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Kundenrezension

am 7. April 2012
Wenn man das vorliegende Buch beurteilen will, muss man zwei Aspekte unterscheiden: Zunächst Darwins Text und zum anderen die verlegerische Arbeit.
Zuerst zum Inhalt: Ich kannte Darwins Evolutionstheorie und sein erkenntnistheoretisches Modell aus Schule und Studium. Von ihm selber hatte ich bisher noch nichts gelesen. Um so erstaunter war ich über den jungen engländischen Wissenschaftler, der hinter seinen Tagebuchaufzeichnungen zum Vorschein kam. Ein hochgebildeter junger Mann, der mit seinen zweiundzwanzig Jahren nicht nur sein Theologiestudium mit Auszeichnung abgeschlossen hat, sondern sich in Entomologie und Geologie weitergebildet hat und schon jetzt zu den bekanntesten Entomolgen Englands gehört. Er spricht neben Latein auch Französisch und Spanisch, was er für diese Reise gelernt hat. Zusätzlich verfügt er über Kenntnisse als Tierpräparator. Als weitere Vorbereitung auf seine Reise hat er so ziemlich alle Reiseberichte gelesen, die zu seiner Zeit zu haben waren. Besonders intensiv hat er von Humboldt studiert und die Aufzeichnungen von Kapitän Cook. Daß er über einen höchst wachen Verstand und eine exzellente Beobachtungsgabe verfügt, erwartet man beinahe, wenn man seine Bedeutung für die heutige Wissenschaft kennt. So ist sein Reisebericht auch keine Unterhaltungslektüre. Es geht Darwin um die Beschreibung der damals unbekannten Welten. Dabei interessieren ihn die Geologie und die Zoologie besonders. Gesetzmäßigkeiten über die Verbreitung von Tieren, Besiedelung von Lebensräumen, Entstehung von Gebirgen und Atollen scheinen ihn regelrecht anzuspringen. Streng folgt auf die Beobachtung die Verallgemeinerung und darauf die Formulierung der Gesetzmäßigkeit. Neben seinen exzellenten wissenschaftlichen Qualitäten ist er ein sehr einfühlsamer Mensch, der Brutalitäten gegen Menschen und Tiere aus tiefstem Herzen verabscheut. So sind seine Aufzeichnungen auch fast 170 Jahre nach ihrem Erscheinen lesenswert. Man bekommt einen Eindruck von der Art des Lebens, Arbeitens und Reisens der damaligen Zeit. In der Zeit von Flugzeug, Kreuzfahrtschiff und Funktionsbekleidung ist es kaum vorstellbar, mit Maultieren die Kordillieren zu überqueren.
Die verlegerische Arbeit an diesem wichtigen und wertvollen Text läßt jedoch viele Wünsche offen: Zitate in französischer, spanischer und lateinischer werden nicht übersetzt. Fremdworte werden nicht erklärt. Es werden die lateinischen Bezeichnungen der beschriebenen Tierarten nicht übersetzt. Abbildungen der Tiere sucht man vergeblich. Es fehlt eine Karte mit der Route der Beagle". Er fehlt ein Verzeichnis mit weiterführender Literatur. Es gibt nicht einen erklärenden Satz des Herausgebers. Lediglich ein Vorwort von Daniel Kehlmann, das zum Verständnis des Textes nichts beiträgt und eine winzige Tabelle der englischen Längenmaße, in die man die Geschwindigkeit Knoten" hätte aufnehmen müssen.

D. Diepholz
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