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Kundenrezension

am 13. Mai 2011
Monatelang machten die Publisher Werbung für Brink. Es würde das Multiplayererlebnis revolutionieren, hieß es. Die Grenze zwischen Online- und Offlinegaming würde verwischen, hieß es. Doch was ist nun, da das Spiel den Weg in die Laufwerker aller Spieler findet, tatsächlich von den vollmundigen Versprechungen geblieben?

Die Geschichte:
Die Geschichte ist schnell erzählt und bei einem Multiplayershooter ohnehin oft nur Beiwerk, um die einzelnen Gefechte zu verknüpfen. So auch hier. Die Welt ist fast vollständig im Wasser versunken. Es bleibt die Arche, eine Stadt, die für die Überlebenden Zuflucht bietet. Auf dieser 'Insel' keilen sich die zwei gegnerischen Parteien. Die Sicherheit und der Widerstand sind sich spinnefeind und bekriegen sich bis aufs Blut. Nun also rein in den Klassenkampf. Zu gewinnen gibt es Lebensmittel und Trinkwasser. Achja' Und eine Menge XP.

Der Charakter:
Mit den XP lässt sich der eigene Charakter aufmöbeln, denn durch die Punkte steigt man nicht nur um Level und Ränke auf, sondern darf ihn auch in verrückte, anarchische (Widerstand) oder futuristisch gepanzerte (Sicherheit) Outfits kleiden. Hier zeigt sich Brink von seiner besten Seite. Während die meisten Shooter einfach nur Klassen bieten, kann man bei Brink seinen Charakter individueller gestalten. Durch Tätowierungen, Narben und diverse Kleidungsstücke kann man seinem Charakter so den eigenen Stempel aufdrücken. Für das Spielgefühl entscheidend ist dabei lediglich die Statur. Dürre Charaktere sind Parcour-Experten, die jedes Hindernis geschmeidig überspringen und sehr schnell zu Fuß sind. Die Muskelpakete sind dagegen wandelnde Panzer, die langsamer sind, dafür aber einiges an Schaden einstecken können.

Die Klassen:
Jede Klasse hat eigene Fähigkeiten. Der Soldat verteilt Munition und kann Missionsziele sprengen. Der Engineer kann Maschinen reparieren, Schaden boosten, Geschütztürme aufstellen und Minen legen. Der Sanitäter kann die Gesundheit boosten, heilen und Teammitglieder wiederbeleben. Der Spion kann sich verkleiden und das Gegnerteam infiltrieren.

Die Missionen:
Startet man dann die Kampagnen, Herausforderungen oder ein freies Spiel, muss man Missionsziele erfüllen. Hier hätten sich die Entwickler ein wenig mehr einfallen lassen können. Es gibt die typischen Aufträge: Sprengladungen anbringen oder entschärfen, Wagen oder Spione eskortieren, Tore verteidigen oder erstürmen und ähnliches. Manche Missionen können nur von bestimmten Klassen erfüllt werden, weshalb ein ausgewogenes und vor allem geplantes Vorgehen unabdingbar ist.

Die Maps:
Die Entwickler haben sich Mühe gegeben, die futuristische Welt nett zu gestalten. Oft kommt sie jedoch etwas kahl und steril in blauen oder braunen Tönen daher. Die Levelstruktur bietet diverse Routen zum Ziel. Man kann zusätzliche Durchgänge sprengen oder verriegeln und über die SMART-Funktion im Parcour-Stil durch die Levels flitzen.

Die KI:
Das interessanteste Feature an Brink ist die KI. Tatsächlich zeigt sie sich von ihrer besten Seite. Die Gegner rücken in Stoßtrupps vor, geben sich Deckung, erfüllen ihre Aufgaben und wählen alternative Routen, wenn ein Durchgang zu stark gesichert wird. Mitunter ist es sogar schwerer die KI zu knacken, als menschliche Gegner, da diese oft nicht ganz so organisiert auftreten. Auf der schweren Stufe hat man als unkoordiniertes Team kaum eine Chance auf den Sieg, da die KI gnadenlos gut verteidigt. Vor dieser Leistung des Entwicklerteams ziehe ich meinen Hut.
Lediglich stört es, dass man die eigenen KI Teamkameraden nicht über ein Ringmenü beeinflussen kann, wie man es von GRAW kennt. Oftmals setzen sich die Bots der eigenen Teams an einer Front fest und wenn man einen anderen Weg einschlägt, um die Front zu umgehen, folgt niemand. Man wird von hinten erschossen, nachdem man die Sprengladung angebracht hat und muss zusehen, wie sie entschärft wird. Hier hätte ich mir gewünscht, dass man zwei Bots als Begleiter ordern könnte. Es würde viele Frustmomente verhindern und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Entwickler nicht auf eine derartige Idee kommen konnten.

Und trotzdem'
Leider bleibt von den großspurigen Versprechungen kaum etwas übrig. Die KI überzeugt, aber die Missionsziele sind altbacken, das Leveldesign etwas kahl und die Levels sind zu eng begrenzt. Der Trailer versprach weite Areale, aber tatsächlich kämpft man sich durch ziemlich enge Räume, die sich je nach Missionsziel immer etwas weiter verschieben. So bleibt auch die SMART-Funktion über weite Strecken witzlos. Zudem ist der Spielinhalt ziemlich begrenzt. Je acht Missionen, vier Herausforderungen und das offene Spiel sind einfach nicht genug für einen Vollpreistitel. Das bekommt man (zwar in anderem Stil) bei Spielen wie CoD oder Battlefield ausgewogener und als Bonus zum Singleplayerspiel. Zudem können das Tempo und das Balancing in anderen Titeln besser überzeugen. Brink wird sicher nicht die Spitze des Multiplayerbergs erklimmen. Es passt wunderbar in die Reihe großer Onlinegaming-Enttäuschungen wie 'Enemy Territory: Quake Wars' und 'Shadowrun'. Zugegeben, kann Brink noch eher überzeugen als diese Spiele, doch eine Revolution ist es definitiv nicht.

Fazit:
Für mich persönlich ist Brink eine Enttäuschung. Das liegt ganz einfach daran, dass ich mir von dem Spiel sehr viel mehr erwartet habe. Es ist kein schlechtes Spiel, aber es fehlt an spielerischer Freiheit, Innovation und an Umfang. So hat man bereits nach vier Stunden das Gefühl, man habe alles an diesem Spiel gesehen, was es zu sehen gibt. Ein Titel, der so riesiges Potential hat, darf nicht in dieser Form (zu wenig Umfang, fehlendes Feintuning am Balancing und zu triste Präsentation) in den Handel gehen. Es gibt viele tolle Ansätze, aber leider ebenso viele Enttäuschungen. Brink wird die Spielergemeinde wohl spalten, wie man bereits in den Foren erkennen kann. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Eine unbedingte Kaufempfehlung kann ich deshalb nicht aussprechen. Aber einen Blick sollte es den Interessenten definitiv wert sein.

PS: Ich hoffe, dass sich der Eindruck noch ändert, wenn ab Releasetag noch mehr Spieler online sind. Bislang werden die Teams oft noch mit Bots aufgefüllt. Das ist dann ungefähr so, als spiele man in einem von zwei Teams, die auf derselben Seite sind. Die menschlichen Spieler kommunizieren und machen einen Plan, während die KI-Gefährten ihre eigene Suppe kochen. Insofern ist die Bewertung nur vorläufig und wird hoffentlich noch nach oben korrigiert. Vor allem, da die Server-Verbindungen bislang so schlecht sind, dass man sich nicht wie in einem Next-Gen Shooter, sondern wie in einer Diashow fühlt. Ich hoffe, dass sich das mit dem Release ändert. Bislang überwiegt aber vor allem Enttäuschung.
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