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Kundenrezension

am 6. September 2011
Im Vorwort seines Romans 'Marina' erklärt Carlos Ruiz Zafón, dass es sich dabei um sein erstes Buch nach drei Romanen für Jugendliche handelt. Dieser Umstand mag erklären, dass sich sein vierter Roman mitunter wie eine Abenteuergeschichte für Jugendliche liest, die mit einer derart rasanten, überladenen und teils gänzlich unglaubwürdigen Handlung aufwartet, dass man sich fragen mag, ob Zafón nur seines Namens wegen in einem der größten deutschsprachigen Verlage publiziert wurde.

Was man ihm auf alle Fälle zugute halten muss, ist die Dichte und das Detailreichtum, mit dem er in 'Marina' Barcelona vor den Augen des Lesenden zum Leben erweckt, und hier liegt für mich auch der große Pluspunkt des Romans: Die schwarze, dekadente, mitunter sehr beklemmende Stadt bildet das ideale Grundgerüst für die Handlung und fügt sich damit zu einem erzählerischen Gesamtkunstwerk. Was den Gesamteindruck aber deutlich mindert und dem Roman einen Dämpfer versetzt, sind die vielen Unregelmäßigkeiten im Buch und Szenen, die an den Haaren herbeigezogen wirken. Alles ist ein bisschen gar geheimnisvoll, gar mit viel Geschichte beladen, gar zu konstruiert.
Dass etwa just in jenem Moment, als die mysteriöse Dame in Schwarz das endgültige Geheimnis des Romans gelüftet hat, die gesammelte Armada des Bösen auftaucht und es zum finalen Showdown kommt, wirkt ganz einfach wie in einem schlechten Film, in dem der Drehbuchschreiber noch schnell eins Draufsetzten wollte. Auch scheint die Tatsache, dass, wie gegen Ende des Romans beschrieben, eine Frau mit einem Mann, dessen Körper sich in einem Auflösungsprozess befindet und den sie ohnehin kaum zu Gesicht bekommt, so ohne Weiteres und auf die Schnelle ein Kind bekommt, sehr unglaubwürdig. Derlei Szenen finden sich an vielen anderen Stellen, es wird immer ein bisschen dick aufgetragen, sodass man kaum zum Verschnaufen kommt, obwohl manche Pausen ganz angesagt wären.

Und genau das ist es, was beim Lesen von Zafóns 'Marina' schwerfällt: Dass man als Erwachsener oft das Gefühl hat, ein Jugendbuch in Händen zu halten, in dem es vor allem darum geht, möglichst viele aufregende, obskure, abenteuerliche Handlung aneinanderzureihen, um den Lesenden mit Spannung bei Laune zu halten. Das Abenteuer, - Horror und Actiongenre wird in 'Marina' sehr und für mich zu ausgiebig bedient, und man kann dem Autor oder dem Lektorat nur nahelegen: Weniger ist oft mehr.

Marina
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