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Kundenrezension

am 7. Mai 2012
Behemoth gelten heute als eine der größten polnischen Bands im härteren Metal-Sektor. Ihr technisch anspruchsvoller Death Metal ist bekannt und beliebt. Doch die Wurzeln dieser Band liegen im Black Metal. Man mag mit weit aufgerissenen Augen staunen, wenn man das musikalische Schaffen von damals und heute vergleicht. Doch zählen Behemoth noch bis heute zu einer der Top-Größen aus ihrer Heimat, was den Schwarzwurzel-Sektor angeht.
Man sollte nicht den Fehler machen, "Sventevith - Storming Near The Baltic" mit den heutigen klaren, sauber produzierten und bis zum Erbrechen mit allerlei Schnick-Schnack aufgepimpten Werke vieler ihrer Kollegen aus der ganzen Welt vergleichen. Behemoth spielten von Anfang an rohen, kalten Black Metal. Unsauber und reudig, gerade so wie es in der damaligen Zeit üblich war.
Der Opener "Chant Of The Eastern Lands" beinhaltet majestätische Chöre und endet mit einem fulminanten Gitarrengedudel. Das klingt nicht schlecht.
Gleich darauf ziehen die Polen die Handbremse fest an, ein Instrumental erklingt. Das kann man jedoch getrost übergehen, vielleicht wollte man damit Dissections Meisterwerk "The Somberlain" etwas kopieren.
"From The Pagan Wastlands" gibt mir nicht sehr viel, doch dann ertönt "Hidden In The Fog". Der erste wirklich gelungene Song auf dieser Scheibe. Eher getragen und majestätisch wiegt er den Hörer dahin, und selbst die dezenten Keyboard-Einspielungen passen sich hier gut ein.
Anschließend folgt wieder ein Instrumental. Ich weiß nicht, irgendwie werden diese Stücke auf dieser Scheibe fast schon lästig. Dieses Auf und ab geht einem auf die Nerven. Schnell weiterschalten.
Und schon sind wir bei Track Nr. 6 angelangt. Er beginnt etwas uninteressant und typisch, entwickelt sich jedoch im Laufe der Spielzeit zu einem sehr interessanten Stück, das epische Momente und Uffta-Rhythmus beinhaltet.
Bei "Forgotten Cult Of Aldaron" verhält es sich ähnlich, so wie es sich fast bei allen Songs verhält. Man will gerade weiterschalten, da schüttelt die Band noch ein Riff aus dem Ärmel, bei dem man dann doch erstmal verharrt.
Oft hat man das Gefühl, als versuchen Behemoth, auf Teufel komm raus so böse zu sein, wie es nur gerade geht, und dabei sind sie es nicht.
Wenn man genau hinhört, findet man sicherlich in jedem Song etwas, was einem zusagt. Hier sind epische Passagen, dort dann wieder ein Rhythmus, der zum Kopfnicken einlädt. Schlimm wird es, wenn sie anfangen, wie wild rumzudreschen. Das liegt ihnen nicht, es gibt Kollegen (besonders zwei schwedische Vertreter fallen mir da spontan ein), die den Jungs in Sachen Geschwindigkeit und dabei jedoch auch Einfallsreichtum locker den Schneid abkaufen. Auch der Gesang ist meiner Meinung nach nichts besonderes. Manchmal klingt es wie ein Jaulen, und man denkt sich, man hat eher einen Hund vor sich, dem man auf den Schwanz getreten ist. Ich kann die Platte nicht soooo ganz ernst nehmen. Die Songtitel lassen einen ebenfalls schmunzeln, wenn es da heißt "Wolves Guard My Coffin" oder auch "Hell Dwells In Ice". Letzteres ist sogar ein fast 6-minütiges Stück, das mit melancholischen Melodien aufwartet, die dem Hörer jedoch kalte Schauer der Entrüstung über den Rücken jagen. Einerseits wollen sie böse sein, dann wieder drücken sie auf die Tränendrüse. Dieses Auf und ab kann schon nerven.
Die Polen geben sich Mühe, und diese Platte ist insgesamt, naja, nicht so schlecht. Es gibt sicherlich schlimmere Scheiben. Aber es ist nichts bahnbrechendes. Anspieltips sind der Opener, "Hidden In The Fog" sowie "Entering The Faustian Soul". Mit einem Booklet, das in schönem schwarz-weiß gehalten ist, hat man zuletzt doch noch die 3-Sterne-Marke geknackt. Wer rohen, ursprünglichen Black Metal mag und wissen will, wie sich solcher aus Polen in den 90ern angehört hat, sollte mal reintesten. Wer jedoch Behemoth von ihren Death Metal Alben als musikalische Künstler und Meister ihrer Instrumente kennt, der sollte die Finger davon lassen. Würde ich es nicht wissen, ich würde es nicht glauben, dass es sich um ein und die gleiche Band handelt.
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