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Kundenrezension

am 13. August 2012
Wenn man in Schulen bis vor einigen Jahren im Geschichtsunterricht über das Leben der Juden in Deutschland sprach, dann betrachtete man meist ausschließlich die Zeit von 1933 bis 1945 mit der systematischen Entrechtung der Juden und ihrer geplanten Ausrottung. Mehr über das Leben der Juden erfahren Schülerinnen und Schüler selten. Doch mittlerweile hat sich der Trend gewandelt und zunehmend wird auch die deutsch-jüdische Geschichte nach Ende des Zweiten Weltkriegs betrachtet. Einen wichtigen Beitrag wollen der Film „Die Judenschublade“ und das didaktisch aufbereitete Unterrichtsmaterial zum Film geben. Wir haben es uns für euch einmal angeschaut.

Der Film
Im Film „Die Judenschublade-junge Juden in Deutschland“ sprechen jüdische Jugendliche von ihrem Leben, von ihrem und dem gemeinsamen Miteinander mit nichtjüdischen Freunden, Bekannten und Mitmenschen. Darüber hinaus äußern sie sich zu Israel, zu den Konflikten dort und zum immer noch vorhandenen Antisemitismus. Der Vorteil, dass man Jugendliche vor die Kamera gebeten hat, liegt klar auf der Hand: Die Schülerinnen und Schüler bekommen eine andere Sichtweise, können besser nachempfinden und mitempfinden, da es sich hier um etwa Gleichaltrige handelt. Es sind eben nicht „die Alten“, die von ihren Kriegserlebnissen und der Zeit nach 1945 berichten, sondern junge Menschen, die den Krieg natürlich allesamt nicht erlebt haben, sondern in einem friedlichen Deutschland leben und doch von der Geschichte mit geprägt worden sind. Auch verzichtet der Film auf eine trockene Aneinanderreihung von Daten, Zahlen, Statistiken etc. Mit dem Erwerb des pädagogischen Begleitmaterials erhalten Lehrer eine Schullizenz für den Film.

Das Begleitheft
Natürlich kann und soll ein Film, der im Geschichtsunterricht eingesetzt wird, nicht unkommentiert und ohne didaktisch sinnvolle Aufbereitung gezeigt werden. Daher haben „element 3- Verein zu Förderung der Jugendkultur e.V.“ und das „Anne Frank Zentrum“ ein Heft erstellt, welches umfangreiche Materialien zur Begleitung des Films und zur Nachbereitung enthält. Dieses Material kann sowohl in der Unterstufe, als auch in der Oberstufe eingesetzt werden. Sinn und Zweck ist nicht nur die Beschäftigung mit den Jugendlichen des Films, sondern die Eigenwahrnehmung und Reflexion des eigenen Verhaltens, Lebens und der Auseinandersetzung Diskriminierung und Antisemitismus.

Das Heft umfasst insgesamt neun Kapitel. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit jüdischem Leben in Deutschland. Kapitel zwei setzt den Schwerpunkt auf die Identität der Juden in Deutschland unter dem Motto „Ich bin Jude, na und?“, während es in Kapitel drei um Kultur und Religion der Juden geht. Die Vielfalt im Judentum steht im Mittelpunkt des vierten Kapitels, Israel in Kapitel fünf. Die deutsch-jüdische Geschichte, die „mehr als nur Holocaust“ ist, wird im sechsten Kapitel näher betrachtet und daran anschließend Antisemitismus und Ausgrenzung in Kapitel sieben. „Geschlechterrollen im Judentum“ sowie „Partnerwahl und Familie“ sind die beiden abschließenden Kapitel.

Sämtliche Kapitel sind im Aufbau identisch. Zunächst gibt es einen Informationstext als Einleitung in die Thematik. Die Texte sind gut verständlich und für die Schülerinnen und Schüler ansprechend formuliert. Es schließen drei „Ebenen“ an. Die erste der drei Ebenen behandelt inhaltliche Aspekte. Hier gibt es hervorragend ausgearbeitete Beobachtungsbögen, in denen es stets um eine Frage zum Thema, um die Ansicht der Menschen in der Filmsequenz und die eigene Stellungnahme geht. Dazu werden didaktische Ziele formuliert, der Ablauf skizziert und Fragen, die eingebracht werden können, aufgezeigt. Auch auf der zweiten Ebene geht es mit dem Ziel, dem Ablauf und Fragen weiter. Hier liegt der Fokus auf der Erarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Themen auseinander und tauchen in die Materie ein. Ebene drei, gegliedert nach demselben Schema, bietet verschiedene Varianten der eigenen Auseinandersetzung mit sich und dem Bezug des Themas auf sie Schüler selbst. Was ist bei mir anders? Wo gibt es Berührungspunkte oder Schnittmengen?

Fazit:Mit „Die Judenschublade – junge Juden in Deutschland“ hat der Verlag an der Ruhr einen sehr guten Film und ein umfangreiches und abwechslungsreiches Begleitheft herausgebracht. Die Schüler werden direkt angesprochen, in die Diskussion mit eingebunden, dank vielfältiger Aufgaben motiviert und beziehen die Themen in ihre eigene Lebenswelt mit ein. Ein absolut empfehlenswertes Material (nicht nur) für den Geschichtsunterricht.

Die inn-joy Redaktion vergibt 10 von 10 Punkten.

inn-joy Autor: L. Zimmermann
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