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Kundenrezension

25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Warpgeschwindigkeit durch 40 Jahre Anekdoten, Wahrheiten und Irrtümer, 29. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Dies sind die Abenteuer... 40 Jahre Star Trek (Space View) (Broschiert)
Wir armen Trekker! Die TV-Jungfernfahrt von Kirks Enterprise feiert 2006 ihren 40. Jahrestag und das Interesse an Star Trek jenseits der eingefleischten Anhänger scheint dank Übersättigung und strategisch ungünstiger Entscheidungen am Boden zu liegen. Doch den deutschen Fans wird mit diesem Buch die Party gerettet. Thomas Höhl (u.a. "Space View") und Mike Hillenbrand (lange Zeit hinter den FedCon-Kulissen aktiv) sind nicht nur ausgewiesene Trek-Experten, sondern auch Vollblut-Fans. Auf 439 Seiten, in 40 kleinen Kapiteln erzählen sie die Geschichte(n) Star Treks von der Geburt Gene Roddenberrys bis zur Absetzung von "Enterprise" und dem Anheuern des "Mission: Impossible III"-Regisserus J. J. Abrams für den Kinofilm Star Trek XI.

Das Buch ist kein erweiterter Episodenguide und auch keine Background-Story mit Anspruch auf Vollständigkeit mit den bekannten und 100-fach erzählten Legenden. Stattdessen liefern Höhl & Hillenbrand für jene, die mit Serien und Filmen schon vertraut sind mit ihrem Insiderwissen Infos und Geschichten, die man zu einem Großteil noch gar nicht oder nur aus anderer, oft einseitiger Perspektive kennt. Objektiv und aus vielen Quellen recherchiert geht es um die Grabenkämpfe der TOS-Darsteller um die beste Rolle und die größte Gage, um Quoten und Sendeplätze, die Entwicklung der Fan-Basis, verworfene Konzepte für Spinoff-Serien und die Gründe, warum TNG, DS9, Voyager, Enterprise und die Filme schließlich so wurden, wie wir sie kennen. Dabei wird immer wieder der Streit um die Richtungsentscheidungen der Star-Trek-Macher Rick Berman & Co. analysiert - Darstellung von Menschheit und Konflikten, Storyarcs und Cliffhanger, Raumschiff oder Raumstation.

Wie hätte es Gene Roddenberry gewollt? Welchen Einfluss hatte der "Große Vogel der Galaxis" wirklich und welche seiner Ideen hatte er tatsächlich selbst umgesetzt? Ihm und seinen Nachfolgern schauen die Autoren gründlich auf die Finger und analysieren die jeweiligen Ergebnisse kritisch, fachmännisch und fair - nicht zu wissenschaftlich, nicht zu oberflächlich. Für Haarspaltereien aus diffusen Fan-Lagern, für schlechte Drehbücher ("Jede Season hat ihr Spocks Gehirn."), aber auch für so manche Reibereien hinter den Kulissen haben die Autoren mit ihrem lockeren und hoch amüsanten, aber nie herablassenden Stil stets eine gesunde Portion Zynismus parat. Was wäre aus James Bond geworden, wenn Miss Moneypenny die Hauptrolle übernommen hätte? - ein Seitenhieb an all die Nebencharaktere, die sich immer wieder über ihre kleine Rolle aufregten.

Der ungezwungene Mix aus Insiderinfos, Anekdoten und Analysen macht dieses Buch so unterhaltsam und leicht lesbar, vom TOS-Autor, der aus Wut über Skriptänderungen die Topfpflanzen im Büro der Producer verspeiste, über umgeschriebene Sterbeszenen in Kinofilmen bis hin zu Insider-Gags in Episoden und Filmen, die selbst manch eingefleischtem Fan kaum auffallen.

Zwischen manchen Kapiteln findet noch ein Interview Platz, mit dem Pionier der deutschen Trek-Sekundärliteratur Ralph Sander oder ein paar Drehbuchautoren. Auch Begegnungen am Rande von Conventions gehören dazu, wenn Hillenbrand z.B. in einem zufällig entstandenen Small Talk mit Dominic Keating hinter den Kulissen ein paar Worte zu dessen Rolle als Malcolm Reed wechselt. Solche menschlichen Erfahrungen ohne jede Zensur abseits von Interviews und offizieller Stellungnahmen verleihen dem Buch einen gewissen Charme.

Charmant war auch immer schon so manche Textzeile in der deutschen Synchronisation, aber nicht unbedingt adäquat übersetzt. Spocks "Wundertüte" und Sätze wie "Ich bin mit der Rübe an die Kante gerempelt!" liefern die Autoren in ausführlichen Beiträgen zum Thema "Kirk und Spock sprechen deutsch" gleich mit.

Und von den Fans in Deutschland handelt auch ein Kapitel, das einem wohl am meisten in Erinnerung bleiben wird. Es erzählt von den Erfahrungen Leonard Nimoys auf der Convention 1999 in Bonn, die er als aktives Mitglied einer jüdischen Gemeinde trotz erheblicher Missgunst gegenüber "den Deutschen und ihrem Land" besuchte. Wie er selbst seine Reaktion auf den Empfang der Fans beschreibt, ist sogar noch beim Lesen emotional ergreifend.

16 Seiten mit Hochglanz-Fotos und über 160 graue Kästchen, in denen deutsche Fans Star Trek mit ihren eigenen Worten und persönlichen Erinnerungen gratulieren, runden ein hoch interessantes Werk ab, das jeden noch so allwissenden Trekker mit ungeahnten Hintergrundinfos und interessanten Ansichten faszinieren sollte. Auf die nächsten 40 Jahre!
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