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Kundenrezension

19. Oktober 2014
Meinung

Ich habe lange keine Vampirliebesromane mehr gelesen. In meiner Kindheit konnte ich nie genug davon bekommen, aber seit dem Twilight Erfolg wurde die Buchwelt regelrecht von Vampirromanen überschwemmt, dass es sogar für mich zu viel wurde und ich kaum noch welche lesen wollte.

Warum also Mächtiges Blut? Hier glitzert nur das Buchcover und nicht die Vampire. Dass Vampire eine starke sexuelle Anziehung auf Sterbliche ausüben können und es auch bereitwillig einsetzen, ist in der Vampirwelt nichts neues. Sogar die edlen Helden unter ihnen, setzen diese Gabe oft und gerne zur Liebsten gewinnen ein, außer man heißt Edward und wird von Selbstzweifeln geleitet.

Dorian unser Vampir aus Mächtiges Blut ist da anders, jedenfalls in Bezug auf Louisa. Er erblickt sie eher zufällig in einer Disco und fühlt sich sogleich von ihr angezogen, obwohl sie nicht in sein männliches "Beuteschema" hineinpasst. Denn Louisa wirkt auf den ersten Blick zwar hübsch, aber etwas unscheinbar, vergleichbar mit einer grauen Maus.

Er spricht sie an, gedanklich schon siegessicher, dass sein Charme und Auftreten ausreichen werden, sie augenblicklich zu Wachs in seinen Händen werden zu lassen. Aber seine Selbstüberzeugung geht nach hinten los. Dorian benimmt sie wie ein kleiner Töpel und lässt kein Fettnäpfchen aus und das ist wirklich urkomisch zu lesen, da Dorian tatsächlich ein großes Ego hat und das oft durchscheinen lässt.

Angestachelt von diesem Misserfolg nimmt er sich vor, Louisa zu erobern, aber nicht mit seiner Vampirmagie, das wäre zu einfach, sondern als Dorian der Mann hinter dem Vampir. Für mich, ist das einmal etwas neues und nie dagewesenes in der Vampirromanwelt und der Grund, dass ich dieses Buch lesen wollte. Die Idee Dorian und Louisa sich auf "normalen" Wege kennenlernen zu lassen, ist Sandra Florean perfekt gelungen. Es war sehr lustig Dorian und Louisa zu begleiten, auch wenn sich Dorian an den Vorsatz keine Magie einzusetzen hält, spielt er dennoch kleine Tricks aus, unliebsame Nebenbuhler aus dem Rennen zu werfen, aber hey ist in der Liebe und im Kampf nicht alles erlaubt?

Dorian ist ein sympathischer Vampircharakter, der aber nicht komplett neu erfunden wurde, einige typischen Vampirverhaltensmuster hat auch er ab bekommen. So verfügt er über sexy Aussehen, Ausstrahlung, enorm großes Ego und viel Geld. Zwischenzeitlich war mir sein stark ausgeprägter Beschützerinstinkt gegenüber Louisa zu viel. Wobei es durchaus nachvollziehbar ist, denn Louisa steht noch einiges bevor und ich denke da an eine bestimmte Szene, die mir beim Lesen auf den Magen geschlagen ist. Ich hab mit allem gerechnet, was Dorians Vampirfeinde in den Sinn kommen könnte, aber damit definitiv nicht!

Louisa überrascht nicht nur Dorian, sondern auch mich. Sie ist zwar zart und wirkt zerbrechlich besitzt jedoch viel Mut und Selbstständigkeit. Sie gehört nicht zu den Frauen, die sich nun hinter ihrem starken Mann verstecken und sich von ihm pausenlos beschützen lassen wollen. Sehr sympathisch. Louisa würde auch nicht kreischend vor Gefahren davon rennen oder in Ohnmacht fallen. Sie hat dennoch Ecken und Kanten, so hat ein Erlebnis in der Vergangenheit dazu beigetragen, das sie manchmal ein kleiner Schluckspecht ist, der sein Limit nicht einschätzen kann. Dieser "Fehler" macht sie jedoch nachvollziehbar menschlich.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich einfach und schnell lesen. Die Welt, in welche sich die Protagonisten bewegen, ist unsere Welt und daher findet man sich schnell zu recht. Ich glaube, nur einmal gelesen zu haben, in welcher Stadt Dorian und Louisa leben und markante Zeichen für diese Stadt gab es eigentlich nicht, von daher könnte Mächtiges Blut in jeder Stadt, in jedem Land mit Steilküsten spielen. Mich interessiert auch wie alt die Protagonisten sind. Von Dorian erfährt man schnell, dass er über 600 Jahre alt ist und zu den alten mächtigen Vampiren zählt. Aber wie alt Louisa ist, habe ich nicht mitbekommen oder ich habe es überlesen.

Es gibt zwei Hauptkonflikte in Mächtiges Blut: Zum einen wie reagiert Louisa, wenn sie von Dorians wahrer Natur erfährt? Dorians Bedenken und Gedanken und Handlungen zu diesem Thema waren für mich immer nachvollziehbar. Der zweite Konflikt, sind selbstverständlich andere Vampire. Jeder Vampirroman kommt nicht ohne Gegenseite aus, auch die Vampir Romanzen nicht. Hier zeigen sich die Vampire von ihrer "natürlichen" Seite gewalttätig und Sexbessesen. Während die Momente zwischen Louisa und Dorian immer sehr knisternd, leidenschaftlich und ich mag schon romantisch liebevoll sagen, beschrieben werden, geht es bei den anderen ungehemmter hemmungsloser zur Sache auch mit "Kraftausdrücken" wird nicht hinterm Berg gehalten.

Sandra Florean gelingt es ihre Protagonisten genau richtig zu entwerfen und sie ebenso agieren zu lassen, wie man es beispielsweise von einem sadistischen Vampir oder einer stilvollen Louisa erwartet. Außerdem hat sie es geschafft, mich im Laufe der Handlung, zwei Mal komplett zu überraschen und mich zu quälen.

Der letzte Höhepunkt am Ende ist ihr gut gelungen und lässt erstaunte Fragen entstehen, die in Band 2 beantwortet werden wollen und müssen.

Fazit:

Mächtiges Blut - Nachtahn 1 bietet, einen für mich, neuen Ansatz im Romanzen Universum und hat mich vom Fleck weg begeistert, unterhalten und amüsiert. Dorian und Louisa sind ein harmonisch gut zu einander passendes Paar. Über Dorian konnte ich oft und herzhaft Lachen oder Schmunzeln. Aber Mächtiges Blut kann nicht nur, lieb, romantisch und friedlich, sondern auch brutal, direkte Worte und vielseitigen Sex. Diese Dinge bestimmen, aber nicht das ganze Buch, sondern kommen nur vor, wenn es vom Umfeld und den Protagonisten her, passend ist.
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