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Kundenrezension

16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mächtige Sammlung - inhaltlich mit Schwächen, 15. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Unsterblichkeitsproblem. 2 Bände: Grundannahmen und Voraussetzungen (Gebundene Ausgabe)
In dieser Dissertationsschrift untersucht Frau Lier, ob es zutrifft, dass die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse eindeutig beweisen, dass alle Menschen sterblich sind. Dabei verfolgt sie mehrere Ansätze und geht v.a. auf Kontroversen der modernen Physik, (Evolutions)biologie und Philosophie ein.

Mittels verschiedener Theorien der modernen Quantenphysik versucht sie Erklärungen für eine transzendente Welt zu finden. Dabei entwickelt sie nicht selbst Theorien, sondern zieht verschiedene Ansätze mehr oder wenig bekannter Physiker heran. Dies macht ihre Argumentation glaubwürdiger, obwohl feststeht, dass es sich stets nur um Theorien handelt. Letztlich ist es jedoch relativ überzeugend, dass unsere Welt mehr darstellt, als wir direkt wahrnehmen können. Persönlich halte ich Vorstellungen von mehr als nur vier Dimensionen durchaus für plausibel. Die Schlussfolgerungen, die daraus jedoch für das "Unsterblichkeitsproblem" gezogen werden können, sind später zu diskutieren.

Im Anschluss werden Ansätze untersucht, die die Evolution betreffen. Frau Lier ist keineswegs eine naive Evolutionsleugnerin oder christliche Fundamentalistin und anerkennt auch die meisten Punkte, die in der heutigen Welt als gesichert gelten. Ihre Argumentation ist vielmehr, dass durch die bisherigen Theorien nicht erklärt werden kann, was Evolution auslöst, bzw. wie bestimmte Mechanismen konkret funktionieren. Sie zitiert auch zahlreiche Biologen, die schwer unzufrieden mit der bisherigen "Synthetischen Evolutionstheorie" scheinen. Sie suggeriert, eine Mehrheit aller Biologen wäre in Wahrheit nicht einverstanden mit den vorherrschenden Lehrmeinungen und letztlich ist ihr Argument, dass die Evolution ohne ein teleologisches Prinzip nicht denkbar ist. Damit ist sie durchaus dem Intelligent Design zuzurechnen, auch wenn sie es nicht auf übliche, platte Art vorbringt. Sie führt einige Argumente an, dabei jedoch durchgehend vage und im Konjunktiv bleibend. "Es kann nicht ausgeschlossen werden...". Dieser Spielraum dürfte die Halbwertszeit ihrer Argumente erhöhen, jedoch nicht mehr. Sie geht davon aus, dass beispielsweise "Intelligente Kräfte", wie auch immer man die sich vorstellen möchte, auf irgendeine Weise auf die DNA einwirken und so Veränderungen zum Besseren hervorbringen. Auch verschiedene Philosophen wie beispielsweise Bergson werden stets unterstützend zitiert. Absolut unsäglich finde ich, dass immer noch "Nicht reduzierbare Komplexität" als Argumente angeführt werden. Schon einige, bis dahin anerkannte Naturwissenschaftler, haben mit solchen "Beweisen" ihren Ruf verspielt, nachdem diese NRK-Argumente erklärt werden konnten (ich möchte nur an den molekularen "Außenbordmotor" erinnern). Die Autorin bemühte diese Beispiele auch um zu zeigen, dass NRK-Anhänger unter den Biologen von der Scientific Community gezielt diffamiert und "ausgeschaltet" werden. Auch wenn teilweise dabei das Vorgehen nicht immer redlich ist, kann ich dieses dennoch nur als Eigenschutz betrachten, schließlich zeigt die Vergangenheit, dass NRK Argumente schlichtweg mangelndes Verständnis beweisen und mit der Zeit "gelöst" werden.
Weiterhin beschäftigt sich das Buch in weiten Teilen mit philosophischen Argumenten von Platon bis Russel, wobei diese natürlich keine Beweise darstellen, sondern stets nur Möglichkeiten anbieten. Das macht die Autorin auch deutlich, versucht jedoch auch zu zeigen, dass die bisherigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse eine Unsterblichkeit der "Seele" nicht ausschließen. Insgesamt finde ich ihre Argumentation diesbezüglich annehmbar, aber auch nicht mehr. Es stellt eine Möglichkeit dar, nicht mehr und nicht weniger. Dabei werden auch zahlreiche Beispiele für Nahtoderlebnisse und andere mystische Jenseitserfahrungen angeführt, die ich persönlich rundweg ablehne. Solange das menschliche Gehirn nicht besser verstanden ist, sind diese Erlebnisse Erfahrungen, aber keine Belege für irgendetwas. Insgesamt stört mich die Argumentation, dass die möglicherweise transzendente Welt das "Paradies" sein muss. Durchgehend wird diese weitere Welt nur mit den positivsten und herrlichsten Adjektiven beschrieben, was logisch zweifelhaft ist. Möglicherweise existiert eine andere Welt, in höheren Dimensionen. Aber die Annahme, dort sofort das Paradies zu finden, bewerte ich als reines Wunschdenken.

Ein Hauptargument, dass gegen eine transzendente Welt spricht, in der es voll liebender, komplexer und hochintelligenter Wesen / Geister / Seelen wimmelt, ist die Tatsache, dass diese Komplexität in keiner Weise erklärt werden kann. Wissenschaftler bemühen sich nach Kräften, die Komplexität der Lebewesen auf der Erde zu erklären, was ihnen auch sehr gut gelingt (nicht perfekt, aber die Forschung schreitet ja stets voran). In der transzendenten Welt hingegen liegt eine Fülle gigantischer Komplexität vor, ohne, dass ihr Ursprung gezeigt wird. Die Argumente der Autorin sind vage und in meinen Augen nichts weiter als Spekulationen, denen jede Grundlage fehlt. Irgendwie hat man das Gefühl ein "Das ist einfach so" herauszulesen. Daran krankt die gesamte Arbeit in meinen Augen stark und macht sämtliche angeführte teleologischen Argumente in der Evolution überflüssig.

Ebenfalls als unsäglich empfinde ich die zahlreichen Wiederholungen. In quasi jedem Kapitel kann man lesen, dass Kurt Gödel "einer der bedeutendsten Mathematiker und Logiker aller Zeiten" war. Dass die Thesen von Nietzsche und Russel "plakativ" sind, darf man mindestens 20 (!) Mal zur Kenntnis nehmen. Jeder vernünftige Mensch hat nach kurzer Zeit begriffen, wie bestimmte Personen von der Autorin eingeschätzt werden. Ewige Wiederholungen, sowie der häufige Gebrauch von Fettdruck, um bestimmte Stellen hervorzuheben, sind in meinen Augen kein Merkmal wissenschaftlichen Arbeitens.
Zusammenfassend ist mein Urteil, dass dieses Werk eine mächtige Sammlung ist, was auch an den unzähligen Fußnoten zum Ausdruck kommt. Die Autorin hat es sich nicht leicht gemacht, ihren Standpunkt zu belegen. Auch wenn das Werk einige Schwächen aufweist, ist es nach heutigem Wissensstand zumindest teilweise akzeptabel. Gerne würde ich noch mehr Argumente und Stellen diskutieren, jedoch soll diese Amazon-Bewertung zusammenfassenden Charakter haben. Letztlich entscheidet der persönliche Glaube, was an der Unsterblichkeit dran ist oder eben auch nicht.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.06.2013, 03:02:52 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 09.06.2013, 04:26:26 GMT+2
Langsam lesen meint:
Hm...lesenswert bestimmt aber kaufenswert (bei dem Preis)? Ihre Rezension hilft mir da nicht viel weiter...
Eine Anmerkung bezüglich NRK: Mir scheint diese These grundsätzlich kaum verifizierbar (dazu müsste man ja die nicht-Existenz funktionaler oder zumindest selektiv nicht nachteilige Zwischenstufen beweisen...ist das überhaupt möglich? Ihr Einwand bezüglich NTE etc. scheint mir in dieselbe Richtung zu gehen...). Interessant wären Gedankenexperimente o.ä. welche ein Weiterleben nach dem Tod verifizieren könnten...was an sich schon problematisch sein dürfte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.01.2016, 16:42:07 GMT+1
Wahrscheinlich ist dieses Buch mit Absicht deswegen so teuer, damit es kaum jemand liest, weil es ein veraltetes Weltbild (nämlich dass das Bewusstsein nach dem Tode erlischt) aufheben könnte, und eine solche revolutionäre, Hoffnung bereitende Weltsicht würde die Menschheit in ihrer geistigen Weiterbildung vorwärts bringen, was aber von den uns Regierenden nicht gewünscht wird.
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