sänger David "Dave" Kelly, der zuvor mit Blueslegenden wie Howlin’ Wolf und John Lee Hooker aufgetreten war, und der Gitarrist Gary Fletcher komplettierten das Quintett, welches sich den Spaß am Rhythm and Blues verschrieben hatte. Eine besondere Spezialität besteht darin, dass sich Jones und Kelly als Leadsänger abwechseln.

Vor nunmehr 34 Jahren hatte mich der Rockpalast-Auftritt der Blues Band derart mitgerissen, dass ich mir damals kurz hintereinander die Vinyl-Alben "Official Blues Band Bootleg Album", "Ready" und "Itchy Feet" kaufen musste. Diese waren und sind auch heute noch ebenfalls sehr hörenswert, ließen jedoch die gewöhnten Live-Töne, zu denen auch Paul Jones' einprägsame und sympathische Ansagen in radebrechendem deutsch gehören, vermissen.

Nachdem ich meinen letzten VHS-Recorder vor etwa 20 Jahren verschrottet hatte, konnte ich mittlerweile dank der PC-Technik meine mittlerweile in die Jahre gekommene VHS-Aufzeichnung digitalisieren und auch eine Audio-CD erstellen, um immer wieder die zeitlose und grandiose Mischung aus Blues-Klassikern und nicht weniger famosen Eigenkompositionen der Blues Band hören und sehen zu können.

Bei einem Auftritt von "The Manfreds" im Oktober 2010 konnte ich neben Paul Jones und seinem grandiosen Mundharmonicaspiel, für das er 2010 und 2011 zum "Harmonica player of the year" gekürt wurde, zusammen mit Tom McGuinness und Rob Townsend (Ex-Family und Buddy von Roger Chapman), der 1982 Hughie Flint als Drummer der Blues Band ersetzt hatte, in der Offenbacher Stadthalle hautnah erleben. Leider war der zu den führenden Slidegitarristen Großbritanniens gehörende Dave Kelly hierbei nicht mit von der Partie.

Gleichwohl "The Blues Band" selbst mit seinen rüstigen 70jährigen zwar heute noch unterwegs ist, wird die Chance sie zu hören und sehen zu bekommen immer geringer.Umso erfreulicher ist es, dass im Juni 2013 in der Reihe "Live at Rockpalast" ein digital überarbeitetes Doppelpack (CD und DVD) des legendären Konzertes erschienen ist, welches nicht nur an "alte Zeiten" erinnern lässt, sondern auch bei jüngeren Hörern, die damals vielleicht noch gar nicht geboren waren, einen besonderen Groove erzeugen kann. Das von Paul Jones in theatralischer Weise interpretierte "I don't know" des R&B-Sängers, Songwriters und Pianisten Willie Mabon (1925 - 1985) ist zudem die Generationen übergreifende "Hommage" an die unentschlossene Launenhaftigkeit des sogenannten "schwachen" Geschlechts, welche wohl niemals an Aktualität verlieren wird....

5 Amazonsterne für die Dokumentation und die ständige Zurverfügungstellung einer unvergessenen musikalischen Darbietung.
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