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Customer Review

on November 27, 2013
Schade was aus der Serie geworden ist. Augenfälligstes Problem ist, dass die Autoren offenbar von ihrem eigenen Konzept überfordert sind. Deckt die 1. Staffel noch einen Zeitraum von reichlich zwei Jahren ab, sind es in der zweiten Staffel schon 6 Jahre und in der dritten wohl auch um die 5-6 oder sogar mehr.

Dies geht klar auf Kosten der Glaubwürdigkeit. So setzen sich Geschichten von Episode zu Episode wie von einer Woche zur nächsten fort, auch wenn dazwischen eigentlich viele Monate oder teils Jahre liegen müssten. Man muss sich nur bewusst machen, dass zB die Story um eine Verheiratung von Edith hier nun ca. 10-15 Jahre läuft, seit man zuerst in Downton reingeschaut hat.

Viele Figuren leiden stark unter diesen „Entwicklungen“. Ganz besonders betroffen Lord Grantham. War er in der ersten Staffel noch ein Erneuerer (Telefon), der die Zeichen der Zeit erkannte verkommt er immer mehr zum Klischee eines ultrakonservativen Aristokraten und nun auch noch Bankrotteurs und Bremsers. Sichert er zB in Staffel 1 seiner Tochter Mary noch zu, sie in Liebesdingen zu unterstützen solange es sie glücklich macht - verbaut er nun Edith diesen Weg zu einem Ehemann, der in Staffel 1 mit Kusshand akzeptiert worden wäre. Es scheint sich bei ihm um eine völlig andere Figur zu handeln.
Auch Lady Grantham und Mary, die beide in Staffel 1 noch eine bewunderswerte innere Stärke aufwiesen, verkommen endgültig zu Statisten deren einzige Aufgabe es ist leidend zu seufzen und zu den Vorhaben ihrer Männer die Augen zu rollen. Oder auch Thomas Barrow, der in Staffel 1&2 noch ambitioniert war und seine Dienerstellung nur als Sprungbrett ansah, hat wohl nun doch als sehnlichsten Wunsch ewig Dienstbote zu bleiben. Das man auf seine Homosexualität erst wieder zurückkommt, um die Figur (wieder mal) zu vernichten, hinterlässt zudem einen bitteren Beigeschmack.

Andere Figuren, die bereits zum Ende der zweiten Staffel aus der Geschichte um Dowton traten (Sybill, Ethel, Bates) werden durch teils abenteuerliche Wendungen wieder eingebracht, nur um sie erneut wegzuschreiben. Flankiert wird diese eingekehrte Unstetigkeit noch davon, dass einige Charaktere (Lord Grantham, Bates) nicht altern, sondern sogar jünger aussehen als in Staffel 1. besonders bemerkenswert wenn man bedenkt was einige hinter sich haben sollen. Bates war immerhin Monate, wohl eher Jahre, im Gefängnis.

All das wäre noch zu verkraften, würde sich die Geschichten auf hohem Niveau bewegen. Aber das ist leider gar nicht mehr der Fall. Von der Story bis in die Dialoge haben Kitsch und Klischees en masse Einzug gehalten. Erfährt man zB so gleich zu Beginn das Downton pleite ist - taucht zeitgleich eine wundersame Erbschaft für Matthew auf - die er natürlich nur bekommt wenn ein in Indien verschollener Mann tot ist - und als auch dies der Fall ist, will sie Matthew nicht annehmen - bis noch wundersamer ein Brief auftaucht, der sein Gewissen beruhigt. Das ist völlig haarsträubend, zumal jeder Zuschauer genau weiß was passieren wird. Das künstliche Possenspiel dazwischen ist umsonst und letztlich langweilig, aber insbesondere unglaubwürdig.
Auch Bates und Anna fahren wieder die Desasterachterbahn, bei der zu keinem Zeitpunkt klar wird warum Bates zB in Gefängnis so herhalten muss oder was seine Ex-Ehefrau zu so einem Genie des Bösen machte. Und die Intrigen und Rivalitäten der Dienstboten bieten auch wenig neues, sondern scheinen selbst nach 15 Jahren noch die gleichen.

Bezog die erste Staffel ihre Stärke und Geschichten eher aus subtilen Veränderungen und kleinen Dingen (zB die Rosenschau), wird nun hemmungslose die grosse Schicksalskeule geschwungen. Zeitbezüge aus den frühen 20ern fehlen weitgehend (Tut Anch Amuns Entdeckung und der Ägyptenboom zb). Nach einer schon etwas schwächelnden 2. Staffel hat die 3. Staffel die Serie nun qualitativ endgültig auf Daily Soap Niveau reduziert. Einige schöne Bilder bleiben ... aber auch viel Enttäuschung darüber, was man aus dieser so tollen Serie mit etwas mehr Bedacht noch hätte machen können. Staffel 3 war wohl erst einmal das letzte Wiedersehen für mich mit Dowton. Dann lieber noch einmal Staffel 1 statt 3 & 4. Sehr sehr schade.
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