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Kundenrezension

am 15. Dezember 2013
Was macht ein Mann, der mit 30 Jahren finanziell ausgesorgt hat und mit 40 Jahren in der Forbes Liste der 100 reichsten Menschen geführt wird? Champagner trinken und sein Geld in Las Vegas verspielen? Das wäre nichts für den amerikanischen Selfmade Man Paul Allen, den Mitbegründer der Firma Microsoft und langjährigen Weggenossen von Bill Gates.

Paul wurde 1953 in Seattle geboren. Als Kind interessierte er sich für Technik und Chemie: „Meine Neugier war grenzenlos“. Auf der Lakeside Privatschule wurde sein Interesse für Computer geweckt. Die Eltern finanzierten den Schülern den Zugang zum Großrechner und in dem kleinen Compterraum, in dem der Fernschreiber stand über den man sich einwählen konnte, lernte Paul den zwei Jahre jüngeren Bill Gates kennen. In einer Notiz aus jenen Jahren notierte er: „Bill ist ein kleiner, kluger, humorvoller Kerl, mit dem man im Allgemeinen gut auskommt … Er liebt Computer und technischen Schnickschnack ebenso wie ich. Er ist sehr beeinflussbar und für jeden nicht alltäglichen Spaß zu haben. Wir passen sehr gut zueinander“. Ernsthafte Auseinadersetzungen blieben die Ausnahme.

Sowohl gemeinsam als auch getrennt sammelten beide neben der Schule erste Programmiererfahrungen. Erst nach dem Tode eines engen Freundes von Bill im Jahre 1972 vertiefte sich die Freundschaft und als Bill ein Jahr später ein Studium in Harvard aufnahm, drängte er Paul, nach Boston zu ziehen. Paul brach sein Studium an der Washington State University ab und arbeitete für Honeywell in Boston. Beiden blieb so neben Bills Studium und Pauls Arbeit genügend Zeit, um zu programmieren und gemeinsam Pläne zu schmieden: „Bill und ich hatten uns zu dieser Zeit bereits zu einem perfekten Team entwickelt, das sich prima ergänzte. Ich war der Mann mit den Ideen, derjenige, der seiner Fantasie freien Lauf ließ.“.

An einem Nachmittag im Dezember 1974 kaufte sich Paul eine Technikzeitschrift und war von den Socken. Eine Firma MITS aus Albuquerque bot einen Minicomputerbausatz namens ALTAIR 8008 mit dem neuen, leistungsfähigen 8080 8-Bit Chip Mikroprozessor der Firma Intel an. Paul überzeugte Bill und beide planten einen BASIC Interpreter für den ALTAIR zu schreiben, da bislang keine Software für den Bausatz vorlag. Innerhalb von nur 8 Wochen schrieben beide den Interpreter und die Tools. „Das war eine Meisterleistung von uns“, sagte Bill und Paul meint: „Ich bin noch heute stolz auf dieses Software“. Paul schätzt seinen Anteil daran auf 25%, den von Bill auf 45% und den von Monte Davidoff, der die Fließkommaarithmetik programmierte aus 30%.

Ed Roberts, der Besitzer von MITS erwarb eine Lizenz und stellte Paul als Mitarbeiter ein. Bill und Paul gründeten die Firma Micro-Soft und begannen mit der Vermarktung Ihrer Aktivitäten. Bill war mit 60%, Paul mit 40% beteiligt, was Bill mit seinem höheren Arbeitsanteil und Paul Gehalt bei Honeywell begründete. Später wurde der Anteil auf 64% zu 36% geändert. Als die Beliebtheit der Apple PC 1979 stieg, entwickelte Paul eine ‚Softcard’ mit einem Intel kompatiblen Prozessor, die man in den Apple Computer steckte und so die Microsoft Software nutzen konnte. Obwohl der Erfolg der ‚Softcard’ Microsoft einem Umsatzschub einbrachte, wollte Bill von einer Veränderung der Besitzverhältnisse bei Microsoft nichts mehr wissen: „Komm ja nicht noch mal damit an. Dieses Thema ist ein für allemal abgeschlossen“. Paul schreibt: „In diesem Moment zerbrach etwas in mir“. Als Steve Ballmer, ein Studienkollege und enger Freund von Bill, im April 1980 bei Microsoft einstieg, um Bill „bei den geschäftlichen Dingen unter die Arme“ zu greifen, bot ihm Bill entgegen der beidseitigen Absprache einen Besitzanteil von 8,75% an. Ein weiterer Grund für die Distanzierung der Beiden.

Zwischen 1975 und 1980 florierte das Geschäft, der Firmensitz wurde nach Seattle verlegt und der Mitarbeiterstamm wuchs stark an. Obwohl Pauls Buch viele Fotos beinhaltet fehlt leider das berühmt gewordene Abschiedsfoto aus Albuquerque, auf dem jene 13 Personen abgebildet sind, welche den Ruhm die Firma begründet haben. Trotz oder gerade wegen des Erfolges blieben die Spannungen zwischen Bill und der Belegschaft - einschließlich Paul – bestehen: „… Bill … mutierte zu einem strengen Sklaventreiber … So stritten wir oft stundenlang. Ich hasste solche Szenen. Ich lenkte nie um des lieben Friedens willen ein, sondern nur, wenn er mich letztlich überzeugen konnte.“

Mitte 1980 fasste IBM den Plan, ins PC Geschäft einzusteigen. IBM beauftragte Microsoft die Programmiersprachen zu liefern und als man mit Digital Research über die Lizenzierung von deren CP/M Betriebssystem nicht handelseinig wurde, erwarb Paul von einem Kumpel die Lizenz für dessen QD OS, aus dem sich später MS DOS entwickelte, der „Grundstein für das milliardenschwere Imperium … zu dem Microsoft einmal heranwachsen würde“.

Pauls Distanzierung zu Bill uns Steve führte zur innerlichen Kündigung. Am 18.2.82 schrieb er Bill einen Brief, in dem er seinen Rückzug ankündigte. Seine neu diagnostizierte Krebserkrankung hatte sich großen Einfluss auf seine Entscheidung. Bill versuchte seinerseits in einem Brief Paul zum Bleiben zu bewegen. Paul kündigte, blieb aber im Verwaltungsrat und Miteigentümer. Nach dem Börsengang von Microsoft 1986 schnellte Pauls Vermögen in die Milliarden.

Obwohl die Umsätze von Microsoft aktuell auf Rekordniveau liegen, spricht Paul von einem „Jahrzehnt der verpassten Chancen“ und sieht die Gründe in der Unternehmensgröße, der Kultur und der Führung: „Wenn Microsoft im mobilen Bereich nicht aufholt, dann steht ein langer, schleppender Niedergang bevor“. Doch es gibt Grund zur Hoffnung:“ … Zudem ist meine alte Firma wach geworden und stellt sich der Herausforderung“.

Nach seinem Ausscheiden konnte Paul seinen Leidenschaften nachgehen: Sport, Musik und Science Fiktion. Er kaufte für 65 Millionen $ ein Basketballteam und unterstützte das heimische Footballteam. Er baute ein Science Fiktion Museum und finanzierte die erste kommerzielle Weltraummission ‚SpaceShipOne’. Das Projekt SETI, das nach außerirdischem Leben sucht unterstützte er mit Millionenhilfe. Das von ihm gegründete Paul Allen Institut leistete mit der Verkartung des Gehirns einen wichtigen Beitrag zur Erforschung von Krankheiten wie Alzheimer. Seine geschäftlichen Transaktionen waren nicht immer erfolgreich, wie seine Investitionen in die Breitband- und Kabeltechnologie. „In meinem Engagement für die vernetzte Welt habe ich mehr Fehler gemacht, als ich aufzählen kann. Der erst und schlimmste war dabei, dass ich oft nicht die richtigen Leute gefunden habe, um meine Vision umzusetzen“.

Mit 56 Jahren verschlechterte sich Pauls Gesundheitszustand: Herzrhythmusstörungen, Wasser in der Lunge und eine erneute Krebserkrankung zwangen ihn, kürzer zu treten. Paul spendete über eine Milliarde $ für Hilfsprojekte und hat einen großen Teil seines Vermögens der Gates-Buffet-Stiftung vermacht. Am Ende des Buches beschreibt er sein Lebensmotto: „Manche Menschen brauchen Anerkennung. Andere werden durch Geld motiviert, wieder andere durch ein gesellschaftliches Ziel. Mein Ausgangspunkt ist noch ein anderer - die Liebe zu Ideen und der Drang, sie zu verwirklichen und zu sehen, wohin sie führen. der kreative Weg ist steinig.“

Fazit: In einem netten Plauderton geschriebene Lebensgeschichte eines Mannes, dessen Ideen die Computerwelt revolutionierten.
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