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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 2. Juni 2007
Augustinus "De civitate dei" gehört ohne Zweifel zur politischen Theorie- und Ideengeschichte. Denn mit seinem Werk legitimiert er den eschatologischen Begriff des Politischen. Danach ist Politik nur gerechtfertigt, wenn sie einen Beitrag zur diesseitigen Erlösung des Menschen leistet und nur so ihre Rechtfertigung findet.

Somit dient politisches Handeln der Verwirklichung göttlicher Gerechtigkeit und untersteht somit dem Willen Gottes, der jedem politischen Prozess entzogen ist. Damit überwindet sich von Menschen betrieben Politik im Endeffekt selbst, da das Ziel der menschlichen Erlösung transzendenter Natur ist.

Bei Augustinus existieren der irdische Staat (civitas terrena) und der Gottesstaat (civitas dei) in einem Spannungverhältnis. Denn der irdische Staat bleibt immer unvollständig und unzulänglich, da er genuin "Böse" Gottes Gerechtigkeit nicht erfüllen kann. Er definiert sich somit als ein notwendiges Übel, um im Diesseits wenigstens eine Annäherung an Frieden und Gerechtigkeit bietet. Dagegen ist der Gottesstaat ohne menschliche Legitimierung bei denen präsent, die Gottes Gebote in der Gemeinschaft des irdischen Staates nacheifern. Insbesondere durch Missionierung, um die Gemeinschaft im Sinne der göttlichen Gebote zu beeinflussen. je mehr sich der irdische Staat an den Gottestaat orientiert, desto eher erhält dieser die Legitimation seines Handelns als eschatologische Politik.

Aber in der Welt stehen sich Vertreter beider "Staaten" (die miteinander im irdischen Staat verflochten sind) immer in einem Konfronationsverhältnis gegenüber. Wobei die Zugehörigkeit zu einer der beiden Gruppen eine Frage der Handlungsmotivation und der Glaubensüberzeugung darstellt. Und nicht eine Frage der Zugehörigkeit zur Religion oder eines Standes.

Augustinus eschatologischer Politikbegriff ist insoweit problematisch, da er den betroffenen Bürgern eines Staatsorganisationsmodells keine legitimatorische Rechtfertigung für politisches Handeln zubilligt. Ebenso wie den Herrschern, die den irdischen Staat als Ordnungssystem leiten. Denn allein die größtmöglichste Annäherung an das transzendente Ideal göttlicher Gerechtigekit und göttlichen Friedens als endzeitliche Erlösung stellt den Maßstab politschen Handelns dar.

Augustinus zählt zu einen der letzten Theoretiker, die versuchen, die Trennung in säkularer und religiöser Sphäre theologisch zu begründen.

Trotzdem sollte man die Schrift gelesen haben, da sie zu einem der Standartstexte der politischen Theorie- und Ideengeschichte zählt.
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