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Kundenrezension

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen im 24. Jahrhundert, 31. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Star Trek - Next Generation Season 1 [7 DVDs] (DVD)
Mehr als 20 Jahre nach Kirk, Spock, Pille & Co. durfte Star Trek- Erfinder Gene Roddenberry seine Vision von der Zukunft der Menschheit anno 1987 in die „Next Generation" führen. Die Anhänger des in den Siebzigern heranwachsenden Star Trek- Kults bekamen bis dahin nur alle zwei Jahre neuen Stoff, nämlich mit den Kinofilmen der alten Crew seit 1979. Die geplante Idee, die Originalcharaktere für „Star Trek Phase II" in einer Serie zurück zu bringen, scheiterte zuvor 1977 u.a. weil Leonard Nimoy nicht mehr Spock spielen wollte und wurde neun Tage vor Drehbeginn wieder verworfen. Bereits geschriebene Drehbücher flossen zum Teil in den ersten Kinofilm ein, zum Teil nun in den ultimativen Nachfolger, der zur erfolgreichsten Science Fiction- Serie aller Zeiten avancieren sollte.
Mit dem Stoff aus 25 Jahren Mythos setzte die „Next Generation" ganz neu an - 78 Jahre nach den Abenteuern der ersten TV-Enterprise, was sich im Nachhinein als gigantischer Clou erweisen sollte wie auch als Triumph Roddenberrys, dessen ‚Kind' Star Trek im Jahre 1969 noch zunächst erfolglos abgesetzt wurde.
Die neue Enterprise, die NCC 1701-D, war state-of-the-art, gigantisch groß und wurde von Franzosen Captain Jean-Luc Picard kommandiert, gespielt vom britischen Shakespeare-Schauspieler Patrick Stewart. Roddenberry wagte den Gegensatz zum draufgängerischen, jugendlichen Captain Kirk von früher - Picard trifft reife Entscheidungen, strahlt Autorität aus. In JUSTICE (DAS GESETZ DER EDO) zeigt sich der unabdingbar hohe Respekt vor der Obersten Direktive der Nichteinmischung in die Gesetzte fremder Welten.
Rund um Picard wurde eine integere, überzeugende Crew von im Voraus gut durchdachten Charakteren aufgebaut. Der 1.Offizier Commander Riker ist als Lebemann eine Ergänzung zu Picard. Ihn verbindet eine gemeinsame Vergangenheit mit Counselor Deanna Troi, einer Betazoidin mit mentalen Fähigkeiten, gespielt von der griechisch-stämmigen Marina Sirtis, die sich ganz zu Beginn der Serie noch einen osteuropäischen Akzent angeeignet hat (nur in der engl. Originalfassung zu bemerken), der ‚betazoidisch' sein sollte, und die außer im Pilotfilm übrigens mit Perücke spielte. Sie und Denise Crosby (tatsächlich Enkelin von Jazzmusiker Bing Crosby) wurden zunächst für die jeweils andere Rolle gecastet. Cosby wurde schließlich Sicherheitschefin Tasha Yar, die nach eigenem Wunsch schon gegen Ende der 1.Season ausstieg. Die Folge SKIN OF EVIL (DIE SCHWARZE SEELE) verabschiedet sie sehr emotional von der Crew. Worf als einziger Klingone, früher noch die Erzfeinde von Kirk&Co., in der Sternenflotte ist ganz im Zeichen von Roddenberrys Vision eine Integrationsfigur für die friedvolle Koexistenz von Rassen. Der blinde Geordi LaForge, der nur mit Hilfe seines VISOR basierend auf einem EM-Spektrum sehen kann, ist nach George LaForge benannt, einem schwerbehinderten Trekker, der früh starb. Schauspieler Levar Burton wurde übrigens im rheinland-pfälzischen Landstuhl geboren als Sohn eines amerikanischen GIs. Eine außergewöhnliche Rolle nimmt der von Brent Spiner gespielte Commander Data ein, als Android der vielzitierte „intergalaktische Pinocchio", der so gern Emotionen hätte und unermüdlich nach Facetten der Menschlichkeit strebt - in seinem computerbasierten Denken zunächst als Spock-Abklatsch kritisiert, bald aber schon mit großer Eigendynamik, der stets interstellare Gesetzte zitieren und im Nu die Wurzel von Pi ausrechnen kann. Mit der Schiffsärztin Dr.Beverly Crusher (alias Gates McFadden, echter Vorname Cheryl, von Beruf eigentlich nicht Schauspielerin sondern Tänzerin) verbindet Captain Picard eine alte Zuneigung und die Bürde, dass unter seinem früheren Kommando ihr Ehemann ums Leben kam. Ihr von Star Trek- Fans oft ungeliebter 15-jähriger Sohn Wesley ist auch mit an Bord, ebenso wie die Enterprise auf ihrer Forschungsmission ganze Familien an Bord hat was ganz neue Dimensionen für Drehbücher eröffnen sollte, so z.B. in der Episode WHEN THE BOUGH BREAKS (DIE SORGE DER ALDEANER), in der die Bewohner eines Planeten Kinder vom Schiff kidnappen, um ihren eigenen Fortbestand zu sichern. Die neue Technologie des Holodeck, eine Idee, die Roddenberry schon in den 60ern hatte, ermöglichte es plausibel, die Schauspieler in Indoor- und Outdoor- Umgebungen jenseits der Enterprise spielen zu lassen. Auch für die Schauspieler bot dies Gelegenheit, sich vielseitig zu präsentieren, z.B. wenn Captain Picard in THE BIG GOODBYE (DER GROSSE ABSCHIED) in die Rolle des 40er Jahre- Privatdetektivs Dixon Hill schlüpft.
Viele Dinge verbanden die Next Generation noch mit den großen Vorfahren aus dem 23.Jahrhundert. Nicht nur die kreative Seele Gene Roddenberry, auch sein damaliger Produzent und ‚Mädchen für alles' Bob Justman (seither 18 Jahre lang nicht bei Paramount) war - ausschließlich in Season 1 - mit von der Partie. Und sogar Roddenberrys ehemalige Sekretärin Dorothy Fontana sowie Tracy Torme (Sohn von Jazzsänger Mel Torme) steuerten als Drehbuch-Urgesteine Stories zu Season 1 bei. Auch die Umsetzung erinnerte aus heutiger Sicht teilweise noch an die Originalserie - brachiale Orchestereinsätze beim geringsten Anzeichen von Gefahr, dramatische Kameraperspektiven, die sich Picards Kinn von unten nähern, vereinzelt kurzärmlige kleidähnliche Uniformen und nicht zuletzt zum Verwechseln ähnliche Himmelblicke bei Außenmissionen, mal quietschgrün wie in HIDE & Q (RIKERS VERSUCHUNG) oder knallrot wie in CODE OF HONOR (DER EHRENKODEX), einer der wenigen Tasha Yar- Episoden. Ebenso gewagt wie gekonnt wurden auch einzelne Episoden an die Originalserie angelehnt. HOME SOIL (EIN PLANET WEHRT SICH) erinnert mit der in einem Bergwerk entdeckten anorganischen und gefährlich werdenden Lebensform an „The Devil in the Dark" („Horta rettet ihre Kinder"). Und THE NAKED NOW (GEDANKENGIFT) ist gar ein gelungenes Remake von „The Naked Time" („Implosion der Spirale"). Das wichtigste, was die Next Generation von ihren Ahnen aber geerbt hat, ist, dass im Gesamtkonzept und in jedem Drehbuch die Moral eine außerordentliche Rolle spielt und den Raumfahrern der Zukunft genau wie dem Zuschauer vorm Fernseher einen Spiegel vorhält.
Das authentische alte Star Trek-Universum entwickelt sich weiter: Die Klingonen spielen weiterhin eine große Rolle - inzwischen als Verbündete - und werden beginnend mit HEART OF GLORY (WORFS BRÜDER) oftmals näher beleuchtet. Die rätselhaft unnahbaren Romulaner spielen ihre Rolle gar unverändert weiter; in THE NEUTRAL ZONE (DIE NEUTRALE ZONE) tauchen sie bedrohlich wieder auf. Und da ist natürlich Gene Roddenberrys (Ex-)Frau Majel Barrett, die schon in der Originalserie die Nebenrolle der Krankenschwester Chapel inne hatte und nun nicht nur immer wieder Deanna Trois temperamentvolle Mutter Lwaxana spielt - erstmals in HAVEN (DIE FRAU SEINER TRÄUME) - und durchweg dem Schiffscomputer ihre Stimme verleiht.
Auch neue Rassen traten natürlich in die Welt Star Treks ein, so z.B. die zwanghaft kapitalistischen Ferengi oder auch der allmächtige „Q", der schon im Pilotfilm ENCOUNTER AT FARPOINT (DER MÄCHTIGE/ MISSION FARPOINT) die komplette Menschheit vor Gericht stellt und Picard sich stellvertretend verteidigen lässt.
Die neue Serie brauchte einige Zeit, um sich zur bis heute beliebtesten Star Trek- Serie zu entwickeln; die Charaktere suchten und fanden schließlich ihren individuellen Tiefgang. Maßgeblich dazu beigetragen hat das neue Team hinter den Kulissen. Der anfängliche Co-Prozent Rick Berman wurde schon im 2.Jahr Roddenberrys Thronfolger. Ein weiteres Beispiel ist Michael Okuda, auf dessen Riesentalent wesentlich die Gestaltung aller Konsolen (auch „Okudagramme" genannt) und Apparate der Enterprise zurückgeht.
Viele der 60er Jahre- Originalschauspieler waren zunächst gar nicht von der Idee der neuen Serie begeistert - und auch hartgesottene Fans waren überzeugt, dass es nur ein „Star Trek" geben könne. Aber schon im Pilotfilm gab es ein gutes Omen: DeForest Kelley alias Dr. McCoy stattet der neuen Enterprise als 137-jähriger Admiral McCoy einen Besuch ab; seine Unterhaltung mit Data mit Kommentaren über dessen scheinbar fehlenden spitzen Ohren zählt zu den besten Momenten der Star Trek- Geschichte.
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